The Genealogy of Morals The Complete Works, Volume Thirteen, edited by Dr. Oscar Levy.

By Friedrich Nietzsche

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copy, the mimic,
of the normal treatment of the hated, disdained, and conquered enemy,
who is not only deprived of every right and protection but of every
mercy; so we have the martial law and triumphant festival of the _væ
victis_! in all its mercilessness and cruelty. This shows why war
itself (counting the sacrificial cult of war) has produced all the
forms under which punishment has manifested itself in history.


10.

As it grows more powerful, the community tends to take the offences of
the individual less seriously, because they are now regarded as being
much less revolutionary and dangerous to the corporate existence: the
evil-doer is no more outlawed and put outside the pale, the common
wrath can no longer vent itself upon him with its old licence,--on
the contrary, from this very time it is against this wrath, and
particularly against the wrath of those directly injured, that the
evil-doer is carefully shielded and protected by the community. As, in
fact, the penal law develops, the following characteristics become
more and more clearly marked: compromise with the wrath of those
directly affected by the misdeed; a consequent endeavour to localise
the matter and to prevent a further, or indeed a general spread of
the disturbance; attempts to find equivalents and to settle the whole
matter (compositio); above all, the will, which manifests itself with
increasing definiteness, to treat every offence as in a certain degree
capable of _being paid off_, and consequently, at any rate up to a
certain point, to _isolate_ the offender from his act. As the power and
the self-consciousness of a community increases, so proportionately
does the penal law become mitigated; conversely every weakening and
jeopardising of the community revives the harshest forms of that law.
The creditor has always grown more humane proportionately as he has
grown more rich; finally the amount of injury he can endure without
really suffering becomes the criterion of his wealth. It is possible
to conceive of a society blessed with so great a _consciousness of its
own power_ as to indulge in the most aristocratic luxury of letting
its wrong-doers go _scot-free_.--"What do my parasites matter to me?"
might society say. "Let them live and flourish! I am strong enough for
it."--The justice which began with the maxim, "Everything can be paid
off, everything must be paid off," ends with connivance at the escape
of those who cannot pay to escape--it ends, like every good thing on
earth, by _destroying itself_.--The self-destruction of Justice! we
know the pretty name it calls itself--_Grace!_ it remains, as is
obvious, the privilege of the strongest, better still, their super-law.


11.

