Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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will be found fully elucidated in the fifth part
of "The Twilight of the Idols"; but for those who cannot refer to
this book, it were well to point out that Nietzsche called the present
period--our period--the noon of man's history. Dawn is behind us. The
childhood of mankind is over. Now we KNOW; there is now no longer any
excuse for mistakes which will tend to botch and disfigure the type man.
"With respect to what is past," he says, "I have, like all discerning
ones, great toleration, that is to say, GENEROUS self-control...But my
feeling changes suddenly, and breaks out as soon as I enter the modern
period, OUR period. Our age KNOWS..." (See Note on Chapter LXX.).

Chapter LI. On Passing-by.

Here we find Nietzsche confronted with his extreme opposite, with
him therefore for whom he is most frequently mistaken by the unwary.
"Zarathustra's ape" he is called in the discourse. He is one of those
at whose hands Nietzsche had to suffer most during his life-time, and
at whose hands his philosophy has suffered most since his death. In this
respect it may seem a little trivial to speak of extremes meeting; but
it is wonderfully apt. Many have adopted Nietzsche's mannerisms and
word-coinages, who had nothing in common with him beyond the ideas and
"business" they plagiarised; but the superficial observer and a large
portion of the public, not knowing of these things,--not knowing perhaps
that there are iconoclasts who destroy out of love and are therefore
creators, and that there are others who destroy out of resentment and
revengefulness and who are therefore revolutionists and anarchists,--are
prone to confound the two, to the detriment of the nobler type.

If we now read what the fool says to Zarathustra, and note the tricks of
speech he has borrowed from him: if we carefully follow the attitude
he assumes, we shall understand why Zarathustra finally interrupts him.
"Stop this at once," Zarathustra cries, "long have thy speech and
thy species disgusted me...Out of love alone shall my contempt and my
warning bird take wing; BUT NOT OUT OF THE SWAMP!" It were well if
this discourse were taken to heart by all those who are too ready to
associate Nietzsche with lesser and noiser men,--with mountebanks and
mummers.

Chapter LII. The Apostates.

It is clear that this applies to all those breathless and hasty "tasters
of everything," who plunge too rashly into the sea of independent
thought and "heresy," and who, having miscalculated their strength, find
it impossible to keep their head above water. "A little older, a little
colder," says Nietzsche. They soon clamber

