The Twilight of the Idols - The Antichrist Complete Works, Volume Sixteen

By Friedrich Nietzsche

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one shall any longer be made responsible, that
the nature of existence may not be traced to a _causa prima_, that the
world is an entity neither as a sensorium nor as a spirit--_this alone
is the great deliverance_,--thus alone is the innocence of Becoming
restored.... The concept "God" has been the greatest objection to
existence hitherto.... We deny God, we deny responsibility in God: thus
alone do we save the world.--




THE "IMPROVERS" OF MANKIND



1


You are aware of my demand upon philosophers, that they should take
up a stand Beyond Good and Evil,--that they should have the illusion
of the moral judgment beneath them. This demand is the result of a
point of view which I was the first to formulate: _that there are no
such things as moral facts._ Moral judgment has this in common with
the religious one, that it believes in realities which are not real.
Morality is only an interpretation of certain phenomena: or, more
strictly speaking, a misinterpretation of them. Moral judgment, like
the religious one, belongs to a stage of ignorance in which even the
concept of reality, the distinction between real and imagined things,
is still lacking: so that truth, at such a stage, is applied to a host
of things which to-day we call "imaginary." That is why the moral
judgment must never be taken quite literally: as such it is sheer
nonsense. As a sign code, however, it is invaluable: to him at least
who knows, it reveals the most valuable facts concerning cultures and
inner conditions, which did not know enough to "understand" themselves.
Morality is merely a sign-language, simply symptomatology: one must
already know what it is all about in order to turn it to any use.


2

Let me give you one example, quite provisionally. In all ages there
have been people who wished to "improve" mankind: this above all
is what was called morality. But the most different tendencies
are concealed beneath the same word. Both the taming of the beast
man, and the rearing of a particular type of man, have been called
"improvement": these zoological _termini,_ alone, represent real
things--real things of which the typical "improver," the priest,
naturally knows nothing, and will know nothing. To call the taming
of an animal "improving" it, sounds to our ears almost like a joke.
He who knows what goes on in menageries, doubts very much whether an
animal is improved in such places. It is certainly weakened, it is
made less dangerous, and by means of the depressing influence of fear,
pain, wounds, and hunger, it is converted into a sick animal. And the
same

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen: "Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch Nichts davon gehört, dass _Gott todt_ ist!" - 3.
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Und nun verleumdeten sie alle hohen Hoffnungen.
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Aber mit Einem Male wurde er die Magd eines Weibes, und nun thäte es Noth, dass er darüber noch zum Engel werde.
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Dann fuhr er also fort zu reden: - und seine Stimme hatte sich verwandelt.
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Nun heisse ich euch, mich verlieren und euch finden; und erst, wenn ihr mich Alle verleugnet habt, will ich euch wiederkehren.
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Also, gleich Feigen, fallen euch diese Lehren zu, meine Freunde: nun trinkt ihren Saft und ihr süsses Fleisch! Herbst ist es umher und reiner Himmel und Nachmittag.
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Ihre Eifersucht führt sie auch auf der Denker Pfade; und diess ist das Merkmal ihrer Eifersucht - immer gehn sie zu weit: dass ihre Müdigkeit sich zuletzt noch auf Schnee schlafen legen muss.
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Was überredet das Lebendige, dass es gehorcht und befiehlt und befehlend noch Gehorsam übt? Hört mir nun mein Wort, ihr Weisesten! Prüft es ernstlich, ob ich dem Leben selber in's Herz kroch und bis in die Wurzeln seines Herzens! Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zur Macht; und noch im Willen des Dienenden fand ich den Willen, Herr zu sein.
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Zwar ruht er jetzt, aber seine Ruhe hat sich noch nicht in die Sonne gelegt.
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Immer noch kann ich mit ihnen - Heuchlern die Wahrheit sagen! ja, meine Gräten, Muscheln und Stachelblätter sollen - Heuchlern die Nasen kitzeln! Schlechte Luft ist immer um euch und eure Mahlzeiten: eure lüsternen Gedanken, eure Lügen und Heimlichkeiten sind ja in der Luft! Wagt es doch erst, euch selber zu glauben - euch und euren Eingeweiden! Wer sich selber nicht glaubt, lügt immer.
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Die Besten wurden ihrer Werke müde.
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Ach, Freunde, errathet ihr wohl auch meines Herzens doppelten Willen? Das, Das ist _mein_ Abhang und meine Gefahr, dass mein Blick in die Höhe stürzt, und dass meine Hand sich halten und stützen möchte - an der Tiefe! An den Menschen klammert sich mein Wille, mit Ketten binde ich mich an den Menschen, weil es mich hinauf reisst zum Obermenschen: denn dahin will mein andrer Wille.
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Von der Seligkeit wider Willen Mit solchen Räthseln und Bitternissen im Herzen fuhr Zarathustra über das Meer.
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Genug des Furchtbaren war mir immer schon deine Schwere: aber einst soll ich noch die Stärke finden und die Löwen-Stimme, die dich herauf ruft! Wenn ich mich dessen erst überwunden habe, dann will ich mich auch des Grösseren noch überwinden; und ein _Sieg_ soll meiner Vollendung Siegel sein! - Inzwischen treibe ich noch auf ungewissen Meeren; der Zufall schmeichelt mir, der glattzüngige; vorwärts und rückwärts schaue ich -, noch schaue ich kein Ende.
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Oh meine Seele, es giebt nun nirgends eine Seele, die liebender wäre und umfangender und umfänglicher! Wo wäre Zukunft und Vergangnes näher beisammen als bei dir? Oh meine Seele, ich gab dir Alles, und alle meine Hände sind an dich leer geworden: - und nun! Nun sagst du mir lächelnd und voll Schwermuth: "Wer von uns hat zu danken? - - hat der Geber nicht zu danken, dass der Nehmende nahm? Ist Schenken nicht eine Nothdurft? Ist Nehmen nicht - Erbarmen?" - Oh meine Seele, ich verstehe das Lächeln deiner Schwermuth: dein Über-Reichthum selber streckt nun sehnende Hände aus! Deine Fülle blickt über brausende Meere hin und sucht und wartet; die Sehnsucht der Über-Fülle blickt aus deinem lächelnden Augen-Himmel! Und wahrlich, oh meine Seele! Wer sähe dein Lächeln und schmelze nicht vor Thränen? Die Engel selber schmelzen vor Thränen ob der Über-Güte deines Lächelns.
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Wenn ich ein Wahrsager bin und voll jenes wahrsagerischen Geistes, der auf hohem Joche zwischen.
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Des Abends aber wird bei mir - getanzt!" - - Also sprach Zarathustra.
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Dass ihr verzweifeltet, daran ist Viel zu ehren.
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Und so ist's billig.
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"Wohlan! rief er hinauf, so gefällt und gebührt es mir.