Thoughts Out of Season, Part II

By Friedrich Nietzsche

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not to be in a position to
think. The hurry is universal, because every one is fleeing before
himself; its concealment is just as universal, as we wish to seem
contented and hide our wretchedness from the keener eyes; and so
there is a common need for a new carillon of words to hang in the
temple of life, and peal for its noisy festival. We all know the
curious way in which unpleasant memories suddenly throng on us, and
how we do our best by loud talk and violent gestures to put them out
of our minds; but the gestures and the talk of our ordinary life make
one think we are all in this condition, frightened of any memory or
any inward gaze. What is it that is always troubling us? what is the
gnat that will not let us sleep? There are spirits all about us, each
moment of life has something to say to us, but we will not listen to
the spirit-voices. When we are quiet and alone, we fear that
something will be whispered in our ears, and so we hate the quiet,
and dull our senses in society.

We understand this sometimes, as I say, and stand amazed at the whirl
and the rush and the anxiety and all the dream that we call our life;
we seem to fear the awakening, and our dreams too become vivid and
restless, as the awakening draws near. But we feel as well that we
are too weak to endure long those intimate moments, and that we are
not the men to whom universal nature looks as her redeemers. It is
something to be able to raise our heads but for a moment and see the
stream in which we are sunk so deep. We cannot gain even this
transitory moment of awakening by our own strength; we must be lifted
up--and who are they that will uplift us?

The sincere men who have cast out the beast, the philosophers,
artists and saints. Nature--_quæ nunquam facit saltum_--has made her
one leap in creating them; a leap of joy, as she feels herself for
the first time at her goal, where she begins to see that she must
learn not to have goals above her, and that she has played the game
of transition too long. The knowledge transfigures her, and there
rests on her face the gentle weariness of evening that men call
"beauty." Her words after this transfiguration are as a great light
shed over existence: and the highest wish that mortals can reach is
to listen continually to her

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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nicht vermögend, die Kunst der Sentenzen-Schleiferei gebührend zu würdigen, wenn er nicht selber zu ihr erzogen ist, in ihr gewetteifert hat.
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Aus der Thatsache jenes Unmuthes glaubt Schopenhauer eine Freiheit beweisen zu können, welche der Mensch irgendwie gehabt haben müsse, zwar nicht in Bezug auf die Handlungen, aber in Bezug auf das Wesen: Freiheit also, so oder so zu sein, nicht so oder so zu handeln.
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Im eigentlichen Acte des Betruges unter all den Vorbereitungen, dem Schauerlichen in Stimme, Ausdruck, Gebärden, inmitten der wirkungsvollen Scenerie, überkommt sie der Glaube an sich selbst: dieser ist es, der dann so wundergleich und bezwingend zu den Umgebenden spricht.
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Liebe und Gerechtigkeit.
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Leid thun nicht aus Erhaltungstrieb, sondern zur Vergeltung - ist Folge eines falschen Urtheils und desshalb ebenfalls unschuldig.
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Aber welcher Unterschied bleibt immer zwischen dem Zahnschmerz und dem Schmerze (Mitleiden), welchen der Anblick des Zahnschmerzes hervorruft? Also: bei dem Schädigen aus sogenannter Bosheit ist der Grad des erzeugten Schmerzes uns jedenfalls unbekannt; insofern aber eine Lust bei der Handlung ist (Gefühl der eignen Macht, der eignen starken Erregung), geschieht die Handlung, um das Wohlbefinden des Individuums zu erhalten und fällt somit unter einen ähnlichen Gesichtspunct wie die Nothwehr, die Nothlüge.
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Er kann Kraft, Schönheit, Fülle an ihnen bewundern, aber darf keine Verdienste darin finden: der chemische Process und der Streit der Elemente, die Qual des Kranken, der nach Genesung lechzt, sind ebensowenig Verdienste, als jene Seelenkämpfe und Nothzustände, bei denen man durch verschiedene Motive hin- und hergerissen wird, bis man sich endlich für das mächtigste entscheidet - wie man sagt (in Wahrheit aber, bis das mächtigste Motiv über uns entscheidet).
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Wenn man rudert, ist es nicht das Rudern, was das Schiff bewegt, sondern Rudern ist nur eine magische Ceremonie, durch welche man einen Dämon zwingt, das Schiff zu bewegen.
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- Ebenso wie die Gletscher zunehmen, wenn in den Aequatorialgegenden die Sonne mit grösserer Gluth als früher auf die Meere niederbrennt, so mag auch wohl eine sehr starke, um sich greifende Freigeisterei Zeugniss dafür sein, dass irgendwo die Gluth der Empfindung ausserordentlich gewachsen ist.
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Die Menschheit kommt vielleicht auf der Mitte ihres Weges, in der mittleren Zeit ihrer Existenz, ihrem eigentlichen Ziele näher, als am Ende.
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Ihre Geschichte ist kurz, gewaltsam, ihre Nachwirkung bricht plötzlich ab.
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Sie waren viel zu mannichfach begabt dazu, um in jener schrittweisen Manier allmählich zu sein, wie es die Schildkröte im Wettlauf mit Achilles ist: und das nennt man ja natürliche Entwickelung.
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- Die Gewöhnung an Ironie, ebenso wie die an Sarkasmus, verdirbt übrigens den Charakter, sie verleiht allmählich die Eigenschaft einer schadenfrohen Ueberlegenheit: man ist zuletzt einem bissigen Hunde gleich, der noch das Lachen gelernt hat, ausser dem Beissen.
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Es ist Nichts, was die Menschen sich theurer bezahlen lassen, als Demüthigung.
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Siebentes Hauptstück.
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Freunde! ja! So soll's geschehn? - Amen! Und auf Wiedersehn! 2.