Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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called by you men the 'profound one,' or the 'faithful one,'
'the eternal one,' 'the mysterious one.'

But ye men endow us always with your own virtues--alas, ye virtuous
ones!"

Thus did she laugh, the unbelievable one; but never do I believe her and
her laughter, when she speaketh evil of herself.

And when I talked face to face with my wild Wisdom, she said to me
angrily: "Thou willest, thou cravest, thou lovest; on that account alone
dost thou PRAISE Life!"

Then had I almost answered indignantly and told the truth to the angry
one; and one cannot answer more indignantly than when one "telleth the
truth" to one's Wisdom.

For thus do things stand with us three. In my heart do I love only
Life--and verily, most when I hate her!

But that I am fond of Wisdom, and often too fond, is because she
remindeth me very strongly of Life!

She hath her eye, her laugh, and even her golden angle-rod: am I
responsible for it that both are so alike?

And when once Life asked me: "Who is she then, this Wisdom?"--then said
I eagerly: "Ah, yes! Wisdom!

One thirsteth for her and is not satisfied, one looketh through veils,
one graspeth through nets.

Is she beautiful? What do I know! But the oldest carps are still lured
by her.

Changeable is she, and wayward; often have I seen her bite her lip, and
pass the comb against the grain of her hair.

Perhaps she is wicked and false, and altogether a woman; but when she
speaketh ill of herself, just then doth she seduce most."

When I had said this unto Life, then laughed she maliciously, and shut
her eyes. "Of whom dost thou speak?" said she. "Perhaps of me?

And if thou wert right--is it proper to say THAT in such wise to my
face! But now, pray, speak also of thy Wisdom!"

Ah, and now hast thou again opened thine eyes, O beloved Life! And into
the unfathomable have I again seemed to sink.--

Thus sang Zarathustra. But when the dance was over and the maidens had
departed, he became sad.

"The sun hath been long set," said he at last, "the meadow is damp, and
from the forest cometh coolness.

An unknown presence is about me, and gazeth thoughtfully. What! Thou
livest still, Zarathustra?

Why? Wherefore? Whereby? Whither? Where? How? Is it not folly still to
live?--

Ah, my friends; the evening is it which thus interrogateth in me.
Forgive me my sadness!

Evening hath come on: forgive me that evening hath come on!"

Thus sang Zarathustra.




XXXIII. THE GRAVE-SONG.

"Yonder is the grave-island, the silent isle; yonder also

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Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

