On the Future of our Educational Institutions

By Friedrich Nietzsche

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dream
framed, as it were, by two periods of growth. We two remained quiet
and peaceful, although we were surrounded by fellows who in the main
were very differently disposed, and from time to time we experienced
considerable difficulty in meeting and resisting the somewhat too
pressing advances of the young men of our own age. Now, however, that
I can look upon the stand we had to take against these opposing
forces, I cannot help associating them in my mind with those checks we
are wont to receive in our dreams, as, for instance, when we imagine
we are able to fly and yet feel ourselves held back by some
incomprehensible power.

I and my friend had many reminiscences in common, and these dated from
the period of our boyhood upwards. One of these I must relate to you,
since it forms a sort of prelude to the harmless experience already
mentioned. On the occasion of a certain journey up the Rhine, which we
had made together one summer, it happened that he and I independently
conceived the very same plan at the same hour and on the same spot,
and we were so struck by this unwonted coincidence that we determined
to carry the plan out forthwith. We resolved to found a kind of small
club which would consist of ourselves and a few friends, and the
object of which would be to provide us with a stable and binding
organisation directing and adding interest to our creative impulses in
art and literature; or, to put it more plainly: each of us would be
pledged to present an original piece of work to the club once a
month,--either a poem, a treatise, an architectural design, or a
musical composition, upon which each of the others, in a friendly
spirit, would have to pass free and unrestrained criticism.

We thus hoped, by means of mutual correction, to be able both to
stimulate and to chasten our creative impulses and, as a matter of
fact, the success of the scheme was such that we have both always felt
a sort of respectful attachment for the hour and the place at which it
first took shape in our minds.

This attachment was very soon transformed into a rite; for we all
agreed to go, whenever it was possible to do so, once a year to that
lonely spot near Rolandseck, where on that summer's day, while sitting
together, lost in meditation, we were suddenly inspired by the same
thought. Frankly speaking, the rules which were drawn up on the
formation of the club were never very strictly observed;

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Dass es dergleichen freie Geister einmal geben könnte, dass unser Europa unter seinen Söhnen von Morgen und Uebermorgen solche muntere und verwegene Gesellen haben wird, leibhaft und handgreiflich und nicht nur, wie in meinem Falle, als Schemen und Einsiedler-Schattenspiel: daran möchte ich am wenigsten zweifeln.
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Erstes Hauptstück.
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Es erinnert sich bei ihnen Etwas in uns und wird sich ähnlicher Zustände und deren Herkunft bewusst.
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Vortheile der psychologischen Beobachtung.
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56.
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- Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich beschäftigt, um boshaft zu sein.
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- Moralisch, sittlich, ethisch sein heisst Gehorsam gegen ein altbegründetes Gesetz oder Herkommen haben.
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Weise sich sündhaft fühlen und dadurch überhaupt erregt, belebt, beseelt werden.
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Seine Stellung ist die ästhetische Stellung zum Kunstwerk, die des Schaffenden; die erstbeschriebene, mit alleiniger Rücksicht auf den Stoff, die des Volkes.
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Europa ist in die Schule des consequenten und kritischen Denkens gegangen, Asien weiss immer noch nicht zwischen Wahrheit und Dichtung zu unterscheiden und ist sich nicht bewusst, ob seine Ueberzeugungen aus eigener Beobachtung und regelrechtem Denken oder aus Phantasien stammen.
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Wie muthige Leute gewonnen werden.
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- Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher, als Männer; zuvörderst weil sie durch keine Rücksicht auf Billigkeit in ihrer einmal erregten feindseligen Empfindung gehemmt werden, sondern ungestört ihren Hass bis zu den letzten Consequenzen anwachsen lassen, sodann weil sie darauf eingeübt sind, wunde Stellen (die jeder Mensch, jede Partei hat) zu finden und dort hinein zu stechen: wozu ihnen ihr dolchspitzer Verstand treffliche Dienste leistet (während die Männer beim Anblick von Wunden zurückhaltend, oft grossmüthig und versöhnlich gestimmt werden).
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Die Vergleichung kann vielleicht fortgesetzt werden.
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In den Pausen aber, in welchen die Bedürfnisse gestillt sind und gleichsam schlafen, überfällt uns die Langeweile.
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Das Alter endlich bringt häufig eine gewisse Milde und Nachsicht in den Klang und verzuckert ihn gleichsam: in manchen Fällen freilich versäuert sie ihn auch.
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- Die grosse Aufopferung wird, im Falle der Wahl, einer kleinen Aufopferung vorgezogen: weil wir für die grosse uns durch Selbstbewunderung entschädigen, was uns bei der kleinen nicht möglich ist.
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Wer nicht durch verschiedene Ueberzeugungen hindurchgegangen ist, sondern in dem Glauben hängen bleibt, in dessen Netz er sich zuerst verfieng, ist unter allen Umständen eben wegen dieser Unwandelbarkeit ein Vertreter zurückgebliebener Culturen; er ist gemäss diesem Mangel an Bildung (welche immer Bildbarkeit voraussetzt) hart, unverständig, unbelehrbar, ohne Milde, ein ewiger Verdächtiger, ein Unbedenklicher, der zu allen Mitteln greift, seine Meinung durchzusetzen, weil er gar nicht begreifen kann, dass es andere Meinungen geben müsse; er ist, in solchem Betracht, vielleicht eine Kraftquelle und in allzu frei und schlaff gewordenen Culturen sogar heilsam, aber doch nur, weil er kräftig anreizt, ihm Widerpart zu halten: denn dabei wird das zartere Gebilde der neuen Cultur, welche zum Kampf mit ihm gezwungen ist, selber stark.
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Schön.