Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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outlook by falling victims to the narrowest
and most superstitious of creeds. So much for the introduction of the
ass as an object of worship.

Now, with regard to the actual service and Ass-Festival, no reader who
happens to be acquainted with the religious history of the Middle Ages
will fail to see the allusion here to the asinaria festa which were by
no means uncommon in France, Germany, and elsewhere in Europe during the
thirteenth, fourteenth, and fifteenth centuries.

Chapter LXXVIII. The Ass-Festival.

At length, in the middle of their feast, Zarathustra bursts in upon
them and rebukes them soundly. But he does not do so long; in the
Ass-Festival, it suddenly occurs to him, that he is concerned with a
ceremony that may not be without its purpose, as something foolish but
necessary--a recreation for wise men. He is therefore highly pleased
that the higher men have all blossomed forth; they therefore require
new festivals,--"A little valiant nonsense, some divine service and
ass-festival, some old joyful Zarathustra fool, some blusterer to blow
their souls bright."

He tells them not to forget that night and the ass-festival, for "such
things only the convalescent devise! And should ye celebrate it again,"
he concludes, "do it from love to yourselves, do it also from love to
me! And in remembrance of ME!"

Chapter LXXIX. The Drunken Song.

It were the height of presumption to attempt to fix any particular
interpretation of my own to the words of this song. With what has gone
before, the reader, while reading it as poetry, should be able to seek
and find his own meaning in it. The doctrine of the Eternal Recurrence
appears for the last time here, in an art-form. Nietzsche lays stress
upon the fact that all happiness, all delight, longs for repetitions,
and just as a child cries "Again! Again!" to the adult who happens to
be amusing him; so the man who sees a meaning, and a joyful meaning, in
existence must also cry "Again!" and yet "Again!" to all his life.

Chapter LXXX. The Sign.

In this discourse, Nietzsche disassociates himself finally from the
higher men, and by the symbol of the lion, wishes to convey to us that
he has won over and mastered the best and the most terrible in nature.
That great power and tenderness are kin, was already his belief in
1875--eight years before he wrote this speech, and when the birds and
the lion come to him, it is because he is the embodiment of the two
qualities. All that is terrible and great in nature, the higher men are
not yet prepared for;

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Und wenn man gegen die Metaphysik Misstrauen hat, so giebt es im Ganzen und Grossen die selben Folgen, wie wenn sie direct widerlegt wäre und man nicht mehr an sie glauben dürfte.
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Warum doch lässt man sich den reichsten und harmlosesten Stoff der Unterhaltung entgehen? Warum liest man nicht einmal die grossen Meister der psychologischen Sentenz mehr? - denn, ohne jede Uebertreibung gesprochen: der Gebildete in Europa, der La Rochefoucauld und seine Geistes- und Kunstverwandten gelesen hat, ist selten zu finden; und noch viel seltener Der, welcher sie kennt und sie nicht schmäht.
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- Also: ob die psychologische Beobachtung mehr Nutzen oder Nachtheil über die Menschen bringe, das.
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Grad der moralischen Erhitzbarkeit unbekannt.
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Ebenso die Dankbarkeit.
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Kunst und Kraft der falschen Interpretation.
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Dieser Wunsch verleitet uns, schlechte Gründe als gute einzukaufen.
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Ernüchterte, vom Affect ausruhende Menschen verstehen die Moralität jener Augenblicke nicht mehr, aber die Bewunderung Aller, die jene miterlebten, hält sie aufrecht; der Stolz ist ihr Trost, wenn der Affect und das Verständniss ihrer That weicht.
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Alles Natürliche, an welches der Mensch die Vorstellung des Schlechten, Sündhaften anhängt (wie er es zum Beispiel noch jetzt in Betreff des Erotischen gewöhnt ist), belästigt, verdüstert die Phantasie, giebt einen scheuen Blick, lässt den Menschen mit sich selber hadern und macht ihn unsicher und vertrauenslos; selbst seine Träume bekommen einen Beigeschmack des gequälten Gewissens.
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- Wenn die Kunst ein Individuum gewaltig ergreift, dann zieht es dasselbe zu Anschauungen solcher Zeiten zurück, wo die Kunst am kräftigsten blühte, sie wirkt dann zurückbildend.
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Rhythmische Opfer.
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Den Franzosen selber fehlten nach Voltaire auf einmal die grossen Talente, welche die Entwickelung der Tragödie aus dem Zwange zu jenem Scheine der Freiheit fortgeführt hätten; sie machten später nach deutschem Vorbilde auch den Sprung in eine Art von Rousseau'schem Naturzustand der Kunst und experimentirten.
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Das ist gar nicht so etwas Natürliches, wie Schopenhauer annimmt, wenn er sagt: "zu schliessen sind Alle, zu urtheilen Wenige fähig", sondern ist spät erlernt und jetzt noch nicht zur Herrschaft gelangt.
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Denn es giebt im Verkehre mit Menschen keine grössere Thorheit, als sich den Ruf der Anmaassung zuzuziehen; es ist noch schlimmer, als wenn man nicht gelernt hat, höflich zu lügen.
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- Die Ehe ist für die zwanziger Jahre einnöthiges, für die dreissiger ein nützliches, aber nicht nöthiges Institut: für das spätere Leben wird sie oft schädlich und befördert die geistige Rückbildung des Mannes.
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- Als die kaiserlich gewordenen Römer der Kriege etwas müde wurden, versuchten sie aus Thierhetzen, Gladiatorenkämpfen und Christenverfolgungen sich neue Kraft zu gewinnen.
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- Der Reichthum erzeugt nothwendig eine Aristokratie der Rasse, denn er gestattet die schönsten Weiber zu wählen, die besten Lehrer zu besolden, er gönnt dem Menschen Reinlichkeit, Zeit zu körperlichen Uebungen und vor Allem Abwendung von verdumpfender körperlicher Arbeit.
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- Wenn Einer viel und klug denkt, so bekommt nicht nur sein Gesicht, sondern auch sein.
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- Die Menschen, welche lieber auffallen und dabei missfallen wollen, begehren das Selbe wie Die, welche nicht auffallen und gefallen wollen, nur in einem viel höheren Grade und indirect, vermittelst einer Stufe, durch welche sie sich scheinbar von ihrem Ziele entfernen.
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