On the Future of our Educational Institutions

By Friedrich Nietzsche

Page 37

that belongs to his native
soil. The splendid practice afforded by translating from one language
into another, which so improves and fertilises one's artistic feeling
for one's own tongue, is, in the case of German, never conducted with
that fitting categorical strictness and dignity which would be above
all necessary in dealing with an undisciplined language. Of late,
exercises of this kind have tended to decrease ever more and more:
people are satisfied to _know_ the foreign classical tongues, they
would scorn being able to _apply_ them.

"Here one gets another glimpse of the scholarly tendency of public
schools: a phenomenon which throws much light upon the object which
once animated them,--that is to say, the serious desire to cultivate
the pupil. This belonged to the time of our great poets, those few
really cultured Germans,--the time when the magnificent Friedrich
August Wolf directed the new stream of classical thought, introduced
from Greece and Rome by those men, into the heart of the public
schools. Thanks to his bold start, a new order of public schools was
established, which thenceforward was not to be merely a nursery for
science, but, above all, the actual consecrated home of all higher and
nobler culture.

"Of the many necessary measures which this change called into being,
some of the most important have been transferred with lasting success
to the modern regulations of public schools: the most important of
all, however, did not succeed--the one demanding that the teacher,
also, should be consecrated to the new spirit, so that the aim of the
public school has meanwhile considerably departed from the original
plan laid down by Wolf, which was the cultivation of the pupil. The
old estimate of scholarship and scholarly culture, as an absolute,
which Wolf overcame, seems after a slow and spiritless struggle rather
to have taken the place of the culture-principle of more recent
introduction, and now claims its former exclusive rights, though not
with the same frankness, but disguised and with features veiled. And
the reason why it was impossible to make public schools fall in with
the magnificent plan of classical culture lay in the un-German, almost
foreign or cosmopolitan nature of these efforts in the cause of
education: in the belief that it was possible to remove the native
soil from under a man's feet and that he should still remain standing;
in the illusion that people can spring direct, without bridges, into
the strange Hellenic world, by abjuring German and the German mind in
general.

"Of course one must know how to trace this Germanic spirit to its lair
beneath its many modern dressings, or even beneath heaps

Last Page Next Page

Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

Page 8
Was die materialistische Atomistik betrifft: so gehört dieselbe zu den bestwiderlegten Dingen, die es giebt; und vielleicht ist heute in Europa Niemand unter den Gelehrten mehr so ungelehrt, ihr ausser zum bequemen Hand- und.
Page 10
Was ist klar, was "erklärt"? Erst Das, was sich sehen und tasten lässt, - bis so weit muss man jedes Problem treiben.
Page 16
Gesetzt aber, Jemand nimmt gar die Affekte Hass, Neid, Habsucht, Herrschsucht als lebenbedingende Affekte, als Etwas, das im Gesammt-Haushalte des Lebens grundsätzlich und grundwesentlich vorhanden sein muss, folglich noch gesteigert werden muss, falls das Leben noch gesteigert werden soll, - der leidet an einer solchen Richtung seines Urtheils wie an einer Seekrankheit.
Page 23
Die Absicht als die ganze Herkunft und Vorgeschichte einer Handlung: unter diesem Vorurtheile ist fast bis auf die neueste Zeit auf Erden moralisch gelobt, getadelt, gerichtet, auch philosophirt worden.
Page 24
Auf welchen Standpunkt der Philosophie man sich heute auch stellen mag: von jeder Stelle aus gesehn ist die Irrthümlichkeit der Welt, in der wir zu leben glauben, das Sicherste und Festeste, dessen unser Auge noch habhaft werden kann: - wir finden Gründe über Gründe dafür, die uns zu Muthmaassungen über ein betrügerisches Princip im "Wesen der Dinge" verlocken möchten.
Page 34
.
Page 36
54.
Page 43
Viertes Hauptstück: Sprüche und Zwischenspiele.
Page 46
Den Nächsten zu einer guten Meinung verführen und hinterdrein an diese Meinung des Nächsten gläubig glauben: wer thut es in diesem Kunststück den Weibern gleich? - 149.
Page 48
185.
Page 58
Sie erscheinen genau in den selben Zeiten, wo jener schwächere Typus, mit seinem Verlangen nach Ruhe, in den Vordergrund tritt.
Page 78
.
Page 91
Die Witterung dafür verlieren, auf welchem Boden man am sichersten zum Siege kommt; die Übung in seiner eigentlichen Waffenkunst vernachlässigen; sich vor dem Manne gehen lassen, vielleicht sogar "bis zum Buche", wo man sich früher in Zucht und feine listige Demuth nahm; dem Glauben des Mannes an ein im Weibe verhülltes grundverschiedenes Ideal, an irgend ein Ewig- und Nothwendig-Weibliches mit tugendhafter Dreistigkeit entgegenarbeiten; dem Manne es nachdrücklich und geschwätzig ausreden, dass das Weib gleich einem zarteren, wunderlich wilden und oft angenehmen Hausthiere erhalten, versorgt, geschützt, geschont werden müsse; das täppische und entrüstete Zusammensuchen all des Sklavenhaften und Leibeigenen, das die Stellung des Weibes in der bisherigen Ordnung der Gesellschaft an sich gehabt hat und noch hat (als ob Sklaverei ein Gegenargument und nicht vielmehr eine Bedingung jeder höheren Cultur, jeder Erhöhung der Cultur sei): - was bedeutet dies Alles, wenn nicht eine Anbröckelung der weiblichen Instinkte, eine Entweiblichung? Freilich, es giebt genug blödsinnige Frauen-Freunde und Weibs-Verderber unter den gelehrten Eseln männlichen Geschlechts, die dem Weibe anrathen, sich dergestalt zu entweiblichen und alle die Dummheiten nachzumachen, an denen der "Mann" in Europa, die europäische "Mannhaftigkeit" krankt, - welche das Weib bis zur "allgemeinen Bildung", wohl gar zum Zeitungslesen und Politisiren herunterbringen möchten.
Page 97
.
Page 99
- Dies waren meine Gedanken, als ich merkte, wie man plump und ahnungslos zwei Meister in der Kunst der Prosa mit einander verwechselte, Einen, dem die Worte zögernd und kalt herabtropfen, wie von der Decke einer feuchten Höhle - er rechnet auf ihren dumpfen Klang und Wiederklang - und einen Anderen, der seine Sprache wie einen biegsamen Degen handhabt und vom Arme bis zur Zehe hinab das gefährliche Glück der zitternden überscharfen Klinge fühlt, welche beissen, zischen, schneiden will.
Page 102
diese Zukunft macht, mit den Juden rechnen wie mit den Russen, als den zunächst sichersten und wahrscheinlichsten Faktoren im grossen Spiel und Kampf der Kräfte.
Page 103
Der Engländer, düsterer, sinnlicher, willensstärker und brutaler als der Deutsche - ist eben deshalb, als der Gemeinere von Beiden, auch frömmer als der Deutsche: er hat das Christenthum eben noch nöthiger.
Page 109
258.
Page 111
Die moralischen Werthunterscheidungen sind entweder unter einer herrschenden Art entstanden, welche sich ihres Unterschieds gegen die beherrschte mit Wohlgefühl bewusst wurde, - oder unter den Beherrschten, den Sklaven und Abhängigen jeden Grades.
Page 126
Jede Philosophie ist eine Vordergrunds-Philosophie - das ist ein Einsiedler-Urtheil: "es ist etwas Willkürliches.