The Twilight of the Idols - The Antichrist Complete Works, Volume Sixteen

By Friedrich Nietzsche

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chief reason why fuller, richer and profounder natures
can find no education or educators that are fit for them. Nothing
is more deleterious to this age than the superfluity of pretentious
loafers and fragmentary human beings; our universities are really
the involuntary forcing houses for this kind of withering-up of the
instincts of intellectuality. And the whole of Europe is beginning
to know this--politics on a large scale deceive no one. Germany is
becoming ever more and more the Flat-land of Europe. I am still in
search of a German with whom I could be serious after my own fashion.
And how much more am I in search of one with whom I could be cheerful
_--The Twilight of the Idols:_ ah! what man to-day would be capable
of understanding the kind of seriousness from which a philosopher is
recovering in this work! It is our cheerfulness that people understand
least.


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Let us examine another aspect of the question: it is not only obvious
that German culture is declining, but adequate reasons for this decline
are not lacking. After all, nobody can spend more than he has:--this
is true of individuals, it is also true of nations. If you spend
your strength in acquiring power, or in politics on a large scale,
or in economy, or in universal commerce, or in parliamentarism, or
in military interests--if you dissipate the modicum of reason, of
earnestness, of will, and of self-control that constitutes your nature
in one particular fashion, you cannot dissipate it in another. Culture
and the state--let no one be deceived on this point--are antagonists:
A "culture-state "[2] is merely a modern idea. The one lives upon
the other, the one flourishes at the expense of the other. All great
periods of culture have been periods of political decline; that which
is great from the standpoint of culture, was always unpolitical--even
anti-political. Goethe's heart opened at the coming of Napoleon--it
closed at the thought of the "Wars of Liberation." At the very moment
when Germany arose as a great power in the world of politics, France
won new importance as a force in the world of culture. Even at this
moment a large amount of fresh intellectual earnestness and passion
has emigrated to Paris; the question of pessimism, for instance,
and the question of Wagner; in France almost all psychological and
artistic questions are considered with incomparably more subtlety and
thoroughness than they are in Germany,--the Germans are even incapable
of this kind of earnestness. In the history of European culture the
rise of the Empire signifies, above all, a displacement of the centre
of gravity. Everywhere people are

