Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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least of all the belief in myself.

But granting that some one did say in all seriousness that the poets lie
too much: he was right--WE do lie too much.

We also know too little, and are bad learners: so we are obliged to lie.

And which of us poets hath not adulterated his wine? Many a poisonous
hotchpotch hath evolved in our cellars: many an indescribable thing hath
there been done.

And because we know little, therefore are we pleased from the heart with
the poor in spirit, especially when they are young women!

And even of those things are we desirous, which old women tell one
another in the evening. This do we call the eternally feminine in us.

And as if there were a special secret access to knowledge, which CHOKETH
UP for those who learn anything, so do we believe in the people and in
their "wisdom."

This, however, do all poets believe: that whoever pricketh up his ears
when lying in the grass or on lonely slopes, learneth something of the
things that are betwixt heaven and earth.

And if there come unto them tender emotions, then do the poets always
think that nature herself is in love with them:

And that she stealeth to their ear to whisper secrets into it, and
amorous flatteries: of this do they plume and pride themselves, before
all mortals!

Ah, there are so many things betwixt heaven and earth of which only the
poets have dreamed!

And especially ABOVE the heavens: for all Gods are poet-symbolisations,
poet-sophistications!

Verily, ever are we drawn aloft--that is, to the realm of the clouds:
on these do we set our gaudy puppets, and then call them Gods and
Supermen:--

Are not they light enough for those chairs!--all these Gods and
Supermen?--

Ah, how I am weary of all the inadequate that is insisted on as actual!
Ah, how I am weary of the poets!

When Zarathustra so spake, his disciple resented it, but was silent. And
Zarathustra also was silent; and his eye directed itself inwardly, as if
it gazed into the far distance. At last he sighed and drew breath.--

I am of to-day and heretofore, said he thereupon; but something is in me
that is of the morrow, and the day following, and the hereafter.

I became weary of the poets, of the old and of the new: superficial are
they all unto me, and shallow seas.

They did not think sufficiently into the depth; therefore their feeling
did not reach to the bottom.

Some sensation of voluptuousness and some sensation of tedium: these
have as yet been their best contemplation.

Ghost-breathing and ghost-whisking,

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Die Einsamkeit umringt und umringelt ihn, immer drohender, würgender, herzzuschnürender, jene furchtbare Göttin und mater saeva cupidinum - aber wer weiss es heute, was Einsamkeit ist?.
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- Die Erfindung der Gesetze der Zahlen ist auf Grund des ursprünglich schon herrschenden Irrthums gemacht, dass es mehrere gleiche Dinge gebe (aber thatsächlich giebt es nichts Gleiches), mindestens dass es Dinge gebe (aber es giebt kein "Ding").
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- In Betreff der philosophischen Metaphysik sehe ich jetzt immer Mehrere, welche an das negative Ziel (dass jede positive Metaphysik Irrthum ist) gelangt sind, aber noch Wenige, welche einige Sprossen rückwärts steigen; man soll nämlich über die letzte Sprosse der Leiter wohl hinausschauen, aber nicht auf ihr stehen wollen.
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- Wer ist aber desselben fähig? Gewiss nur ein Dichter: und Dichter wissen sich immer zu trösten.
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Damit ist man zur Erkenntniss gelangt, dass die Geschichte der moralischen Empfindungen die Geschichte eines Irrthums, des Irrthums von der Verantwortlichkeit ist: als welcher auf dem Irrthum von der Freiheit des Willens ruht.
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Nicht Der, welcher uns Schädliches zufügt, sondern Der, welcher verächtlich ist, gilt als schlecht.
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Wie es mit der grösseren Wahrheit steht, ist daraus zu ersehen, dass die erwachenden Wissenschaften Punct um Punct an Epikur's Philosophie angeknüpft, das Christenthum aber Punct um Punct zurückgewiesen haben.
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- Es giebt ein Recht, wonach wir einem Menschen das Leben nehmen, aber keines, wonach wir ihm das Sterben nehmen: diess ist nur Grausamkeit.
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eine Mücke unbedenklich mit Absicht, blos weil uns ihr Singen missfällt, man straft den Verbrecher absichtlich und thut ihm Leid an, um uns und die Gesellschaft zu schützen.
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Die christlichen Pessimisten der Praxis hatten, wie gesagt, ein Interesse daran, dass eine andere Meinung in der Herrschaft blieb;.
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Das Ueberspannte bezeichnet alle modernen Schriften; und selbst wenn sie einfach geschrieben sind, so werden die Worte in denselben noch zu excentrisch gefühlt.
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- Die Wissenschaft giebt Dem, welcher in ihr arbeitet und sucht, viel Vergnügen, Dem, welcher ihre Ergebnisse lernt, sehr wenig.
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Die hohe Cultur wird einem kühnen Tanze ähnlich sehen: wesshalb, wie gesagt, viel Kraft und Geschmeidigkeit noth thut.
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Politischer Werth der Vaterschaft.
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Im Strome.
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So lange sie dampfen und rauchen, sind sie vielleicht interessanter, aber unnütz und gar zu häufig unbequem.
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625.
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jene zahllosen Menschen, welche sich für ihre Ueberzeugungen opferten, meinten es für die unbedingte Wahrheit zu thun.
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Ja bei genauerem Zusehen bemerkt man, dass der allergrösste Theil aller Gebildeten noch jetzt von einem Denker Ueberzeugungen und Nichts als Ueberzeugungen begehrt, und dass allein eine geringe Minderheit Gewissheit will.
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Der Geist ist es, der uns rettet, dass wir nicht ganz verglühen und verkohlen; er reisst uns hier und da fort von dem Opferaltare der Gerechtigkeit oder hüllt uns in ein Gespinnst aus Asbest.