The Will to Power, Book I and II An Attempted Transvaluation of all Values

By Friedrich Nietzsche

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act"--said their more consistent brothers, the Buddhists,
and then thought out a mode of conduct which would deliver man from the
yoke of action....

To adapt one's self, to live as the "_common man_" lives, and to regard
as right and proper what _he_ regards as right: this is _submission_ to
the _gregarious instinct._ One must carry one's courage and severity
so far as to learn to consider such submission a _disgrace._ One should
not live according to two standards!... One should not separate theory
and practice!...


459.

Of all that which was formerly held to be true, not one word is to be
credited. Everything which was formerly disdained as unholy, forbidden,
contemptible, and fatal--all these flowers now bloom on the most
charming paths of truth.

The whole of this old morality concerns us no longer: it contains not
one idea which is still worthy of respect. We have outlived it--we
are no longer sufficiently coarse and guileless to be forced to allow
ourselves to be lied to in this way.... In more polite language: we are
too virtuous for it.... And if truth in the old sense were "true" only
because the old morality said "yea" to it, and _had a right_ to say
"yea" to it: it follows that no truth of the past can any longer be of
use to us.... Our _criterion_ of truth is /certainly not morality: we
_refute_ an assertion when we show that it is dependent upon morality
and is inspired by noble feelings.


460.

All these values are empirical and conditioned. But he who believes
in them and who honours them, _refuses_ to acknowledge this aspect of
them. All philosophers believe in these values, and one form their
reverence takes is the endeavour to make _a priori truths_ out of them.
The falsifying nature of _reverence_....

Reverence is the supreme test of intellectual _honesty,_ but in the
whole history of philosophy there is no such thing as intellectual
honesty,--but the "love of goodness ..."

On the one hand, there is an absolute _lack of method_ in testing the
value of these values; _secondly,_ there is a general disinclination
either to test them or to regard them as conditioned at all.--All
_anti-scientific_ instincts assembled round moral values in order to
_keep science out_ of this department....



4. CONCLUDING REMARKS IN THE CRITICISM OF PHILOSOPHY.



461.

_Why philosophers are slanderers._--The artful and blind hostility
of philosophers towards the _senses_--what an amount of _mob_ and
_middle-class_ qualities lie in all this hatred!

The crowd always believes that an abuse of which it feels the harmful
results, constitutes an _objection_ to the thing which happens to be
abused: all insurrectionary

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Der eigentliche Vorgang dabei ist wiederum eine Art Schluss von der Wirkung auf die Ursache; indem der Geist fragt: woher diese Lichteindrücke und Farben, supponirt er als Ursachen jene Figuren, Gestalten: sie gelten ihm als die Veranlassungen jener Farben und Lichter, weil er, am Tage, bei offenen Augen, gewohnt ist, zu jeder Farbe, jedem Lichteindrucke eine veranlassende Ursache zu finden.
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- Der Begriff gut und böse hat eine doppelte Vorgeschichte: nämlich einmal in der Seele der herrschenden Stämme und Kasten.
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Die Erkenntnis befähigt ihn, das Nützlichste, das heisst den allgemeinen dauernden Nutzen dem persönlichen, die ehrende Anerkennung von allgemeiner dauernder Geltung der momentanen voranzustellen; er lebt und handelt als Collectiv-Individuum.
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So ist es auch bei den menschlichen Handlungen; man müsste jede einzelne Handlung vorher ausrechnen können, wenn man allwissend wäre, ebenso jeden Fortschritt der Erkenntniss, jeden.
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Man erkennt leicht, wie die Menschen dadurch schlechter werden, dass sie das unvermeidlich-Natürliche als schlecht bezeichnen und später immer als so beschaffen empfinden.
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" Diese Lehre der Kunst, Lust am Dasein zu haben und das Menschenleben wie ein Stück Natur, ohne zu heftige Mitbewegung, als Gegenstand gesetzmässiger Entwickelung anzusehen, - diese Lehre ist in uns hineingewachsen, sie kommt jetzt als allgewaltiges Bedürfniss des Erkennens wieder an's Licht.
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Die Zonen der Cultur.
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Ziele, Ungunst der Verhältnisse sah man ja die fruchtbarsten, mächtigsten Menschen erwachsen: wie konnte diess doch mit rechten Dingen zugehen? - jetzt wird man, bald auch in diesen Fällen, näher zusehen, sorgsamer prüfen: Wunder wird man dabei niemals entdecken.
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Zukunft der Wissenschaft.
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Fast von allen grossen Hellenen kann man sagen, dass sie zu spät gekommen scheinen, so von Aeschylus, von Pindar, von Demosthenes, von.
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Homer.
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Desshalb ist dann gleich wieder zum Heile einer fort und fort wachsenden Cultur eine neue Generation nöthig, die es nun aber ebenfalls nicht weit bringt: denn um die Cultur des Vaters nachzuholen, muss der Sohn die angeerbte Energie, welche der Vater auf jener Lebensstufe, als er den Sohn zeugte, selber besass, fast aufbrauchen; mit dem kleinen Ueberschuss kommt er weiter (denn weil hier der Weg zum zweiten Mal gemacht wird, geht es ein Wenig schneller vorwärts; der Sohn verbraucht, um das Selbe zu lernen, was der Vater wusste, nicht ganz so viel Kraft).
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Die Frauen intriguiren im Stillen immer gegen die höhere Seele ihrer Männer; sie wollen dieselbe um ihre Zukunft, zu Gunsten einer schmerzlosen, behaglichen Gegenwart, betrügen.
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- Um das Gesagte noch einmal kurz zu sagen: das Interesse der vormundschaftlichen Regierung und das Interesse der Religion gehen mit einander Hand in Hand, so dass, wenn letztere abzusterben beginnt, auch die Grundlage des Staates erschüttert wird.
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Aber weniger zu haben, als Knabe zu betteln und sich zu erniedrigen, ist furchtbar: obwohl für Solche, welche ihr Glück im Glanze der Höfe, in der Unterordnung unter Mächtige und Einflussreiche suchen oder welche Kirchenhäupter werden wollen, es der rechte Ausgangspunct sein mag.
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Die Menschen als schlechte Dichter.
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Eine vorgefasste zu schlechte Meinung verursacht eine angenehme Enttäuschung: das Angenehme, das an sich in den Dingen lag, bekommt einen Zuwachs durch das Angenehme der Ueberraschung.
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