The Will to Power, Book I and II An Attempted Transvaluation of all Values

By Friedrich Nietzsche

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in the majority of cases, already a symptom of racial and
family decadence, as all hypersensitiveness is; and examples of the
infection of environment: to be influenced by one's environment is
also a sign of decadence); (3) alcoholism, not the instinct but the
habit, foolish imitation, the cowardly or vain adaptation to a ruling
fashion. What a blessing a Jew is among Germans! See the obtuseness,
the flaxen head, the blue eye, and the lack of intellect in the face,
the language, and the bearing; the lazy habit of stretching the limbs,
and the need of repose among Germans--a need which is not the result of
overwork, but of the disgusting excitation and over-excitation caused
by alcohol.


50.

_A theory of exhaustion._--Vice, the insane (also artists), the
criminals, the anarchists--these are not the _oppressed_ classes, but
_the outcasts_ of the community of all classes hitherto.

Seeing that all our classes are permeated by these elements, we have
grasped the fact that _modern society_ is not a "society" or a "body,"
but a diseased agglomeration of Chandala,--a society which no longer
has the strength even to _excrete_.

To what extent living together for centuries has very much deepened
_sickliness_:

modern virtue }
modern intellect} as forms of disease.
modern science }


51.

_The state of corruption._--The interrelation of all forms of
corruption should be understood, and the Christian form (Pascal as
the type), as also the socialistic and communistic (a result of the
Christian), should not be overlooked (from the standpoint of natural
science, the _highest_ conception of society according to socialists,
is the lowest in the order of rank among societies); the "Beyond"
--corruption: as though outside the real world of Becoming there were a
world of Being.

Here there must be no compromise, but selection, annihilation, and
war--the Christian Nihilistic standard of value must be withdrawn from
all things and attacked beneath every disguise ... for instance, from
modern _sociology, music,_ and _Pessimism_ (all forms of the Christian
ideal of values).

Either one thing _or_ the other is true--that is to say, tending to
elevate the type man....

The priest, the shepherd of souls, should be looked upon as a form
of life which must be suppressed. All education, hitherto, has been
helpless, adrift, without ballast, and afflicted with the contradiction
of values.

Either one thing _or_ the other is true--that is to say, tending to
elevate the type man....

The priest, the shepherd of souls, should be looked upon as a form
of life which must be suppressed. All education, hitherto, has been
helpless, adrift, without ballast, and afflicted with the

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Steht es aber fest, dass die Oberflächlichkeit der psychologischen Beobachtung dem menschlichen Urtheilen und Schliessen die gefährlichsten Fallstricke gelegt hat und fortwährend von Neuem legt, so bedarf es jetzt jener Ausdauer der Arbeit, welche nicht müde wird, Steine auf Steine, Steinchen auf Steinchen zu häufen, so bedarf es der enthaltsamen Tapferkeit, um sich einer solchen bescheidenen Arbeit nicht zu schämen und jeder Missachtung derselben Trotz zu bieten.
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-Niemand ist für seine Thaten verantwortlich, Niemand für sein Wesen; richten ist soviel als ungerecht sein.
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42.
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Und doch ist dieses Leiden am Natürlichen in der Realität der Dinge völlig unbegründet: es ist nur die Folge von Meinungen über die Dinge.
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Corriger la fortune.
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Die höhere Stufe der Cultur, welche sich unter die Herrschaft (wenn auch nicht unter die Tyrannei) der Erkenntniss stellt, hat eine grosse Ernüchterung des Gefühls und eine starke Concentration aller Worte vonnöthen; worin uns die Griechen im Zeitalter des Demosthenes vorangegangen sind.
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Wäre das menschliche Leben länger, so würde die Zahl der reif gewordenen Individuen überwiegend oder mindestens gleich gross mit der der unreifen ausfallen; so aber sterben bei Weitem die meisten zu jung, das heisst es.
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Man steht an der Schwelle; man wartet wie bei der Ausgrabung eines Schatzes: es ist, als ob ein Glücksfund von Tiefsinn eben gemacht werden sollte.
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- Die Griechen besassen nämlich Nichts weniger, als eine vierschrötige Gesundheit; - ihr Geheimniss war, auch die Krankheit, wenn sie nur Macht hatte, als Gott zu verehren.
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Die nachgeahmte Gebärde leitete Den, der nachahmte, zu der Empfindung zurück, welche sie im Gesicht oder Körper des Nachgeahmten ausdrückte.
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Der kränkere Mensch zum Beispiel wird vielleicht, inmitten eines kriegerischen und unruhigen Stammes, mehr Veranlassung haben, für sich zu sein und dadurch ruhiger und weiser zu werden, der Einäugige wird Ein stärkeres Auge haben, der Blinde wird tiefer in's Innere schauen und jedenfalls schärfer hören.
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- Alle Staaten und Ordnungen der Gesellschaft: die Stände, die Ehe, die Erziehung, das Recht, alles diess hat seine Kraft und Dauer allein in dem Glauben der gebundenen Geister an sie, - also in der Abwesenheit der Gründe, mindestens in der Abwehr des Fragens nach Gründen.
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Ist es an der Zeit, ihn jetzt abzunehmen? Ist das Flüssige erstarrt, sind die guten, nützlichen Triebe, die Gewohnheiten des edleren Gemüthes so sicher und allgemein geworden, dass es keiner Anlehnung an Metaphysik und die Irrthümer der Religionen mehr bedarf, keiner Härten und Gewaltsamkeiten als mächtigster Bindemittel zwischen Mensch und Mensch, Volk und Volk? - Zur Beantwortung dieser Frage ist kein Wink eines Gottes uns mehr hülfreich: unsere eigene Einsicht muss da entscheiden.
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Aber zugleich ist es das eigentliche Verhängniss der griechischen Bildung gewesen, denn Homer verflachte, indem er centralisirte, und löste die ernsteren Instincte der Unabhängigkeit auf.
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sich die grosse Architektur der Cultur entfaltet hat, war ihre Aufgabe, die einander widerstrebenden Mächte zur Eintracht vermöge einer übermächtigen Ansammelung der weniger unverträglichen übrigen Mächte zu zwingen, ohne sie desshalb zu unterdrücken und in Fesseln zu schlagen.
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Warten lassen.
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Ohne dass sie es merken, handeln die Frauen so, als wenn man dem wandernden Mineralogen die Steine vom Wege nimmt, damit sein Fuss nicht daran stosse, - während er gerade ausgezogen ist, um daran zu stossen.
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Aber ebenso ungereimt erscheint es, wenn Der, welcher die allgemeinste Erkenntniss und die Abschätzung des gesammten Daseins zu seiner Aufgabe erkoren hat, sich mit persönlichen Rücksichten auf eine Familie, auf Ernährung, Sicherung, Achtung von Weib und Kind, belastet und vor sein Teleskop jenen trüben Schleier aufspannt, durch welchen kaum einige Strahlen der fernen Gestirnwelt hindurchzudringen vermögen.
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Der Glaube an eine göttliche Ordnung der politischen Dinge, an ein Mysterium in der Existenz des Staates ist religiösen Ursprungs: schwindet die Religion, so wird der Staat unvermeidlich seinen alten Isisschleier verlieren und keine Ehrfurcht mehr erwecken.
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- Ein finsteres Temperament wird übrigens in beiden Fällen die umgekehrte Erfahrung machen.