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Ich bin nicht viel mehr als ein Thier, das man tanzen gelehrt hat, durch Schläge und schmale Bissen.
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Wunderliche Launen hat mein Hunger.
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Seine Weisheit heisst: wachen, um gut zu schlafen.
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Rückwärts blicken sie immer nach dunklen Zeiten: da freilich war Wahn und Glaube ein ander Ding; Raserei der Vernunft war Gottähnlichkeit, und Zweifel Sünde.
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Zarathustra freute sich des Stabes und stützte sich darauf; dann sprach er also zu seinen Jüngern.
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Fremde aber und Arme mögen sich die Frucht selber von meinem Baume pflücken: so beschämt es weniger.
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Ach, auch deren Geschrei drang zu euren Ohren, ihr Tugendhaften: was ich _nicht_ bin, das, das ist mir Gott und Tugend! Und Andre giebt es, die kommen schwer und knarrend daher, gleich Wägen, die Steine abwärts fahren: die reden viel von Würde und Tugend, - ihren Hemmschuh heissen sie Tugend! Und Andre giebt es, die sind gleich Alltags-Uhren, die aufgezogen wurden; sie machen ihr Tiktak und wollen, dass man Tiktak - Tugend heisse.
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In der Wüste wohnten von je die Wahrhaftigen, die freien Geister, als der Wüste Herren;.
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Und wie das Kleinere sich dem Grösseren hingiebt, dass es Lust und Macht am Kleinsten habe: also giebt sich auch das Grösste noch hin und setzt um der Macht willen - das Leben dran.
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Die Nacht aber war kalt in dieser Höhe und klar und hellgestirnt.
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Und wahrlich! Wo solche Bäume bei einander stehn, da _sind_ glückselige Inseln! Aber einstmals will ich sie ausheben und einen jeden für sich allein stellen: dass er Einsamkeit lerne und Trotz und Vorsicht.
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Raub-Katzen: sie nehmen dir und mir, was uns gemein ist, - das ungeheure unbegrenzte Ja- und Amen-sagen.
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Oh Menschenwesen, du wunderliches! Du Lärm auf dunklen Gassen! Nun liegst du wieder hinter mir: - meine grösste Gefahr liegt hinter mir! Im Schonen und Mitleiden lag immer meine grösste Gefahr; und alles Menschenwesen will geschont und gelitten sein.
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so bot sich mir die Welt: - - als ob ein Baum mir winke, ein breitästiger, starkwilliger, gekrümmt zur Lehne und noch zum Fussbrett für den Wegmüden: so stand die Welt auf meinem Vorgebirge: - - als ob zierliche Hände mir einen Schrein entgegentrügen, - einen Schrein offen für das Entzücken schamhafter verehrender Augen: also bot sich mir heute die Welt entgegen: - - nicht Räthsel genug, um Menschen-Liebe davon zu scheuchen, nicht Lösung genug, um Menschen-Weisheit einzuschläfern: - ein menschlich gutes Ding war mir heut die Welt, der man so Böses nachredet! Wie danke ich es meinem Morgentraum, dass ich also in der Frühe heut die Welt wog! Als ein menschlich gutes Ding kam er zu mir, dieser Traum und Herzenströster! Und dass ich's ihm gleich thue am Tage und sein Bestes ihm nach- und ablerne: will ich jetzt die drei bösesten Dinge auf die Wage thun und menschlich gut abwägen.
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Ich schliesse Kreise um mich und heilige Grenzen; immer Wenigere steigen mit mir auf immer höhere Berge, - ich baue ein Gebirge aus immer heiligeren Bergen.
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Desswillen will ich, dass Redliche zu einander reden: "wir lieben uns: lasst uns _zusehn_, dass wir uns lieb behalten! Oder soll unser Versprechen ein Versehen sein?" - "Gebt uns eine Frist und kleine Ehe, dass wir zusehn, ob wir zur grossen Ehe taugen! Es ist ein grosses Ding, immer zu Zwein sein!" Also rathe ich allen Redlichen; und was wäre denn meine Liebe zum Übermenschen und zu Allem, was kommen soll, wenn ich anders riethe und redete! Nicht nur fort euch zu pflanzen, sondern _hinauf_ - dazu, oh meine Brüder, helfe euch der Garten der Ehe! 25.
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Als Zarathustra diese Reden sprach, stand er nahe dem Eingange seiner Höhle; mit den letzten Worten aber entschlüpfte er seinen Gästen und floh für eine kurze Weile in's Freie.
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"Wie! rief er, was hörte ich da eben? Wahrlich, mich dünkt, du bist ein Narr oder ich selber bin's: und deine `Wahrheit` stelle ich rucks und flugs auf den Kopf.
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Möge Gott es bessern! Amen! Diese schönste Luft trinkend, Mit Nüstern geschwellt gleich Bechern, Ohne Zukunft, ohne Erinnerungen, So sitze ich hier, ihr Allerliebsten Freundinnen, Und sehe der Palme zu, Wie sie, einer Tänzerin gleich, Sich biegt und schmiegt und in der Hüfte wiegt, - man thut es mit, sieht man lange zu! Einer Tänzerin gleich, die, wie mir scheinen will, Zu lange schon, gefährlich lange Immer, immer nur auf Einem Beine stand? - da vergass sie darob, wie mir scheinen will, Das andre Bein? Vergebens wenigstens Suchte ich das vermisste Zwillings-Kleinod - nämlich das andre Bein - In der heiligen Nähe Ihres allerliebsten, allerzierlichsten Fächer- und Flatter- und Flitterröckchens.
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Und wer möchte auch errathen, welche Gedanken dabei über Zarathustra's Seele liefen? Ersichtlich aber wich sein Geist zurück und floh voraus und war in weiten Fernen und gleichsam "auf hohem Joche, wie geschrieben steht, zwischen zwei Meeren, - zwischen Vergangenem und Zukünftigem als schwere Wolke wandelnd.