We Philologists Complete Works of Friedrich Nietzsche, Volume 8

By Friedrich Nietzsche

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and commanding respect: no other science has been
so well favoured. As a general rule all those who have passed through
such institutions have afterwards borne testimony to the excellence of
their organisation and curriculum, and such people are, of course,
unconscious witnesses in favour of philology. If any who have not passed
through these institutions should happen to utter a word in
disparagement of this education, an unanimous and yet calm repudiation
of the statement at once follows, as if classical education were a kind
of witchcraft, blessing its followers, and demonstrating itself to them
by this blessing. There is no attempt at polemics . "We have been
through it all." "We know it has done us good."

Now there are so many things to which men have become so accustomed that
they look upon them as quite appropriate and suitable, for habit
intermixes all things with sweetness; and men as a rule judge the value
of a thing in accordance with their own desires. The desire for
classical antiquity as it is now felt should be tested, and, as it were,
taken to pieces and analysed with a view to seeing how much of this
desire is due to habit, and how much to mere love of adventure--I refer
to that inward and active desire, new and strange, which gives rise to a
productive conviction from day to day, the desire for a higher goal, and
also the means thereto . as the result of which people advance step by
step from one unfamiliar thing to another, like an Alpine climber.

What is the foundation on which the high value attached to antiquity at
the present time is based, to such an extent indeed that our whole
modern culture is founded on it? Where must we look for the origin of
this delight in antiquity, and the preference shown for it?

I think I have recognised in my examination of the question that all our
philology--that is, all its present existence and power--is based on the
same foundation as that on which our view of antiquity as the most
important of all means of training is based. Philology as a means of
instruction is the clear expression of a predominating conception
regarding the value of antiquity, and the best methods of education. Two
propositions are contained in this statement. In the first place all
higher education must be a historical one, and secondly, Greek and Roman
history differs from all others in that it is classical. Thus the
scholar who knows this history becomes a teacher. We are not here going
into the question

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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es.
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Spät, sehr spät - besinnt er sich: und jetzt scheinen ihm die Welt der Erfahrung und das Ding an sich so ausserordentlich verschieden und getrennt, dass er den Schluss von jener auf dieses ablehnt - oder auf eine schauerlich geheimnissvolle Weise zum Aufgeben unsers Intellectes, unsers persönlichen Willens auffordert: um dadurch zum Wesenhaften zu kommen, dass man wesenhaft werde.
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zuzufügen und die Schrotkörner der kleinen Bosheit nach ihnen zu schiessen? Die Meisten sind zu unehrlich und ein paar Menschen sind zu gut, um von diesem Pudendum Etwas zu wissen; diese mögen somit immerhin leugnen, dass Prosper Mérimée Recht habe, wenn er sagt: "Sachez aussi qu'il n'y a rien de plus commun que de faire le mal pour le plaisir de le faire.
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- Wie kommt es, dass jede Hinrichtung uns mehr beleidigt, als ein Mord? Es ist die Kälte der Richter, die peinliche Vorbereitung, die Einsicht, dass hier ein Mensch als Mittel benutzt wird, um andere abzuschrecken.
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Wer dagegen von seinen Leidenschaften und Lastern sehr geplagt worden ist, ersehnt in der Tugend die Ruhe und das Glück der Seele.
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101.
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- Es ist ein Kunstgriff des Christenthums, die völlige Unwürdigkeit, Sündhaftigkeit und Verächtlichkeit des Menschen überhaupt so laut zu lehren, dass die Verachtung der Mitmenschen dabei nicht mehr möglich ist.
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Seine Pfeife tönt, aber Niemand will tanzen: kann das tragisch sein? - Vielleicht doch.
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So lange das Wunder im Bereiche der Erkenntniss noch Gläubige findet, kann man vielleicht zugeben, dass dabei für die Gläubigen selber ein Nutzen herauskomme, insofern diese durch ihre unbedingte Unterordnung unter die grossen Geister, ihrem eigenen Geiste für.
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- Der Fortgang von einer Stufe des Stils zur andern muss so langsam sein, dass nicht nur die Künstler, sondern auch die Zuhörer und Zuschauer diesen Fortgang mitmachen und genau wissen, was vorgeht.
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Diese beiden Arten des Lesens und Erwägens stören sich, wie das sich von selbst versteht, gegenseitig.
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Das unablässige Schaffenwollen ist gemein und zeigt Eifersucht, Neid, Ehrgeiz an.
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Sie bilden, trotz aller räumlichen und politischen Trennung, eine zusammengehörige Gesellschaft, deren Mitglieder sich erkennen und anerkennen, was auch die öffentliche Meinung und die Urtheile der auf die Masse wirkenden Tages- und Zeitschriftsteller für Schätzungen der Gunst oder Abgunst in Umlauf bringen mögen.
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Sie kann ja darauf rechnen, dass menschliche Unklarheit, Gewöhnung und Bedürfniss später doch wieder den Bogen des allzustraffen Denkens abspannen.
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Darin, dass man.
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Warten lassen.
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- Eine vornehme Seele wird sich gern zur Dankbarkeit verpflichtet fühlen und den Gelegenheiten, bei denen sie sich verpflichtet, nicht ängstlich aus dem Wege zu gehen; ebenso wird sie nachher gelassen in den Aeusserungen der Dankbarkeit sein; während niedere Seelen sich gegen alles Verpflichtet werden sträuben oder nachher in den Aeusserungen ihrer Dankbarkeit übertrieben und allzu sehr beflissen sind.
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449.
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Religion und Regierung.
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Prüfen wir einmal, wie Ueberzeugungen entstehen, und sehen wir zu, ob sie nicht bei Weitem überschätzt werden: dabei wird sich ergeben, dass auch der Wechsel von Ueberzeugungen unter allen Umständen nach falschem Maasse bemessen wird und dass wir bisher.