Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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twilight, Zarathustra? And
what hidest thou so carefully under thy mantle?

Is it a treasure that hath been given thee? Or a child that hath been
born thee? Or goest thou thyself on a thief's errand, thou friend of the
evil?"--

Verily, my brother, said Zarathustra, it is a treasure that hath been
given me: it is a little truth which I carry.

But it is naughty, like a young child; and if I hold not its mouth, it
screameth too loudly.

As I went on my way alone to-day, at the hour when the sun declineth,
there met me an old woman, and she spake thus unto my soul:

"Much hath Zarathustra spoken also to us women, but never spake he unto
us concerning woman."

And I answered her: "Concerning woman, one should only talk unto men."

"Talk also unto me of woman," said she; "I am old enough to forget it
presently."

And I obliged the old woman and spake thus unto her:

Everything in woman is a riddle, and everything in woman hath one
solution--it is called pregnancy.

Man is for woman a means: the purpose is always the child. But what is
woman for man?

Two different things wanteth the true man: danger and diversion.
Therefore wanteth he woman, as the most dangerous plaything.

Man shall be trained for war, and woman for the recreation of the
warrior: all else is folly.

Too sweet fruits--these the warrior liketh not. Therefore liketh he
woman;--bitter is even the sweetest woman.

Better than man doth woman understand children, but man is more childish
than woman.

In the true man there is a child hidden: it wanteth to play. Up then, ye
women, and discover the child in man!

A plaything let woman be, pure and fine like the precious stone,
illumined with the virtues of a world not yet come.

Let the beam of a star shine in your love! Let your hope say: "May I
bear the Superman!"

In your love let there be valour! With your love shall ye assail him who
inspireth you with fear!

In your love be your honour! Little doth woman understand otherwise
about honour. But let this be your honour: always to love more than ye
are loved, and never be the second.

Let man fear woman when she loveth: then maketh she every sacrifice, and
everything else she regardeth as worthless.

Let man fear woman when she hateth: for man in his innermost soul is
merely evil; woman, however, is mean.

Whom hateth woman most?--Thus spake the iron to the loadstone: "I hate
thee most, because thou attractest, but art too weak to draw unto thee."

The

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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- Auch der Dichter, der Künstler schiebt seinen Stimmungen und Zuständen Ursachen unter, welche durchaus nicht die wahren sind; er erinnert insofern an älteres Menschenthum und kann uns zum Verständnisse desselben verhelfen.
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- Wie arm wäre der menschliche Geist ohne die Eitelkeit! So aber gleicht er einem wohlgefüllten und immer neu sich füllenden Waarenmagazin, welches Käufer jeder Art anlockt: Alles fast können sie finden, Alles haben, vorausgesetzt, dass sie die gültige Münzsorte (Bewunderung) mit sich bringen.
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Ursprung der Gerechtigkeit.
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hindurch die Kinder angelernt worden sind, solche Handlungen zu bewundern und nachzuahmen, ist allmählich der Anschein entstanden, als sei eine gerechte Handlung eine unegoistische: auf diesem Anschein aber beruht die hohe Schätzung derselben, welche überdiess, wie alle Schätzungen, fortwährend noch im Wachsen ist: denn etwas Hochgeschätztes wird mit Aufopferung erstrebt, nachgeahmt, vervielfältigt und wächst dadurch, dass der Werth der aufgewandten Mühe und Beeiferung von jedem Einzelnen noch zum Werthe des geschätzten Dinges hinzugeschlagen wird.
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In dem Zustand vor dem Staate tödten wir das Wesen, sei es Affe oder Mensch, welches uns eine Frucht des Baumes vorwegnehmen will, wenn wir gerade Hunger haben und auf den Baum zulaufen: wie wir es noch jetzt bei Wanderungen in unwirthlichen Gegenden mit dem Thiere thun würden.
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- In der Periode der Aufklärung war man der Bedeutung der Religion nicht gerecht geworden, daran ist nicht zu zweifeln: aber ebenso steht fest, dass man, in dem darauffolgenden Widerspiel der Aufklärung, wiederum um ein gutes Stück über die Gerechtigkeit hinausgieng, indem man die Religionen mit Liebe, selbst mit Verliebtheit behandelte und ihnen zum Beispiel ein tieferes, ja das allertiefste Verständniss der Welt zuerkannte; welches die Wissenschaft des dogmatischen Gewandes zu entkleiden habe, um dann in unmythischer Form die "Wahrheit" zu besitzen.
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der Selbstverleugnung, und nicht nur in der Rache, etwas Grosses liege, musste der Menschheit erst in langer Gewöhnung anerzogen werden; eine Gottheit, welche sich selbst opfert, war das stärkste und wirkungsvollste Symbol dieser Art von Grösse.
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Das Verschrobene und Kranke in seiner Natur, mit ihrer Zusammenkoppelung von geistiger Armuth, schlechtem Wissen, verdorbener Gesundheit, überreizten Nerven, blieb seinem Blick ebenso wie dem seiner Beschauer verborgen.
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Der langsame Pfeil der Schönheit.
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Freilich: wenn er nichts Bedeutendes ist, wird jedermann seine Geschwätzigkeit verwünschen, mit der er uns aus seinem Leben erzählt.
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Künstler sind häufig zügellose Individuen, soweit sie eben nicht Künstler sind: aber das ist etwas Anderes.
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Charakter Festigkeit schon als Angebinde gegeben und nachher noch anerzogen.
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Ziele, Ungunst der Verhältnisse sah man ja die fruchtbarsten, mächtigsten Menschen erwachsen: wie konnte diess doch mit rechten Dingen zugehen? - jetzt wird man, bald auch in diesen Fällen, näher zusehen, sorgsamer prüfen: Wunder wird man dabei niemals entdecken.
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Schwergewicht in ihrem Schiffe, um sicher in den Ocean der Zukunft hineinsegeln zu können.
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Zu Gunsten des Krieges: er barbarisirt in beiden eben genannten Wirkungen und macht dadurch natürlicher; er ist für die Cultur Schlaf oder Winterszeit, der Mensch kommt kräftiger zum Guten und Bösen aus ihm heraus.
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Solche kleine Vergehen der Unredlichkeit oder vielleicht nur einer unredlichen Verschwiegenheit sind von dem Einzelnen nicht schwer zu tragen, doch sind die Folgen ausserordentlich, weil diese kleinen Vergehen von Vielen zu gleicher Zeit begangen werden.
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Ueberall, wo man sich bestrebt, einzelne Menschen in das Uebermenschliche hinaufzuheben, entsteht auch die Neigung, ganze Schichten des Volkes sich roher und niedriger vorzustellen, als sie wirklich sind.
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Leben und Erleben.