The Twilight of the Idols - The Antichrist Complete Works, Volume Sixteen

By Friedrich Nietzsche

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faith (--_not_ only desired, and _not_
merely promised by the somewhat suspicious lips of a priest): could
salvation--or, in technical terminology, _happiness_--ever be a proof
of truth? So little is it so that, when pleasurable sensations make
their influence felt in replying to the question "what is true," they
furnish almost the contradiction of truth, or at any rate they make
it in the highest degree suspicious. The proof through "happiness,"
is a proof of happiness--and nothing else; why in the world should
we take it for granted that _true_ judgments cause more pleasure than
false ones, and that in accordance with a pre-established harmony, they
necessarily bring pleasant feelings in their wake?--The experience of
all strict and profound minds teaches the _reverse._ Every inch of
truth has been conquered only after a struggle, almost everything to
which our heart, our love and our trust in life cleaves, has had to be
sacrificed for it Greatness of soul is necessary for this: the service
of truth is the hardest of all services.--What then is meant by honesty
in things intellectual? It means that a man is severe towards his own
heart, that he scorns "beautiful feelings," and that he makes a matter
of conscience out of every Yea and Nay!---Faith saveth: _consequently_
it lies....


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The fact that faith may in certain circumstances save, the fact that
salvation as the result of an _idée fixe_ does not constitute a true
idea, the fact that faith moves _no_ mountains, but may very readily
raise them where previously they did not exist--all these things are
made sufficiently clear by a mere casual stroll through a _lunatic
asylum._ Of course _no_ priest would find this sufficient: for he
instinctively denies that illness is illness or that lunatic asylums
are lunatic asylums. Christianity is in _need_ of illness, just as
Ancient Greece was in need of a superabundance of health. The actual
ulterior motive of the whole of the Church's system of salvation
is to _make people ill._ And is not the Church itself the Catholic
madhouse as an ultimate ideal?--The earth as a whole converted into a
madhouse?--The kind of religious man which the Church aims at producing
is a typical _decadent_ The moment of time at which a religious crisis
attains the ascendancy over a people, is always characterised by
nerve-epidemics; the "inner world" of the religious man is ridiculously
like the "inner world" of over-irritable and exhausted people; the
"highest" states which Christianity holds up to mankind as the value
of values, are epileptic in character,--the Church has pronounced only
madmen _or_ great swindlers _in majorem dei honorem_ holy. Once I
ventured

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Wie nennen sie es doch, was sie stolz macht? Bildung nennen sie's, es zeichnet sie aus vor den Ziegenhirten.
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Du legtest dein höchstes Ziel diesen Leidenschaften an's Herz: da wurden sie deine Tugenden und Freudenschaften.
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Muth, der die Gespenster verscheucht, schafft sich selber Kobolde, - der Muth will lachen.
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Seht mir doch diese Überflüssigen! Sie stehlen sich die Werke der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie ihren Diebstahl - und Alles wird ihnen zu Krankheit und Ungemach! Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung.
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Liebe, die herrschen will, und Liebe, die gehorchen will, erschufen sich zusammen solche Tafeln.
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Einsamer, du gehst den Weg zu dir selber! Und an dir selber fuhrt dein Weg vorbei und an deinen sieben Teufeln! Ketzer wirst du dir selber sein und Hexe und Wahrsager und Narr und Zweifler und Unheiliger und Bösewicht.
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Lebendige Denkmale sollst du bauen deinem Siege und deiner Befreiung.
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mit der Macht eurer Tugend! Eure schenkende Liebe und eure Erkenntniss diene dem Sinn der Erde! Also bitte und beschwöre ich euch.
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Also, gleich Feigen, fallen euch diese Lehren zu, meine Freunde: nun trinkt ihren Saft und ihr süsses Fleisch! Herbst ist es umher und reiner Himmel und Nachmittag.
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Ihr liebt eure Tugend, wie die Mutter ihr Kind; aber wann hörte man, dass eine Mutter bezahlt sein wollte für ihre Liebe? Es ist euer liebstes Selbst, eure Tugend.
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Und nicht das ist der Bissen, an dem ich am meisten würgte, zu wissen, dass das Leben selber Feindschaft nöthig hat und Sterben und Marterkreuze: - Sondern ich fragte einst und erstickte fast an meiner Frage: wie? hat das.
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Gegen die Stunde des Mittags aber, da der Capitän und seine Leute wieder beisammen waren, sahen sie plötzlich durch die Luft einen Mann auf sich zukommen, und eine Stimme sagte deutlich: "es ist Zeit! Es ist die höchste Zeit!" Wie die Gestalt ihnen aber am nächsten war - sie flog aber schnell gleich einem Schatten vorbei, in der Richtung, wo der Feuerberg lag - da erkannten sie mit grösster Bestürzung, dass es Zarathustra sei; denn sie hatten ihn Alle schon gesehn, ausgenommen der Capitän selber, und sie liebten ihn, wie das Volk liebt: also dass zu gleichen Theilen Liebe und Scheu beisammen sind.
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Gelobt sei, was hart macht! Ich lobe das Land nicht, wo Butter und Honig - fliesst! Von sich _absehn_ lernen ist nöthig, um _Viel_ zu sehn: - diese Härte thut jedem Berge-Steigenden Noth.
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Mensch über alle Dinge.
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Wenn je ein Hauch zu mir kam vom schöpferischen Hauche und von jener himmlischen Noth, die noch Zufälle zwingt, Sternen-Reigen zu tanzen: Wenn ich je mit dem Lachen des schöpferischen Blitzes lachte, dem der lange Donner der That grollend, aber gehorsam nachfolgt: Wenn ich je am Göttertisch der Erde mit Göttern Würfel spielte, dass die Erde bebte und brach und Feuerflüsse heraufschnob: - - denn ein Göttertisch ist die Erde, und zitternd von schöpferischen neuen Worten und Götter-Würfen: - Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring de Wiederkunft! Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! 4.
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" Als Diess die Könige hörten, schlugen sie sich an die Brust und sprachen mit Einem Munde: "Wir sind erkannt! Mit dem Schwerte dieses Wortes zerhaust du unsres Herzens dickste Finsterniss.
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Und wahrlich, wenn der Mensch auch die ganze Welt gewönne und lernte das Eine nicht, das Wiederkäuen: was hülfe es! Er würde nicht seine Trübsal los - seine grosse Trübsal: die aber heisst heute _Ekel_.
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Nicht auf _euch_ wartete ich hier in diesen Bergen.
Page 177
Wir _suchen_ Verschiednes.
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Oh Tag, du tappst nach mir? Du tastest nach meinem Glücke? Ich bin dir reich, einsam, eine Schatzgrube, eine Goldkammer? Oh Welt, du willst.