The Will to Power, Book I and II An Attempted Transvaluation of all Values

By Friedrich Nietzsche

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could not have
been guilty of the profound error of regarding the conscious state
as the more valuable state. The intensity of consciousness stands in
the inverse ratio to the ease and speed of cerebral transmission.
Greek philosophy upheld the opposite view, which is always the sign of
weakened instincts.

We must, in sooth, seek _perfect life_ there where it is least
conscious (that is to say, there where it is least aware of its logic,
its reasons, its means, its intentions, and its _utility)._ The return
to the facts of _common sense,_ the facts of the common man and of
"paltry people." _Honesty and intelligence_ stored up for generations
of people who are quite unconscious of their principles, and who
even have some fear of principles. It is not reasonable to desire a
_reasoning virtue._ ... A philosopher is compromised by such a desire.


440.

When morality--that is to say, refinement, prudence, bravery, and
equity--have been stored up in the same way, thanks to the moral
efforts of a whole succession of generations, the collective power of
this hoard of virtue projects its rays even into that sphere where
honesty is most seldom present--the sphere of _intellect._ When a
thing becomes conscious, it is the sign of a state of ill-ease in
the organism; something new has got to be found, the organism is not
satisfied or adapted, it is subject to distress, suspense, and it is
hypersensitive--precisely all this is consciousness....

Gennius lies in the instincts; goodness does too. One only acts
perfectly when one acts instinctively. Even from the moral point of
view all thinking which is conscious is merely a process of groping,
and in the majority of cases an attack on morality. Scientific honesty
is always sacrificed when a thinker begins to reason: let any one try
the experiment: put the wisest man in the balance, and then let him
discourse upon morality....

It could also be proved that the whole of a man's _conscious_ thinking
shows a much lower standard of morality than the thoughts of the same
man would show if they were led by his _instincts._


441.

The struggle against Socrates, Plato, and all the Socratic schools,
proceeds from the profound instinct that man _is_ not made _better_
when he is shown that virtue may be demonstrated or based upon
reason.... This in the end is the niggardly fact, it was the agonal
instinct in all these born dialecticians, which drove them to glorify
their _personal abilities_ as the _highest of all qualities,_ and to
represent every other form of goodness as conditioned by them. The
_anti-scientific_ spirit of all this "philosophy": it _will

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Also sei mein Gang ihr Untergang! 10.
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Nun lebten sie frech in kurzen Lüsten, und über den Tag hin warfen sie kaum noch Ziele.
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Ihr schämt euch eurer Fluth, und Andre schämen sich ihrer Ebbe.
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Werthe legte erst der Mensch in die Dinge, sich zu erhalten, - er schuf erst den Dingen Sinn, einen Menschen-Sinn! Darum nennt er sich "Mensch", das ist: der Schätzende.
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Wahrlich, mit andern _Augen_, meine Brüder, werde ich mir dann meine Verlorenen suchen; mit einer andern Liebe werde ich euch dann lieben".
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So verwundetet ihr meine Tugend in ihrem Glauben.
Page 66
"Freilich, ihr heisst es Wille zur Zeugung oder Trieb zum Zwecke, zum Höheren, Ferneren, Vielfacheren: aber all diess ist Eins und Ein Geheimniss.
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Den Geruch verstaubter Ewigkeiten athmete ich: schwül und verstaubt lag meine Seele.
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Mitleid macht dumpfe Luft allen freien Seelen.
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Vielem nämlich ist Ehe verheissen und mehr als Ehe, - - Vielem, das fremder sich ist, als Mann und Weib: - und wer begriff es ganz, _wie_fremd_ sich Mann und Weib sind! Wollust: - doch ich will Zäune um meine Gedanken haben und auch noch um meine Worte: dass.
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Diess ist mein Mitleid mit allem Vergangenen, dass ich sehe: es ist preisgegeben, - - der Gnade, dem Geiste, dem Wahnsinne jedes Geschlechtes preisgegeben, das kommt und Alles, was war, zu seiner Brücke umdeutet! Ein grosser Gewalt-Herr könnte kommen, ein gewitzter Unhold, der mit seiner Gnade und Ungnade alles Vergangene zwänge und zwängte: bis es ihm Brücke würde und Vorzeichen und Herold und Hahnenschrei.
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Als er aber wieder zu sich kam, da war er bleich und zitterte und blieb liegen und wollte lange nicht essen noch trinken.
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"Oh Zarathustra, sagten sie, _daher_ also kommt es, dass du selber immer gelber und dunkler wirst, obschon dein Haar weiss und flächsern aussehen will? Siehe doch, du sitzest in deinem Peche!" - "Was sagt ihr da, meine Thiere, sagte Zarathustra und lachte dazu, wahrlich, ich lästerte als ich von Peche sprach.
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Der alte Zauberer schwieg eine Weile, dann sagte er: "Versuchte ich dich? Ich - suche nur.
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Da lief ich davon.
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Der Teufel selber ist vielleicht - Haut.
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Ihr würdet lügen, wenn ihr's anders sagtet! Ihr leidet Alle nicht, woran ich litt.
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Und wer möchte auch errathen, welche Gedanken dabei über Zarathustra's Seele liefen? Ersichtlich aber wich sein Geist zurück und floh voraus und war in weiten Fernen und gleichsam "auf hohem Joche, wie geschrieben steht, zwischen zwei Meeren, - zwischen Vergangenem und Zukünftigem als schwere Wolke wandelnd.
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Lass mich, du dummer tölpischer dumpfer Tag! Ist die Mitternacht nicht heller? Die Reinsten sollen der Erde Herrn sein, die Unerkanntesten, Stärksten, die Mitternachts-Seelen, die heller und tiefer sind als jeder Tag.
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