Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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you, the sorrow-sighing, and all the
populace-sadness! Oh, how sad the buffoons of the populace seem to me
to-day! This to-day, however, is that of the populace.

20.

Do like unto the wind when it rusheth forth from its mountain-caves:
unto its own piping will it dance; the seas tremble and leap under its
footsteps.

That which giveth wings to asses, that which milketh the lionesses:--
praised be that good, unruly spirit, which cometh like a hurricane unto
all the present and unto all the populace,--

--Which is hostile to thistle-heads and puzzle-heads, and to all
withered leaves and weeds:--praised be this wild, good, free spirit of
the storm, which danceth upon fens and afflictions, as upon meadows!

Which hateth the consumptive populace-dogs, and all the ill-constituted,
sullen brood:--praised be this spirit of all free spirits, the laughing
storm, which bloweth dust into the eyes of all the melanopic and
melancholic!

Ye higher men, the worst thing in you is that ye have none of you
learned to dance as ye ought to dance--to dance beyond yourselves! What
doth it matter that ye have failed!

How many things are still possible! So LEARN to laugh beyond yourselves!
Lift up your hearts, ye good dancers, high! higher! And do not forget
the good laughter!

This crown of the laughter, this rose-garland crown: to you my brethren
do I cast this crown! Laughing have I consecrated; ye higher men, LEARN,
I pray you--to laugh!




LXXIV. THE SONG OF MELANCHOLY.

1.

When Zarathustra spake these sayings, he stood nigh to the entrance of
his cave; with the last words, however, he slipped away from his guests,
and fled for a little while into the open air.

"O pure odours around me," cried he, "O blessed stillness around me! But
where are mine animals? Hither, hither, mine eagle and my serpent!

Tell me, mine animals: these higher men, all of them--do they perhaps
not SMELL well? O pure odours around me! Now only do I know and feel how
I love you, mine animals."

--And Zarathustra said once more: "I love you, mine animals!" The eagle,
however, and the serpent pressed close to him when he spake these
words, and looked up to him. In this attitude were they all three silent
together, and sniffed and sipped the good air with one another. For the
air here outside was better than with the higher men.

2.

Hardly, however, had Zarathustra left the cave when the old magician got
up, looked cunningly about him, and said: "He is gone!

And already, ye higher men--let me tickle you with this complimentary
and flattering name, as he himself doeth--already doth mine evil

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Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

