Thus Spake Zarathustra: A Book for All and None

By Friedrich Nietzsche

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"It is time!" But I--heard not,
until at last mine abyss moved, and my thought bit me.

Ah, abysmal thought, which art MY thought! When shall I find strength to
hear thee burrowing, and no longer tremble?

To my very throat throbbeth my heart when I hear thee burrowing! Thy
muteness even is like to strangle me, thou abysmal mute one!

As yet have I never ventured to call thee UP; it hath been enough that
I--have carried thee about with me! As yet have I not been strong
enough for my final lion-wantonness and playfulness.

Sufficiently formidable unto me hath thy weight ever been: but one day
shall I yet find the strength and the lion's voice which will call thee
up!

When I shall have surmounted myself therein, then will I surmount myself
also in that which is greater; and a VICTORY shall be the seal of my
perfection!--

Meanwhile do I sail along on uncertain seas; chance flattereth me,
smooth-tongued chance; forward and backward do I gaze--, still see I no
end.

As yet hath the hour of my final struggle not come to me--or doth it
come to me perhaps just now? Verily, with insidious beauty do sea and
life gaze upon me round about:

O afternoon of my life! O happiness before eventide! O haven upon high
seas! O peace in uncertainty! How I distrust all of you!

Verily, distrustful am I of your insidious beauty! Like the lover am I,
who distrusteth too sleek smiling.

As he pusheth the best-beloved before him--tender even in severity, the
jealous one--, so do I push this blissful hour before me.

Away with thee, thou blissful hour! With thee hath there come to me an
involuntary bliss! Ready for my severest pain do I here stand:--at the
wrong time hast thou come!

Away with thee, thou blissful hour! Rather harbour there--with my
children! Hasten! and bless them before eventide with MY happiness!

There, already approacheth eventide: the sun sinketh. Away--my
happiness!--

Thus spake Zarathustra. And he waited for his misfortune the whole
night; but he waited in vain. The night remained clear and calm, and
happiness itself came nigher and nigher unto him. Towards morning,
however, Zarathustra laughed to his heart, and said mockingly:
"Happiness runneth after me. That is because I do not run after women.
Happiness, however, is a woman."




XLVIII. BEFORE SUNRISE.

O heaven above me, thou pure, thou deep heaven! Thou abyss of light!
Gazing on thee, I tremble with divine desires.

Up to thy height to toss myself--that is MY depth! In thy purity to hide
myself--that is MINE innocence!

The God veileth his beauty: thus hidest thou

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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von Gefühlen und Gedanken, welche zuletzt, wenn sie blitzschnell hinter einander erfolgen, nicht einmal mehr als Complexe, sondern als Einheiten empfunden werden.
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Das Unlogische nothwendig.
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Noch jetzt meinen viele Gebildete, der Sieg des Christenthums über die griechische Philosophie sei ein Beweis für die grössere Wahrheit des ersteren, - obwohl in diesem Falle nur das Gröbere und Gewaltsamere über das Geistigere und Zarte gesiegt hat.
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Absichtlich schädigen, wenn es sich um unsere Existenz oder Sicherheit (Erhaltung unseres Wohlbefindens) handelt, wird als moralisch concedirt; der Staat schädigt selber unter diesem Gesichtspunct, wenn er Strafen verhängt.
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Das Ungriechische im Christenthum.
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Von der Klugheit des Christenthums.
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Bevor wir diesen Zustand in seinen weiteren Folgen uns vorlegen, wollen wir es doch uns eingestehen, dass der Mensch in diesen Zustand nicht durch seine "Schuld" und "Sünde", sondern durch eine Reihe von Irrthümern der Vernunft gerathen ist, dass es der Fehler des Spiegels war, wenn ihm sein Wesen in jenem Grade dunkel und hassenswerth vorkam, und dass jener Spiegel sein Werk, das sehr unvollkommene Werk der menschlichen Phantasie und Urtheilskraft war.
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Man erkennt leicht, wie die Menschen dadurch schlechter werden, dass sie das unvermeidlich-Natürliche als schlecht bezeichnen und später immer als so beschaffen empfinden.
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In solchen Augenblicken wird sein intellectualer Charakter auf die Probe gestellt.
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Denn wenn der Künstler sein Publicum nicht mehr hebt, so sinkt es schnell abwärts, und zwar stürzt es um so tiefer und gefährlicher, je höher es ein Genius getragen hat, dem Adler vergleichbar, aus dessen Fängen die in die Wolken hinaufgetragene Schildkröte zu ihrem Unheil hinabfällt.
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Thatsächlich sind nun alle unsere Sinne eben dadurch, dass sie sogleich nach der Vernunft, also nach dem "es bedeutet" und nicht mehr nach dem "es ist" fragen, etwas abgestumpft worden: wie sich eine solche Abstumpfung zum Beispiel in der unbedingten Herrschaft der Temperatur der Töne verräth; denn jetzt gehören Ohren, welche die feineren Unterscheidungen, zum Beispiel zwischen cis und des, noch machen, zu den.
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Nur wer, wie Schopenhauer, die Entwickelung leugnet, fühlt auch Nichts von dem Elend dieses historischen Wellenschlags und darf desshalb, weil er.
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Man hat dem Christenthum, den Philosophen, Dichtern, Musikern eine Ueberfülle tief erregter Empfindungen zu danken: damit diese uns nicht überwuchern, müssen wir den Geist der Wissenschaft beschwören, welcher im Ganzen etwas kälter und skeptischer macht und namentlich den Gluthstrom des Glaubens an letzte endgültige Wahrheiten abkühlt; er ist vornehmlich durch das Christenthum so wild geworden.
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- Die Ironie ist nur als pädagogisches Mittel am Platze, von seiten eines Lehrers im Verkehr mit Schülern irgend welcher Art: ihr Zweck ist Demüthigung, Beschämung, aber von jener heilsamen Art, welche gute Vorsätze erwachen lässt und Dem, welcher uns so behandelte, Verehrung, Dankbarkeit als einem Arzte entgegenbringen heisst.
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Die jetzigen Engländer, welche im Ganzen auch dem Kriege abgesagt zu haben scheinen, ergreifen ein anderes Mittel, um jene entschwindenden Kräfte neu zu erzeugen: jene gefährlichen Entdeckungsreisen, Durchschiffungen, Erkletterungen, zu wissenschaftlichen Zwecken, wie es.
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- Der Eine hält eine Meinung fest, weil er sich Etwas darauf einbildet, von selbst auf sie gekommen zu sein, der Andere,.
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Ihre Art ist es, mit herzlichem Unwillen Allem aus dem Wege zu gehen, was das Urtheil über die Dinge blendet und verwirrt; sie ist folglich eine Gegnerin der Ueberzeugungen, denn sie will Jedem, sei es ein Belebtes oder Todtes, Wirkliches oder Gedachtes, das Seine geben - und dazu muss sie es rein erkennen; sie stellt daher jedes Ding in das beste Licht und geht um dasselbe mit sorgsamem Auge herum.
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Freunde! ja! So soll's geschehn? - Amen! Und auf Wiedersehn! 2.