Thoughts Out of Season, Part II

By Friedrich Nietzsche

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spirit of
Friedrich August Wolf to be found, of whom Franz Passow could say
that he seemed a loyal and humanistic spirit with force enough to set
half the world aflame? Instead of that a journalistic spirit is
arising in the university, often under the name of philosophy; the
smooth delivery--the very cosmetics of speech--with Faust and Nathan
the Wise for ever on the lips, the accent and the outlook of our
worst literary magazines and, more recently, much chatter about our
holy German music, and the demand for lectures on Schiller and
Goethe,--all this is a sign that the university spirit is beginning
to be confused with the Spirit of the Age. Thus the establishment of
a higher tribunal, outside the universities, to protect and criticise
them with regard to culture, would seem a most valuable thing, and as
soon as philosophy can sever itself from the universities and be
purified from every unworthy motive or hypocrisy, it will be able to
become such a tribunal. It will do its work without state help in
money or honours, free from the spirit of the age as well as from any
fear of it; being in fact the judge, as Schopenhauer was, of the
so-called culture surrounding it. And in this way the philosopher can
also be useful to the university, by refusing to be a part of it, but
criticising it from afar. Distance will lend dignity.

But, after all, what does the life of a state or the progress of
universities matter in comparison with the life of philosophy on
earth! For, to say quite frankly what I mean, it is infinitely more
important that a philosopher should arise on the earth than that a
state or a university should continue. The dignity of philosophy may
rise in proportion as the submission to public opinion and the danger
to liberty increase; it was at its highest during the convulsions
marking the fall of the Roman Republic, and in the time of the
Empire, when the names of both philosophy and history became _ingrata
principibus nomina_. Brutus shows its dignity better than Plato; his
was a time when ethics cease to have commonplaces. Philosophy is not
much regarded now, and we may well ask why no great soldier or
statesman has taken it up; and the answer is that a thin phantom has
met him under the name of philosophy, the cautious wisdom of the
learned professor; and philosophy has soon come to seem ridiculous to
him. It ought to have seemed terrible; and men who are called to
authority should know the heroic power that

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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- Alle Philosophen haben den gemeinsamen Fehler an sich, dass sie vom gegenwärtigen Menschen ausgehen und durch eine Analyse desselben an's Ziel zu kommen meinen.
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überlassen.
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Sie zeigen uns, was wir Alle waren, und machen uns erschrecken: aber sie selber sind so wenig verantwortlich, wie ein Stück Granit dafür, dass es Granit ist.
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Der Mangel an Schweigsamkeit über das allgemeine Geheimniss und der unverantwortliche Hang, zu sehen, was Keiner sehen will - sich selber - brachten ihn zu Gefängniss und frühzeitigem Tod.
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Wie das Herkommen entstanden ist, das ist dabei gleichgültig, jedenfalls ohne Rücksicht auf gut und böse oder irgend einen immanenten kategorischen Imperativ, sondern vor Allem zum Zweck der Erhaltung einer Gemeinde, eines Volkes; jeder abergläubische Brauch, der auf Grund eines falsch gedeuteten Zufalls entstanden ist, erzwingt ein Herkommen, welchem zu folgen sittlich ist; sich.
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In solchen Menschen, welche jener Traurigkeit fähig sind - wie wenige werden es sein! - wird der erste Versuch gemacht, ob die Menschheit aus einer moralischen sich in eine weise Menschheit umwandeln könne.
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Unbeirrt von solchen Vorgängern, wagen wir folgende Auslegung des bezeichneten Phänomens.
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Cultus des Genius' aus Eitelkeit.
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Auch eine Unterhaltung mit einem Freunde wird dann erst gute Früchte der Erkenntniss zeitigen, wenn Beide endlich nur noch an die Sache denken, und vergessen, dass sie Freunde sind.
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Gebärde und Sprache.
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- Vielleicht ist das ganze Menschenthum nur eine Entwickelungsphase einer bestimmten Thierart von begränzter Dauer.
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Wenn die Schüler nur hören, so wird ihr Intellect zu einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise unwillkürlich präformirt.
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- Erschütterung, Selbstmitleid im Angesichte der niederen Cultur ist das Zeichen der höheren Cultur; woraus sich ergiebt, dass durch diese das Glück jedenfalls nicht gemehrt worden ist.
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- Und damit vorwärts auf der Bahn der Weisheit, guten Schrittes, guten Vertrauens! Wie du auch bist, so diene dir selber als Quell der Erfahrung! Wirf das Missvergnügen über dein Wesen ab, verzeihe dir dein eignes Ich, denn in jedem Falle hast du an dir eine Leiter mit hundert Sprossen, auf welchen du zur Erkenntniss steigen kannst.
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ist Phantasterei, von sich zu glauben, dass man eine Meile Wegs voraus sei und dass die gesammte Menschheit unsere Strasse ziehe.
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Der Krieg unentbehrlich.
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heisst, unternommen, in Wahrheit, um überschüssige Kraft aus Abenteuern und Gefahren aller Art mit nach Hause zu bringen.
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- Aber wir, die wir gemischten Wesens sind und bald vom Feuer durchglüht, bald vom Geiste durchkältet sind, wollen vor der Gerechtigkeit knieen, als der einzigen Göttin, welche wir über uns anerkennen.