The Genealogy of Morals The Complete Works, Volume Thirteen, edited by Dr. Oscar Levy.

By Friedrich Nietzsche

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one should honour all authority)--not only are they
better men, but that they also have a 'better time,' at any rate,
will one day have a 'better time.' But enough! Enough! I can endure
it no longer. Bad air! Bad air! These workshops _where ideals are
manufactured_--verily they reek with the crassest lies."

Nay. Just one minute! You are saying nothing about the masterpieces
of these virtuosos of black magic, who can produce whiteness, milk,
and innocence out of any black you like: have you not noticed what a
pitch of refinement is attained by their _chef d'œuvre_, their most
audacious, subtle, ingenious, and lying artist-trick? Take care! These
cellar-beasts, full of revenge and hate--what do they make, forsooth,
out of their revenge and hate? Do you hear these words? Would you
suspect, if you trusted only their words, that you are among men of
resentment and nothing else?

"I understand, I prick my ears up again (ah! ah! ah! and I hold my
nose). Now do I hear for the first time that which they have said so
often: 'We good, _we are the righteous_'--what they demand they call
not revenge but 'the triumph of _righteousness_'; what they hate is
not their enemy, no, they hate 'unrighteousness,' 'godlessness'; what
they believe in and hope is not the hope of revenge, the intoxication
of sweet revenge (--"sweeter than honey," did Homer call it?), but the
victory of God, of the _righteous_ _God_ over the 'godless'; what is
left for them to love in this world is not _their_ brothers in hate,
but their 'brothers in love,' as they say, all the good and righteous
on the earth."

And how do they name that which serves them as a solace against all
the troubles of life--their phantasmagoria of their anticipated future
blessedness?

"How? Do I hear right? They call it 'the last judgment,' the advent of
their kingdom, 'the kingdom of God'--but _in the meanwhile_ they live
'in faith,' 'in love,' 'in hope.'"

Enough! Enough!


15.

In the faith in what? In the love for what? In the hope of what? These
weaklings!--they also, forsooth, wish to be the strong some time; there
is no doubt about it, some time _their_ kingdom also must come--"the
kingdom of God" is their name for it, as has been mentioned: they are
so meek in everything! Yet in order to experience _that_ kingdom it
is necessary to live long, to live beyond death,--yes, _eternal_ life
is necessary so that one can make up for ever for that earthly life
"in faith," "in love," "in hope." Make up for what? Make up by what?
Dante, as

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Einige Sprossen zurück.
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Es steckt so fest in den Leidenschaften, in der Sprache, in der Kunst, in der Religion und überhaupt in Allem, was dem Leben Werth verleiht, dass man es nicht herausziehen kann, ohne damit diese schönen Dinge heillos zu beschädigen.
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Ebenso will man nicht zugeben, dass alles jenes, was die Menschen mit Opfern an Glück und Leben in früheren Jahrhunderten vertheidigt haben, Nichts.
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Wie kann man einen Einfluss auf diese furchtbaren Unbekannten ausüben, wie kann man das Reich der Freiheit binden? so fragt er sich, so forscht er ängstlich: giebt es denn keine Mittel, jene Mächte ebenso durch ein Herkommen und Gesetz regelmässig zu machen, wie du selber regelmässig bist? - Das Nachdenken der magie- und wundergläubigen Menschen geht dahin, der Natur ein Gesetz auf zulegen -: und kurz gesagt, der religiöse Cultus ist das Ergebniss dieses Nachdenkens.
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- Es ist nicht genug Liebe und Güte in der Welt, um noch davon an eingebildete Wesen wegschenken zu dürfen.
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In allen pessimistischen Religionen wird der Zeugungsact als schlecht an sich empfunden, aber keineswegs ist diese Empfindung eine allgemein-menschliche; selbst nicht einmal das Urtheil aller Pessimisten ist sich hierin gleich.
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Der wissenschaftliche Mensch ist die Weiterentwickelung des künstlerischen.
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Im einen Bereiche liegt die Kraftquelle, im anderen der Regulator: mit Illusionen, Einseitigkeiten, Leidenschaften muss geheizt werden, mit Hülfe der erkennenden Wissenschaft muss den bösartigen und gefährlichen Folgen einer Ueberheizung vorgebeugt werden.
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Aber zugleich ist es das eigentliche Verhängniss der griechischen Bildung gewesen, denn Homer verflachte, indem er centralisirte, und löste die ernsteren Instincte der Unabhängigkeit auf.
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- Der Epikureer hat den selben Gesichtspunct wie der Cyniker; zwischen ihm und jenem ist gewöhnlich nur ein Unterschied des Temperamentes.
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Es gehört desshalb zu den nothwendigen Correcturen, welche man am Charakter der Menschheit vornehmen muss, das beschauliche Element in grossem Maasse zu verstärken.
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Nebenerfolg.
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- In.
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Sich lieben lassen.
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Er sagt für gewöhnlich seine Meinung, aber sagt sie einmal auch nicht, um seiner Partei oder der Politik seines Landes oder endlich sich selbst zu nützen.
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Der richtige Beruf.
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Vorurtheil für die kalten Menschen.
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- So wie schlechte Dichter im zweiten Theil des Verses zum Reime den Gedanken suchen, so pflegen die Menschen in der zweiten Hälfte des Lebens, ängstlicher geworden, die Handlungen, Stellungen, Verhältnisse zu suchen, welche zu denen ihres früheren Lebens passen, so dass äusserlich Alles wohl zusammenklingt: aber ihr Leben ist nicht mehr von einem starken Gedanken beherrscht und immer wieder neu bestimmt, sondern an die Stelle desselben tritt die Absicht, einen Reim zu finden.
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632.
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Aus den Leidenschaften wachsen die Meinungen; die Trägheit des Geistes lässt diese zu Ueberzeugungen erstarren.