The Will to Power, Book I and II An Attempted Transvaluation of all Values

By Friedrich Nietzsche

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_his_ type as the highest. He
despises what is generally esteemed--by him a gulf is cleft between
the highest _priestly_ values and the values of the _world._ He knows
what is true, who God is, what every one's goal should be, and the way
thereto.... The typical philosopher is thus an absolute dogmatist;--if
he _requires_ scepticism at all it is only in order to be able to speak
dogmatically of his _principal purpose_.


447.

When the philosopher is confronted with his rival--science, for
instance, he becomes a sceptic; then he appropriates a _form of
knowledge_ which he denies to the man of science; he goes hand in
hand with the priest so that he may not be suspected of atheism or
materialism; he considers an attack made upon himself as an attack
upon morals, religion, virtue, and order--he knows how to bring his
opponents into ill repute by calling them "seducers" and "underminers":
then he marches shoulder to shoulder with power.

The philosopher at war with other philosophers:--he does his best
to compel them to appear like anarchists, disbelievers, opponents of
authority. In short, when he fights, he fights exactly like a priest
and like the priesthood.




3. THE TRUTHS AND ERRORS OF PHILOSOPHERS.



448.

Philosophy defined by Kant: "_The science of the limitations of
reason_"!!


449.

According to Aristotle, Philosophy is the art of discovering truth. On
the other hand, the Epicurians, who availed themselves of Aristotle's
_sensual_ theory of knowledge, retorted in ironical opposition to the
search for truth: "Philosophy is the art of _Life._"


450.

_The three great naïvetés:--_

Knowledge as a means of happiness (as if ...);

Knowledge as a means to virtue (as if ...);

Knowledge as a means to the "denial of Life"--inasmuch as it leads to
disappointment--(as if ...).


451.

As if there were a "truth" which one could by some means approach!


452.

Error and ignorance are fatal.--The assumption that _truth has been
found_ and that ignorance and error are at an end, constitutes one
of the most seductive thoughts in the world. Granted that it be
generally accepted, it paralyses the will to test, to investigate,
to be cautious, and to gather experience: it may even be regarded as
criminal--that is to say, as a _doubt_ concerning truth....

"Truth" is therefore more fatal than error and ignorance, because it
paralyses the forces which lead to enlightenment and knowledge. The
passion for _idleness_ now stands up for "truth" ("Thought is pain
and misery!"), as also do order, rule, the joy of possession, the
pride of wisdom--in fact, _vanity._--it is easier to _obey_ than to
_examine_; it is more gratifying to think "I possess the truth," than
to see only darkness in all

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Aus deinen Giften brautest du dir deinen Balsam; deine.
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Also will ich selber sterben, dass ihr Freunde um meinetwillen die Erde mehr liebt; und zur Erde will ich wieder werden, dass ich in Der Ruhe habe, die mich gebar.
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Verwundert sahen sein Adler und seine Schlange auf ihn hin: denn gleich dem Morgenrothe lag ein kommendes Glück auf seinem Antlitze.
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Wahrhaftig - so heisse ich Den, der in götterlose Wüsten geht und sein verehrendes Herz zerbrochen hat.
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Freiheit liebe ich und die Luft über frischer Erde; lieber noch will ich auf Ochsenhäuten schlafen, als auf ihren Würden und Achtbarkeiten.
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Sie lernten vom Meere auch noch seine Eitelkeit: ist nicht das Meer der Pfau der Pfauen? Noch vor dem hässlichsten aller Büffel rollt es seinen Schweif hin, nimmer wird es seines Spitzenfächers von Silber und Seide müde.
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Aber der jünger, den er am meisten lieb hatte, erhob sich schnell, fasste die Hand Zarathustra's und sprach: "Dein Leben selber deutet uns diesen Traum, oh Zarathustra! Bist du nicht selber der Wind mit schrillem Pfeifen, der den Burgen des Todes die Thore aufreisst? Bist du nicht selber der Sarg voll bunter Bosheiten und Engelsfratzen des Lebens? Wahrlich, gleich tausendfältigem Kindsgelächter kommt Zarathustra in alle Todtenkammern, lachend über diese Nacht- und Grabwächter, und wer sonst mit düstern Schlüsseln rasselt.
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Darauf aber blickte er dem jünger, welcher den Traumdeuter abgegeben hatte, lange in's Gesicht und schüttelte dabei den Kopf.
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Denn dass dem Übermenschen sein Drache nicht fehle,.
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Also rief mir Alles in Zeichen zu: `es ist Zeit!` - Aber ich - hörte nicht: bis endlich mein Abgrund sich rührte und mein Gedanke mich biss.
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Mein eigner Vorläufer bin ich unter diesem Volke, mein eigner Hahnen-Ruf durch dunkle Gassen.
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4.
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Oh meine Seele, jede Sonne goss ich auf dich und jede Nacht und jedes Schweigen und jede Sehnsucht: - da wuchsest du mir auf wie ein Weinstock.
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Als es jedoch lange Zeit dort stille blieb, wandte er seinen Blick zurück und sahe Zarathustra stehn und zittern.
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Zuletzt aber, nach vielem Zittern, Zucken und Sich-zusammen-Krümmen, begann er also zu jammern: Wer wärmt mich, wer liebt mich noch? Gebt heisse Hände! Gebt Herzens-Kohlenbecken! Hingestreckt, schaudernd, Halbtodtem gleich, dem man die Füsse wärmt - Geschüttelt, ach! von unbekannten Fiebern, Zitternd vor spitzen eisigen Frost-Pfeilen, Von dir gejagt, Gedanke! Unnennbarer! Verhüllter! Entsetzlicher! Du Jäger hinter Wolken! Darniedergeblitzt von dir, Du höhnisch Auge, das mich aus Dunklem anblickt: - so liege ich, Biege mich, winde mich, gequält Von allen ewigen Martern, Getroffen Von Dir, grausamster Jäger, Du unbekannter - Gott! Triff tiefer, Triff Ein Mal noch! Zerstich, zerbrich diess Herz! Was soll diess Martern Mit zähnestumpfen Pfeilen? Was blickst du wieder, Der Menschen-Qual nicht müde, Mit schadenfrohen Götter-Blitz-Augen? Nicht tödten willst du, Nur martern, martern? Wozu - _mich_ martern, Du schadenfroher unbekannter Gott? - Haha! Du schleichst heran? Bei solcher Mitternacht Was willst du? Sprich! Du drängst mich, drückst mich - Ha! schon viel zu nahe! Weg! Weg! Du hörst mich athmen, Du behorchst mein Herz, Du Eifersüchtiger - Worauf doch eifersüchtig? Weg! Weg! Wozu die Leiter? Willst _du_hinein_, In's Herz, Einsteigen,.
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Wenn Götter sterben, sterben sie immer viele Arten Todes.
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Mir selber gabt ihr diese Kraft, - eine gute Gabe, meine hohen Gäste! Ein rechtschaffnes Gastgeschenk! Wohlan, so zürnt nun nicht, dass ich euch auch vom Meinigen anbiete.
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Wenig fehlt: und unser Muth wird muthwillig.
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Ihr seid nur Brücken: mögen Höhere auf euch hinüber schreiten! Ihr bedeutet Stufen: so zürnt Dem nicht, der über euch hinweg in _seine_ Höhe steigt! Aus eurem Samen mag auch mir einst ein ächter Sohn und vollkommener Erbe wachsen: aber das ist ferne.
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Er redet nicht: es sei denn, dass er zur Welt, die er Schuf, immer Ja sagt: also preist er seine Welt.