A

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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noch am redlichsten von seinem Sein, dieses schaffende, wollende, werthende Ich, welches das Maass und der Werth der Dinge ist.
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Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates.
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Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und Nichts.
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Nur muss man reich genug.
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Ja, ich wollte, dass die Erde in Krämpfen bebte, wenn sich ein Heiliger und eine Gans mit einander paaren.
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Möchte ein Sturm kommen, der all diess Faule und Wurmfressne vom Baume schüttelt! Möchten Prediger kommen des _schnellen_ Todes! Das wären mir die rechten Stürme und Schüttler an Lebensbäumen Aber ich höre nur den langsamen Tod predigen und Geduld mit allem "Irdischen".
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Wenn euer Herz breit und voll wallt, dem Strome gleich, ein Segen und eine Gefahr den Anwohnenden: da ist der Ursprung eurer Tugend.
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Vom Steine stäuben Stücke: was schiert mich das? Vollenden will ich's: denn ein Schatten kam zu mir - aller Dinge Stillstes und Leichtestes kam einst zu mir! Des Übermenschen Schönheit kam zu mir als Schatten.
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Dem aber, der vom Teufel besessen ist, sage ich diess Wort in's Ohr: "besser noch, du ziehest deinen Teufel gross! Auch für dich giebt es noch einen Weg der Grösse!" - Ach, meine Brüder! Man weiss von Jedermann Etwas zu viel! Und Mancher wird uns durchsichtig, aber desshalb können wir noch lange nicht durch ihn hindurch.
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Frei von dem Glück der Knechte, erlöst von Göttern und Anbetungen, furchtlos und fürchterlich, gross und einsam: so ist der Wille des Wahrhaftigen.
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Aber ein Lügner war er mir mit seiner Schwangerschaft; und eher noch will ich an den Mann im Monde glauben als an das Weib.
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Immer noch kann ich mit ihnen - Heuchlern die Wahrheit sagen! ja, meine Gräten, Muscheln und Stachelblätter sollen - Heuchlern die Nasen kitzeln! Schlechte Luft ist immer um euch und eure Mahlzeiten: eure lüsternen Gedanken, eure Lügen und Heimlichkeiten sind ja in der Luft! Wagt es doch erst, euch selber zu glauben - euch und euren Eingeweiden! Wer sich selber nicht glaubt, lügt immer.
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Wir sind einander fremd, und ihre Tugenden gehn mir noch mehr wider den Geschmack, als ihre Falschheiten und falschen Würfel.
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Denn er will durchaus das wichtigste Thier auf Erden sein, der Staat; und man glaubt's ihm auch.
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Sein Schweigen aber drückte mich; und solchermaassen zu Zwein ist man wahrlich einsamer als zu Einem! Ich stieg, ich stieg, ich träumte, ich dachte, - aber Alles drückte mich.
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Meine weise Sehnsucht schrie und lachte also aus mir, die auf Bergen geboren ist, eine wilde Weisheit wahrlich! - meine grosse flügelbrausende Sehnsucht.
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Wenn die Schwerter durcheinander liefen gleich rothgefleckten Schlangen, da wurden unsre Väter dem Leben gut; alles Friedens Sonne dünkte sie flau und lau, der lange Frieden aber machte Scham.
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in meine heimlichsten Gedanken einsteigen? Schamloser! Unbekannter - Dieb! Was willst du dir erstehlen, Was willst du dir erhorchen, Was willst du dir erfoltern, Du Folterer! Du - Henker-Gott! Oder soll ich, dem Hunde gleich, Vor dir mich wälzen? Hingebend, begeistert-ausser-mir, Dir - Liebe zuwedeln? Umsonst! Stich weiter, Grausamster Stachel! Nein, Kein Hund - dein Wild nur bin ich, Grausamster Jäger! Dein stolzester Gefangner, Du Räuber hinter Wolken! Sprich endlich, Was willst du, Wegelagerer, von _mir_? Du Blitz-Verhüllter! Unbekannter! Sprich, Was _willst_ du, unbekannter Gott? - - Wie? Lösegeld? Was willst du Lösegelds? Verlange Viel - das räth mein Stolz! Und rede kurz - das räth mein andrer Stolz! Haha! Mich - willst du? Mich? Mich - ganz? Haha! Und marterst mich, Narr, der du bist, Zermarterst meinen Stolz? Gieb _Liebe_ mir - wer wärmt mich noch? Wer liebt mich noch? - gieb heisse Hände, Gieb Herzens-Kohlenbecken, Gieb mir, dem Einsamsten, Den Eis, ach! siebenfaches Eis Nach Feinden selber, Nach Feinden schmachten lehrt, Gieb, ja ergieb, Grausamster Feind, Mir - _dich_! - - Davon! Da floh er selber, Mein letzter einziger Genoss, Mein grosser Feind, Mein Unbekannter, Mein Henker-Gott! - - Nein! Komm zurück, Mit allen deinen Martern! Zum Letzten aller Einsamen Oh komm zurück! All meine Thränen-Bäche laufen Zu dir den Lauf! Und meine letzte Herzens-Flamme - _Dir_ glüht sie auf! Oh komm zurück, Mein unbekannter Gott! Mein.
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Es war nämlich ein Thal, welches alle Thiere mieden, auch die Raubthiere-, nur dass eine Art hässlicher, dicker, grüner Schlangen, wenn sie alt wurden, hierher kamen, um zu sterben.
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Zu wem wollte ich, wenn nicht zu dir? Bleib, setze dich! Blicke mich aber nicht an! Ehre also - meine Hässlichkeit! Sie verfolgen mich: nun bist _du_ meine letzte Zuflucht.