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es bei ihnen nicht redlich genug zugeht: während sie allesammt einen grossen und tugendhaften Lärm machen, sobald das Problem der Wahrhaftigkeit auch nur von ferne angerührt wird.
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Etwas Kraft, Flug, Muth, Künstlerschaft mehr und sie würden hinaus wollen, - und nicht zurück! - 11.
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"Mein Herr, wird der Philosoph vielleicht ihm zu verstehen geben, es ist unwahrscheinlich, dass Sie sich nicht irren: aber warum auch durchaus Wahrheit?" - 17.
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Die Absicht als die ganze Herkunft und Vorgeschichte einer Handlung: unter diesem Vorurtheile ist fast bis auf die neueste Zeit auf Erden moralisch gelobt, getadelt, gerichtet, auch philosophirt worden.
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vielmehr: ist dies nicht bereits geschehen? waren wir nicht selbst - diese "edle Nachwelt"? Und ist es nicht gerade jetzt, insofern wir dies begreifen, - damit vorbei? 39.
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Was die Philosophen "Begründung der Moral" nannten und von sich forderten, war, im rechten Lichte gesehn, nur eine gelehrte Form des guten Glaubens an die herrschende Moral, ein neues Mittel ihres Ausdrucks, also ein Thatbestand selbst innerhalb einer bestimmten Moralität, ja sogar, im letzten Grunde, eine Art Leugnung, dass diese Moral als Problem gefasst werden dürfe: - und jedenfalls das Gegenstück einer Prüfung, Zerlegung, Anzweiflung, Vivisektion eben dieses Glaubens.
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Man mag jede Moral darauf hin ansehn: die "Natur" in ihr ist es, welche das laisser aller, die allzugrosse Freiheit hassen lehrt und das Bedürfniss nach beschränkten Horizonten, nach nächsten Aufgaben pflanzt, - welche die Verengerung der Perspektive, und also in gewissem Sinne die Dummheit, als eine Lebens- und Wachsthums-Bedingung lehrt.
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von den Instinkten lösen! Man muss ihnen und auch der Vernunft zum Recht verhelfen, - man muss den Instinkten folgen, aber die Vernunft überreden, ihnen dabei mit guten Gründen nachzuhelfen.
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Die Gesammt-Entartung des Menschen, hinab bis zu dem, was heute den socialistischen Tölpeln und Flachköpfen als ihr "Mensch der Zukunft" erscheint, - als ihr Ideal! - diese Entartung und Verkleinerung des Menschen zum vollkommenen Heerdenthiere (oder, wie sie sagen, zum Menschen der "freien Gesellschaft"), diese Verthierung des Menschen zum Zwergthiere der gleichen Rechte und Ansprüche ist möglich, es ist kein Zweifel! Wer diese Möglichkeit einmal bis zu Ende gedacht hat, kennt einen Ekel mehr, als die übrigen Menschen, - und vielleicht auch eine neue Aufgabe!.
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Bisher haben alle diese ausserordentlichen Förderer des Menschen, welche man Philosophen nennt, und die sich selbst selten als Freunde der Weisheit, sondern eher als unangenehme Narren und gefährliche Fragezeichen fühlten -, ihre Aufgabe, ihre harte, ungewollte, unabweisliche Aufgabe, endlich aber die Grösse ihrer Aufgabe darin gefunden, das böse Gewissen ihrer Zeit zu sein.
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) Und wie viele Geister wir bergen? Unsre Redlichkeit, wir freien Geister, - sorgen wir dafür, dass sie nicht unsre Eitelkeit, unser Putz und Prunk, unsre Grenze, unsre Dummheit werde! Jede Tugend neigt zur Dummheit, jede Dummheit zur Tugend; "dumm bis zur Heiligkeit" sagt man in Russland, - sorgen wir dafür, dass wir nicht aus Redlichkeit zuletzt noch zu Heiligen und Langweiligen werden! Ist das Leben nicht hundert Mal zu kurz, sich in ihm - zu langweilen? Man müsste schon an's ewige Leben glauben, um.
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Und wir voran, wir guten Europäer! - 244.
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Europäer der Zukunft vorwegzunehmen: nur mit ihren Vordergründen, oder in schwächeren Stunden, etwa im Alter, gehörten sie zu den "Vaterländern", - sie ruhten sich nur von sich selber aus, wenn sie "Patrioten" wurden.
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- Ist das noch deutsch? - Aus deutschem Herzen kam dies schwüle Kreischen? Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Entfleischen? Deutsch ist dies Priester-Händespreitzen, Dies weihrauch-düftelnde Sinne-Reizen? Und deutsch dies Stocken, Stürzen, Taumeln, Dies ungewisse Bimbambaumeln? Dies Nonnen-Äugeln, Ave-Glocken-Bimmeln, Dies ganze falsch verzückte Himmel-Überhimmeln? - Ist Das noch deutsch? - Erwägt! Noch steht ihr an der Pforte: - Denn, was ihr hört, ist Rom, - Rom's Glaube ohne Worte! Neuntes Hauptstück: Was ist vornehm? 257.
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Die Mittelmässigen allein haben Aussicht, sich fortzusetzen, sich fortzupflanzen, - sie sind die Menschen der Zukunft, die einzig überlebenden; "seid wie sie! werdet mittelmässig!" heisst nunmehr die alleinige Moral, die noch Sinn hat, die noch Ohren findet.
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