Thoughts Out of Season, Part II

By Friedrich Nietzsche

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time--though a long
time--is needed for a world to perish, so nothing but time--though
still more time--is needed for a false idea to be destroyed in
Germany, the "Land of Little-by-little." In any event, there are
perhaps a hundred men more now than there were a century ago who know
what poetry is: perhaps in another century there will be a hundred
more who have learned in the meantime what culture is, and that the
Germans have had as yet no culture, however proudly they may talk
about it. The general satisfaction of the Germans at their culture
will seem as foolish and incredible to such men as the once lauded
classicism of Gottsched, or the reputation of Ramler as the German
Pindar, seemed to us. They will perhaps think this "culture" to be
merely a kind of knowledge about culture, and a false and superficial
knowledge at that. False and superficial, because the Germans endured
the contradiction between life and knowledge, and did not see what
was characteristic in the culture of really educated peoples, that it
can only rise and bloom from life. But by the Germans it is worn like
a paper flower, or spread over like the icing on a cake; and so must
remain a useless lie for ever.

The education of youth in Germany starts from this false and
unfruitful idea of culture. Its aim, when faced squarely, is not to
form the liberally educated man, but the professor, the man of
science, who wants to be able to make use of his science as soon as
possible, and stands on one side in order to see life clearly. The
result, even from a ruthlessly practical point of view, is the
historically and æsthetically trained Philistine, the babbler of old
saws and new wisdom on Church, State and Art, the sensorium that
receives a thousand impressions, the insatiable belly that yet knows
not what true hunger and thirst is. An education with such an aim and
result is against nature. But only he who is not quite drowned in it
can feel that; only youth can feel it, because it still has the
instinct of nature, that is the first to be broken by that education.
But he who will break through that education in his turn, must come
to the help of youth when called upon; must let the clear light of
understanding shine on its unconscious striving, and bring it to a
full, vocal consciousness. How is he to attain such a strange end?

Principally by destroying the superstition that this kind of
education is _necessary_. People think nothing

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Zu lange wohl lebte ich im Gebirge, zu viel horchte ich auf Bäche und Bäume: nun rede ich ihnen gleich den Ziegenhirten.
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Tapfer sein ist gut.
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Sagt, wer bezwingt es mir, ihr Brüder? Sagt, wer wirft diesem Thier die Fessel über die tausend Nacken? Tausend Ziele gab es bisher, denn tausend Völker gab es.
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Dem aber, der vom Teufel besessen ist, sage ich diess Wort in's Ohr: "besser noch, du ziehest deinen Teufel gross! Auch für dich giebt es noch einen Weg der Grösse!" - Ach, meine Brüder! Man weiss von Jedermann Etwas zu viel! Und Mancher wird uns durchsichtig, aber desshalb können wir noch lange nicht durch ihn hindurch.
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In Allem aber thut ihr mir zu vertraulich mit dem Geiste; und aus der Weisheit machtet ihr oft ein Armen- und Krankenhaus für schlechte Dichter.
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Also gehört das höchste Böse zur höchsten.
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Und diess ist die Erzählung von Zarathustra's Gespräch mit dem Feuerhunde.
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Den Geruch verstaubter Ewigkeiten athmete ich: schwül und verstaubt lag meine Seele.
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"Halt! Zwerg! sprach ich.
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Und was gestern noch zu hart war für die Zeit selber und ihren Zahn: heute hängt es zerschabt und zernagt aus den Mäulern der Heutigen.
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" Eine lange Dämmerung hinkte vor mir her, eine todesmüde, todestrunkene Traurigkeit, welche mit gähnendem Munde redete.
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Das andere Tanzlied 1.
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Ah, diese tolle alte Närrin von Weisheit! Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.
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Wie ein Wanderer, der von fernen Dingen träumt, unversehens auf einsamer Strasse einen schlafenden Hund anstösst, einen Hund, der in der Sonne liegt: - wie da.
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Dass _du_ einst sprachst, oh Zarathustra: `Geist ist das Leben, das selber in's Leben schneidet,` das führte und verführte mich zu deiner Lehre.
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So schminktest du.
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Da aber wurde die todte Öde laut:.
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Wer aber zu mir gehört, der muss von starken Knochen sein, auch von leichten Füssen, - - lustig zu Kriegen und Festen, kein Düsterling, kein Traum-Hans, bereit zum Schwersten wie zu seinem Feste, gesund und heil.
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Dass ihr verachtetet, ihr höheren Menschen, das macht mich hoffen.
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Und wehe, wenn Solche, wie du, von der _Wahrheit_ Redens und Wesens machen! Wehe allen freien Geistern, welche nicht vor _solchen_ Zauberern auf der Hut sind! Dahin ist es mit ihrer Freiheit: du lehrst und lockst zurück in Gefängnisse, - - du alter schwermüthiger Teufel, aus deiner Klage klingt eine Lockpfeife, du gleichst Solchen, welche mit ihrem Lobe der Keuschheit heimlich zu Wollüsten laden!" Also sprach der Gewissenhafte; der alte Zauberer aber blickte um sich, genoss seines Sieges und verschluckte darüber den Verdruss, welchen ihm der Gewissenhafte machte.