Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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up from the path the word "Superman,"
and that man is something that must be surpassed.

--That man is a bridge and not a goal--rejoicing over his noontides and
evenings, as advances to new rosy dawns:

--The Zarathustra word of the great noontide, and whatever else I have
hung up over men like purple evening-afterglows.

Verily, also new stars did I make them see, along with new nights;
and over cloud and day and night, did I spread out laughter like a
gay-coloured canopy.

I taught them all MY poetisation and aspiration: to compose and collect
into unity what is fragment in man, and riddle and fearful chance;--

--As composer, riddle-reader, and redeemer of chance, did I teach them
to create the future, and all that HATH BEEN--to redeem by creating.

The past of man to redeem, and every "It was" to transform, until the
Will saith: "But so did I will it! So shall I will it--"

--This did I call redemption; this alone taught I them to call
redemption.--

Now do I await MY redemption--that I may go unto them for the last time.

For once more will I go unto men: AMONGST them will my sun set; in dying
will I give them my choicest gift!

From the sun did I learn this, when it goeth down, the exuberant one:
gold doth it then pour into the sea, out of inexhaustible riches,--

--So that the poorest fisherman roweth even with GOLDEN oars! For this
did I once see, and did not tire of weeping in beholding it.--

Like the sun will also Zarathustra go down: now sitteth he here
and waiteth, old broken tables around him, and also new
tables--half-written.

4.

Behold, here is a new table; but where are my brethren who will carry it
with me to the valley and into hearts of flesh?--

Thus demandeth my great love to the remotest ones: BE NOT CONSIDERATE OF
THY NEIGHBOUR! Man is something that must be surpassed.

There are many divers ways and modes of surpassing: see THOU thereto!
But only a buffoon thinketh: "man can also be OVERLEAPT."

Surpass thyself even in thy neighbour: and a right which thou canst
seize upon, shalt thou not allow to be given thee!

What thou doest can no one do to thee again. Lo, there is no requital.

He who cannot command himself shall obey. And many a one CAN command
himself, but still sorely lacketh self-obedience!

5.

Thus wisheth the type of noble souls: they desire to have nothing
GRATUITOUSLY, least of all, life.

He who is of the populace wisheth to live gratuitously; we others,
however, to whom life

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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"Projekt Gutenberg - DE" Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra Ein Buch für Alle und Keinen Inhaltsverzeichnis Erster Theil Zarathustra's Vorrede Die Reden Zarathustra's Von den drei Verwandlungen Von den Lehrstühlen der Tugend Von den Hinterweltlern Von den Verächtern des Leibes Von den Freuden- und Leidenschaften Vom bleichen Verbrecher Vom Lesen und Schreiben Vom Baum am Berge Von den Predigern des Todes Vom Krieg und Kriegsvolke Vom neuen Götzen Von den Fliegen des Marktes Von der Keuschheit Vom Freunde Von tausend und Einem Ziele Von der Nächstenliebe Vom Wege des Schaffenden Von alten und jungen Weiblein Vom Biss der Natter Von Kind und Ehe Vom freien Tode Von der schenkenden Tugend Zweiter Theil Das Kind mit dem Spiegel Auf den glückseligen Inseln Von den Mitleidigen Von den Priestern Von den Tugendhaften Vom Gesindel Von den Taranteln Von den berühmten Weisen Das Nachtlied Das Tanzlied Das Grablied Von der Selbst-Überwindung Von den Erhabenen Vom Lande der Bildung Von der unbefleckten Erkenntniss Von den Gelehrten Von den Dichtern Von grossen Ereignissen Der Wahrsager Von der Erlösing Von der Menschen-Klugheit .
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Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beisst er, der Bissige.
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Was geschah mir doch, meine Thiere? - sagte Zarathustra.
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- Reden wir nur davon, ihr Weisesten, ob es gleich schlimm ist.
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Und wahrhaftig, das ungeheure Ohr sass auf einem kleinen dünnen Stiele, - der Stiel aber war ein Mensch! Wer ein Glas vor das Auge nahm, konnte sogar noch ein kleines neidisches Gesichtchen erkennen; auch, dass ein gedunsenes Seelchen am Stiele baumelte.
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`Strafe` nämlich, so heisst sich die Rache selber: mit einem Lügenwort heuchelt sie sich ein gutes Gewissen.
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Seine zweiten Gesellen aber - die werden sich seine _Gläubigen_ heissen: ein lebendiger Schwarm, viel Liebe, viel Thorheit, viel unbärtige Verehrung.
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Die Schlange aber und der Adler, als sie ihn solchermaassen schweigsam fanden, ehrten die grosse Stille um ihn und machten sich behutsam davon.
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"Oh Zarathustra, sagten sie, schaust du wohl aus nach deinem Glücke?" - "Was liegt am Glücke! antwortete er, ich trachte lange nicht mehr nach Glücke, ich trachte nach meinem Werke.
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"Nein! Nein! Drei Mal Nein! rief er mit starker Stimme und strich sich den Bart - _Das_ weiss ich besser! Es giebt noch glückselige Inseln! Stille _davon_, du seufzender Trauersack! Höre _davon_ auf zu plätschern, du Regenwolke am Vormittag! Stehe ich denn nicht schon da, nass von deiner Trübsal und begossen wie ein Hund? Nun schüttle ich mich und laufe dir davon, dass ich wieder trocken werde: dess darfst du nicht Wunder haben! Dünke ich dir unhöflich? Aber hier ist _mein_ Hof.
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Es sind süssliche zudringliche Hunde, sie vergolden Palmenblätter.
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Aber was half's! Immer wieder stachst du uns in Ohr und Herz mit deinen Sprüchen.
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So schminktest du.
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" "_Was_ weiss heute alle Welt? fragte Zarathustra.
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Lass ihn fahren, er ist dahin.
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Es war ein verborgener Gott, voller Heimlichkeit.
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mehr, das ich liebe, - wie sollte ich noch mich selber lieben? `Leben, wie ich Lust habe, oder gar nicht leben`: so will ich's, so will's auch der Heiligste.
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Ja, er zwingt mich, dass meine Seele sich ausstreckt: - - wie sie mir lang und müde wird, meine wunderliche Seele! Kam ihr eines siebenten Tages Abend gerade am Mittage? Wandelte sie zu lange schon selig zwischen guten und reifen Dingen? Sie streckt sich lang aus, lang, - länger! sie liegt stille, meine wunderliche Seele.
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Denn sie dünkte ihm ein Zeichen der Genesung.
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Ihr höheren Menschen, was dünket euch? Bin ich ein Wahrsager? Ein Träumender? Trunkener? Ein Traumdeuter? Eine Mitternachts-Glocke? Ein Tropfen Thau's? Ein Dunst und Duft der Ewigkeit? Hört ihr's nicht? Riecht ihr's nicht? Eben ward meine Welt vollkommen, Mitternacht ist auch Mittag, - Schmerz ist auch eine Lust, Fluch ist auch ein Segen, Nacht ist auch eine Sonne, - geht davon oder ihr lernt: ein Weiser ist auch ein Narr.