The Will to Power, Book I and II An Attempted Transvaluation of all Values

By Friedrich Nietzsche

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opposite feelings,--that is to say, when he sees his danger and
his undoing in disinterested and unselfish actions,--then he does not
belong to the herd.


287.

My philosophy aims at a new _order of rank: not_ at an individualistic
morality.[5] The spirit of the herd should rule within the herd--but
not beyond it: the leaders of the herd require a fundamentally
different valuation for their actions, as do also the independent ones
or the beasts of prey, etc.


[Footnote 5: TRANSLATOR'S NOTE--Here is a broad distinction between
Nietzsche and Herbert Spencer.]



3. GENERAL OBSERVATIONS CONCERNING MORALITY.


288.

_Morality regarded as an attempt at establishing human pride._--The
"Free-Will" theory is anti-religious. Its ultimate object is to bestow
the right upon man to regard himself as the _cause_ of his highest
states and actions: it is a form of the growing _feeling of pride._

Man feels his power his "happiness"; as they say: there must be a will
behind these states--otherwise they do not belong to him. Virtue is
an attempt at postulating a modicum of will, past or present, as the
necessary antecedent to every exalted and strong feeling of happiness:
if the will to certain actions is regularly present in consciousness,
a sensation of power may be interpreted as its result. This is a
_merely psychological point of view,_ based upon the false assumption
that nothing belongs to us which we have not consciously willed. The
whole of the teaching of responsibility relies upon the ingenuous
psychological rule that the will is the only cause, and that one must
have been aware of having willed in order to be able to regard _one's
self_ as a cause.

_Then comes the counter-movement_--that of the moral-philosophers.
These men still labour under the delusion that a man is responsible
only for what he has willed. The value of man is then made a _moral
value_: thus morality becomes a _causa prima_; for this there must be
some kind of principle in man, and "free will" is posited as _prima
causa._ The _arrière pensée_ is always this: If man is not a _causa
prima_ through his will, he must be irresponsible,--therefore he
does not come within the jurisdiction of morals,--virtue or vice is
automatic and mechanical....

In short: in order that man may respect himself he must be capable of
becoming evil.


289.

_Theatricalness_ regarded as the result of "Free Will" morality. It
is a step in the _development of the feeling of power itself_ to
believe one's self to be the author of one's exalted moments (of one's
perfection) and to have _willed_ them....

(Criticism: all perfect action is precisely unconscious and not
deliberate; consciousness is often the expression

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Sich unverantwortlicher fühlen und die Dinge zugleich interessanter finden - das gilt ihm als die doppelte Wohlthat, welche er der Metaphysik verdankt.
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- Die erste Stufe des Logischen ist das Urtheil; dessen Wesen besteht, nach der Feststellung der besten Logiker, im Glauben.
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Der Beruf fast jedes Menschen, sogar des Künstlers, beginnt mit Heuchelei, mit einem Nachmachen von Aussen her, mit einem Copiren des Wirkungsvollen.
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Jene Schmerzen mögen peinlich genug sein: aber man kann ohne Schmerzen nicht zu einem Führer und Erzieher der Menschheit werden; und wehe Dem, welcher diess versuchen möchte und jenes reine Gewissen nicht mehr hätte! 110.
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Von dem christlichen Erlösungsbedürfniss.
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Für grosse Geister selbst ist es also wahrscheinlich nützlicher, wenn sie über ihre Kraft und deren Herkunft zur Einsicht kommen, wenn sie also begreifen, welche rein menschlichen Eigenschaften in ihnen zusammengeflossen sind, welche Glücksumstände hinzutraten - also einmal anhaltende Energie, entschlossene Hinwendung zu einzelnen Zielen, grosser persönlicher Muth, sodann das Glück einer Erziehung, welche die besten Lehrer, Vorbilder, Methoden frühzeitig darbot.
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Es wird mit jener Höhe vorbei sein, wenn diese Wildheit und Energie nicht mehr gross gezüchtet werden.
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Trostrede eines desperaten Fortschritts.
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In ihnen gehen sowohl die Gespenster der Vergangenheit, als die Gespenster der Zukunft um: was Wunder, wenn sie dabei nicht die beste Miene machen, nicht die gefälligste Haltung haben? 251.
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Begabung.
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Beleidigen und beleidigt werden.
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Aber weil, wie gesagt, ihr Charakter sanft und billig ist, so.
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- Mitunter genügt schon eine stärkere Brille, um den Verliebten zu heilen; und wer die Kraft der Einbildung hätte, um ein Gesicht, eine Gestalt sich zwanzig Jahre älter vorzustellen, gienge vielleicht sehr ungestört durch das Leben.
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Vielleicht kann diess Alles anders werden, einstweilen ist es so.
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- Alles Gewohnte zieht ein immer fester werdendes Netz von Spinneweben um uns zusammen; und alsobald merken wir, dass die Fäden zu Stricken geworden sind und dass wir selber als Spinne in der Mitte sitzen, die.
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- Der demagogische Charakter und die Absicht, auf die Massen zu wirken, ist gegenwärtig allen politischen Parteien gemeinsam: sie alle sind genöthigt, der genannten Absicht wegen, ihre Principien zu grossen Alfresco-Dummheiten umzuwandeln und sie so an die Wand zu malen.
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- Wir sehen grosse Staatsmänner und überhaupt alle Die, welche sich vieler Menschen zur Durchführung ihrer Pläne bedienen müssen, bald so, bald so verfahren: entweder wählen sie sehr fein und sorgsam die zu ihren Plänen passenden Menschen aus und lassen ihnen dann verhältnissmässige grosse Freiheit, weil sie wissen, dass die Natur dieser Ausgewählten sie eben dahin treibt, wohin sie selber Jene haben wollen; oder sie wählen schlecht, ja nehmen.
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