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Allmählich hat sich mir herausgestellt, was jede grosse Philosophie bisher war: nämlich das Selbstbekenntnis ihres Urhebers und eine Art ungewollter und unvermerkter mémoires; insgleichen, dass die moralischen (oder unmoralischen) Absichten in jeder Philosophie den eigentlichen Lebenskeim ausmachten, aus dem jedesmal die ganze Pflanze gewachsen ist.
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- Man muss aber noch weiter gehn und auch dem "atomistischen Bedürfnisse", das immer noch ein gefährliches Nachleben führt, auf Gebieten, wo es Niemand ahnt, gleich jenem berühmteren "metaphysischen Bedürfnisse" - den Krieg erklären, einen schonungslosen Krieg auf's Messer: - man muss zunächst auch jener anderen und verhängnissvolleren Atomistik den Garaus machen, welche das Christenthum am besten und längsten gelehrt hat, der Seelen-Atomistik.
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Allerwelts-Bücher sind immer übelriechende Bücher: der Kleine-Leute-Geruch klebt daran.
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welche den feinsten und redlichsten, auch den boshaftesten Gewissen von heute, als lebendigen Probirsteinen der Seele, vorbehalten blieb.
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und zu misshandeln, um wenigstens an diesem einzigen Mitwisser seine Rache zu haben: - die Scham ist erfinderisch.
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gehören, kurz und schlimm, unter die Nivellirer, diese fälschlich genannten "freien Geister" - als beredte und schreibfingrige Sklaven des demokratischen Geschmacks und seiner "modernen Ideen": allesammt Menschen ohne Einsamkeit, ohne eigne Einsamkeit, plumpe brave Burschen, welchen weder Muth noch achtbare Sitte abgesprochen werden soll, nur dass sie eben unfrei und zum Lachen oberflächlich sind, vor Allem mit ihrem Grundhange, in den Formen der bisherigen alten Gesellschaft ungefähr die Ursache für alles menschliche Elend und Missrathen zu sehn: wobei die Wahrheit glücklich auf den Kopf zu stehn kommt! Was sie mit allen Kräften erstreben möchten, ist das allgemeine grüne Weide-Glück der Heerde, mit Sicherheit, Ungefährlichkeit, Behagen, Erleichterung des Lebens für Jedermann; ihre beiden am reichlichsten abgesungnen Lieder und Lehren heissen "Gleichheit der Rechte" und "Mitgefühl für alles Leidende", - und das Leiden selbst wird von ihnen als Etwas genommen, das man abschaffen muss.
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Es giebt vielleicht einen Grund dazu, eine ganz grosse Gefahr, über welche der Asket, Dank seinen geheimen Zusprechern und Besuchern, näher unterrichtet sein möchte? Genug, die Mächtigen der Welt lernten vor ihm eine neue Furcht, sie ahnten eine neue Macht, einen fremden, noch unbezwungenen Feind: - der "Wille zur Macht" war es, der sie nöthigte, vor dem Heiligen stehen zu bleiben.
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Was wir am besten thun, von dem möchte unsre Eitelkeit, dass es grade als Das gelte, was uns am schwersten werde.
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Was hilft es! Wir können nicht anders: denn gerade hier liegt unsre neue Einsicht.
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droht.
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" Und nochmals gefragt: ist heute - Grösse möglich? 213.
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Die Juden sind aber ohne allen Zweifel die stärkste, zäheste und reinste Rasse, die jetzt in Europa lebt; sie verstehen es, selbst noch unter den schlimmsten Bedingungen sich durchzusetzen (besser sogar, als unter günstigen), vermöge irgend welcher Tugenden, die man heute gern zu Lastern stempeln möchte, - Dank, vor Allem, einem resoluten Glauben, der sich vor den "modernen Ideen" nicht zu schämen braucht; sie verändern sich, wenn sie sich verändern, immer nur so, wie das russische Reich seine Eroberungen macht, - als ein Reich, das Zeit hat und nicht von Gestern ist -: nämlich nach dem Grundsatze "so langsam als möglich!" Ein Denker, der die Zukunft Europa's auf seinem Gewissen hat, wird, bei allen Entwürfen, welche er bei sich über.
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- Ist das noch deutsch? - Aus deutschem Herzen kam dies schwüle Kreischen? Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Entfleischen? Deutsch ist dies Priester-Händespreitzen, Dies weihrauch-düftelnde Sinne-Reizen? Und deutsch dies Stocken, Stürzen, Taumeln, Dies ungewisse Bimbambaumeln? Dies Nonnen-Äugeln, Ave-Glocken-Bimmeln, Dies ganze falsch verzückte Himmel-Überhimmeln? - Ist Das noch deutsch? - Erwägt! Noch steht ihr an der Pforte: - Denn, was ihr hört, ist Rom, - Rom's Glaube ohne Worte! Neuntes Hauptstück: Was ist vornehm? 257.
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Gesetzt, dass die Vergewaltigten, Gedrückten, Leidenden, Unfreien, Ihrer-selbst-Ungewissen und Müden moralisiren: was wird das Gleichartige ihrer moralischen Werthschätzungen sein? Wahrscheinlich wird ein pessimistischer Argwohn gegen die ganze Lage des Menschen zum Ausdruck kommen, vielleicht eine Verurtheilung des Menschen mitsammt seiner Lage.
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in simile, die Fortbildung des Menschen in's Ähnliche, Gewöhnliche, Durchschnittliche, Heerdenhafte - in's Gemeine! - zu kreuzen.
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"Aber was ist dir begegnet?" - "Ich weiss es nicht, sagte er zögernd; vielleicht sind mir die Harpyien über den Tisch geflogen.
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Mit einer ungeheuren und stolzen Gelassenheit leben; immer jenseits -.
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