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Der Mensch ist Etwas, das überwunden werden soll.
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Dein Glück war es, dass du dich dem todten Hunde geselltest; als du dich so erniedrigtest, hast du dich selber für heute errettet.
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Denn so spricht die Tugend: musst du Diener sein, so suche Den, welchem dein Dienst am besten nützt! "Der Geist und die Tugend deines Herrn sollen wachsen, dadurch dass du sein Diener bist: so wächsest du selber mit seinem Geiste und seiner Tugend!" Und wahrlich, ihr berühmten Weisen, ihr Diener des Volkes! Ihr selber wuchset mit des Volkes Geist und Tugend - und das Volk durch euch! Zu euren Ehren sage ich das! Aber Volk bleibt ihr mir auch noch in euren Tugenden, Volk mit blöden Augen, - Volk, das nicht weiss, was _Geist_ ist! Geist ist das Leben, das selber in's Leben schneidet: an der eignen Qual mehrt es sich das eigne Wissen, - wusstet ihr das schon? Und des Geistes Glück ist diess: gesalbt zu sein und durch Thränen geweiht zum Opferthier, - wusstet ihr das schon? Und die Blindheit des Blinden und sein Suchen und Tappen soll noch von der Macht der Sonne zeugen, in die er schaute, - wusstet ihr das schon? Und mit Bergen soll der Erkennende _bauen_ lernen! Wenig ist es, dass der Geist Berge versetzt, - wusstet ihr das schon? Ihr kennt nur des Geistes Funken: aber ihr seht den Ambos nicht, der er ist, und nicht die Grausamkeit seines Hammers! Wahrlich, ihr kennt des Geistes Stolz nicht! Aber noch weniger würdet ihr des Geistes Bescheidenheit ertragen, wenn sie einmal reden wollte! Und niemals noch durftet ihr euren Geist in eine Grube von Schnee werfen: ihr seid nicht heiss genug dazu! So kennt ihr auch die Entzückungen seiner Kälte nicht.
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Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden.
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Was liegt daran, dass eine Stadt zur Mumie wurde, und eine Bildsäule im Schlamme liegt! Und diess Wort sage ich noch den Umstürzern von Bildsäulen.
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Dieses sage ich euch zum Gleichniss.
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Zufälle.
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Allgenügsamkeit, die Alles zu schmecken weiss: das ist nicht der beste Geschmack! Ich ehre die widerspänstigen wählerischen Zungen und Mägen, welche "Ich" und "Ja" und "Nein" sagen lernten.
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Ich lehrte sie all _mein_ Dichten und Trachten: in Eins zu dichten und zusammen zu tragen, was Bruchstück ist am Menschen und Räthsel und grauser Zufall, - - als Dichter, Räthselrather und Erlöser des Zufalls lehrte ich sie an der Zukunft schaffen, und Alles, das _war_ -, schaffend zu erlösen.
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Du fletschest mich lieblich an mit weissen Zähnlein, deine bösen Augen springen gegen mich aus lockichtem Mähnlein! Das ist ein Tanz über Stock und Stein: ich bin der Jäger, - willst du mein Hund oder meine Gemse sein? Jetzt neben mir! Und geschwind, du boshafte Springerin! Jetzt hinauf! Und hinüber! - Wehe! Da fiel ich selber im Springen hin! Oh sieh mich liegen, du Übermuth, und um Gnade flehn! Gerne möchte ich mit dir - lieblichere Pfade gehn! - der Liebe Pfade durch stille bunte Büsche! Oder dort den See entlang: da schwimmen und tanzen Goldfische! Du bist jetzt müde? Da drüben sind Schafe und Abendröthen: ist es nicht schön, zu schlafen, wenn Schäfer flöten? Du bist so arg müde? Ich trage dich hin, lass nur die Arme sinken! Und hast du Durst, - ich hätte wohl Etwas, aber dein Mund will es nicht trinken! - - Oh diese verfluchte flinke gelenke Schlange und Schlupf-Hexe! Wo bist du hin? Aber im Gesicht fühle ich von deiner Hand zwei Tupfen und rothe Klexe! Ich bin es wahrlich müde, immer dein schafichter Schäfer zu sein! Du Hexe, habe ich dir bisher gesungen, nun sollst _du_ mir - schrein! Nach dem Takt meiner Peitsche sollst du mir tanzen und schrein! Ich vergass doch die Peitsche nicht? - Nein!" - 2.
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Wenn je ein Hauch zu mir kam vom schöpferischen Hauche und von jener himmlischen Noth, die noch Zufälle zwingt, Sternen-Reigen zu tanzen: Wenn ich je mit dem Lachen des schöpferischen Blitzes lachte, dem der lange Donner der That grollend, aber gehorsam nachfolgt: Wenn ich je am Göttertisch der Erde mit Göttern Würfel spielte, dass die Erde bebte und brach und Feuerflüsse heraufschnob: - - denn ein Göttertisch ist die Erde, und zitternd von schöpferischen neuen Worten und Götter-Würfen: - Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring de Wiederkunft! Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! 4.
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Iss und trink auch heute bei mir und vergieb es, dass ein vergnügter alter Mann mit dir zu Tische sitzt!" - "Ein vergnügter alter Mann? antwortete der Wahrsager, den Kopf schüttelnd: wer du aber auch bist oder sein willst, oh Zarathustra, du bist es zum Längsten hier Oben gewesen, - dein Nachen soll über Kurzem nicht mehr im Trocknen sitzen!" - "Sitze ich denn im Trocknen?" fragte Zarathustra lachend.
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"Was geht's dich an! sagte er und wollte weitergehn.
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Hört das, ihr Knaben! Diess Heute ist des Pöbels: wer _weiss_ da noch, was gross, was klein ist! Wer suchte da mit Glück nach Grösse! Ein Narr allein: den Narren glückt's.
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"Siehe da, du Ehrwürdiger, sagte er dann, welche schöne und lange Hand! Das ist die Hand eines Solchen, der immer Segen ausgetheilt hat.
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Und nicht-helfen-wollen kann vornehmer sein als jene Tugend, die zuspringt.
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Schmach und Hässlichkeit.
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Dazu muss ich noch lange lustig auf den Beinen sein.
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Eure Schultern drückt manche Last, manche Erinnerung; manch schlimmer Zwerg hockt in euren Winkeln.
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