We Philologists Complete Works of Friedrich Nietzsche, Volume 8

By Friedrich Nietzsche

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to _create,_ using the word in a
spiritual sense: states, laws, works of art, &c.

People should study typical antiquity just as they do typical men:
_i.e._, imitating what they understand of it, and, when the pattern
seems to lie far in the distance, considering ways and means and
preliminary preparations, and devising stepping-stones.


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The whole feature of study lies in this: that we should study only what
we feel we should like to imitate; what we gladly take up and have the
desire to multiply. What is really wanted is a progressive canon of the
_ideal_ model, suited to boys, youths, and men.


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Goethe grasped antiquity in the right way . invariably with an emulative
soul. But who else did so? One sees nothing of a well-thought-out
pedagogics of this nature: who knows that there is a certain knowledge
of antiquity which cannot be imparted to youths!

The puerile character of philology: devised by teachers for pupils.


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The ever more and more common form of the ideal: first men, then
institutions, finally tendencies, purposes, or the want of them. The
highest form: the conquest of the ideal by a backward movement from
tendencies to institutions, and from institutions to men.


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I will set down in writing what I no longer believe--and also what I do
believe. Man stands in the midst of the great whirlpool of forces, and
imagines that this whirlpool is rational and has a rational aim in
view: error! The only rationality that we know is the small reason of
man: he must exert it to the utmost, and it invariably leaves him in the
lurch if he tries to place himself in the hands of "Providence."

Our only happiness lies in reason; all the remainder of the world is
dreary. The highest reason, however, is seen by me in the work of the
artist, and he can feel it to be such: there may be something which,
when it can be consciously brought forward, may afford an even greater
feeling of reason and happiness: for example, the course of the solar
system, the breeding and education of a man.

Happiness lies in rapidity of feeling and thinking: everything else is
slow, gradual, and stupid. The man who could feel the progress of a ray
of light would be greatly enraptured, for it is very rapid.

Thinking of one's self affords little happiness. But when we do
experience happiness therein the reason is that we are not thinking of
ourselves, but of our ideal. This lies far off; and only the rapid man
attains it and rejoices.

An amalgamation of a great centre of

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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So bilden sich angewöhnte rasche Verbindungen.
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Hierin liegt die ungeheure Aufgabe der grossen Geister des nächsten Jahrhunderts.
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Steht es aber fest, dass die Oberflächlichkeit der psychologischen Beobachtung dem menschlichen Urtheilen und Schliessen die gefährlichsten Fallstricke gelegt hat und fortwährend von Neuem legt, so bedarf es jetzt jener Ausdauer der Arbeit, welche nicht müde wird, Steine auf Steine, Steinchen auf Steinchen zu häufen, so bedarf es der enthaltsamen Tapferkeit, um sich einer solchen bescheidenen Arbeit nicht zu schämen und jeder Missachtung derselben Trotz zu bieten.
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Mitleiden stärker als Leiden.
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Angebliche Stufen der Wahrheit.
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Wohin die Ehrlichkeit führen kann.
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Sind Lust, Egoismus, Eitelkeit nothwendig zur Erzeugung der moralischen Phänomene und ihrer höchsten Blüthe, des Sinnes für Wahrheit und Gerechtigkeit der Erkenntniss, war der Irrthum und die Verirrung der Phantasie das einzige Mittel, durch welches die Menschheit sich allmählich zu diesem Grade von Selbsterleuchtung und Selbsterlösung zu erheben vermochte - wer dürfte jene Mittel geringschätzen? Wer dürfte traurig sein, wenn er das Ziel, zu dem jene Wege führen, gewahr wird? Alles auf dem Gebiete der Moral ist geworden, wandelbar, schwankend, Alles ist im Flusse, es ist wahr: - aber Alles ist auch im Strome: nach Einem Ziele hin.
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Es versteht sich von selbst, dass dieser Zeichnung des Heiligen, welche nach dem Durchschnitt der ganzen Gattung entworfen ist, manche Zeichnung entgegengestellt werden kann, welche eine angenehmere Empfindung hervorbringen möchte.
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- Die Wissenschaft der Kunst hat dieser Illusion, wie es sich von selbst versteht, auf das bestimmteste zu widersprechen und die Fehlschlüsse und Verwöhnungen des Intellects aufzuzeigen, vermöge welcher er dem Künstler in das Netz läuft.
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Nun kann Niemand beim Werke des Künstlers zusehen, wie es geworden ist; das ist sein Vortheil, denn überall, wo man das Werden sehen kann, wird man etwas abgekühlt.
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Freilich, wenn ihr Ziel ist, die grösstmögliche Wirkung zu machen, so hat die Unklarheit über sich selbst und jene Beigabe eines halben Wahnsinns immer viel gethan; denn bewundert und beneidet hat man zu allen Zeiten gerade jene Kraft an ihnen, vermöge deren sie die Menschen willenlos machen und zum Wahne fortreissen, dass übernatürliche Führer vor ihnen her giengen.
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Corriger la fortune.
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- Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher, als Männer; zuvörderst weil sie durch keine Rücksicht auf Billigkeit in ihrer einmal erregten feindseligen Empfindung gehemmt werden, sondern ungestört ihren Hass bis zu den letzten Consequenzen anwachsen lassen, sodann weil sie darauf eingeübt sind, wunde Stellen (die jeder Mensch, jede Partei hat) zu finden und dort hinein zu stechen: wozu ihnen ihr dolchspitzer Verstand treffliche Dienste leistet (während die Männer beim Anblick von Wunden zurückhaltend, oft grossmüthig und versöhnlich gestimmt werden).
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Glück der Ehe.
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sind alle Rückfälle der alten Krankheit überwunden, so wird ein neues Blatt im Fabelbuche der Menschheit entrollt, auf dem man allerlei seltsame Historien und vielleicht auch einiges Gute lesen wird.
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475.
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Kunstgriff des Propheten.
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590.
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In den Pausen aber, in welchen die Bedürfnisse gestillt sind und gleichsam schlafen, überfällt uns die Langeweile.
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Warum bewundert man Den, welcher seiner Ueberzeugung treu bleibt, und verachtet Den, welcher sie wechselt? Ich fürchte, die Antwort muss sein: weil Jedermann voraussetzt, dass nur Motive gemeineren Vortheils oder persönlicher Angst einen solchen Wechsel veranlassen.