On the Future of our Educational Institutions

By Friedrich Nietzsche

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be the
suppression of all ridiculous claims to independent judgment, and the
inculcation upon young men of obedience to the sceptre of genius. Here
a pompous form of diction is taught in an age when every spoken or
written word is a piece of barbarism. Now let us consider, besides,
the danger of arousing the self-complacency which is so easily
awakened in youths; let us think how their vanity must be flattered
when they see their literary reflection for the first time in the
mirror. Who, having seen all these effects at _one_ glance, could any
longer doubt whether all the faults of our public, literary, and
artistic life were not stamped upon every fresh generation by the
system we are examining: hasty and vain production, the disgraceful
manufacture of books; complete want of style; the crude,
characterless, or sadly swaggering method of expression; the loss of
every aesthetic canon; the voluptuousness of anarchy and chaos--in
short, the literary peculiarities of both our journalism and our
scholarship.

"None but the very fewest are aware that, among many thousands,
perhaps only _one_ is justified in describing himself as literary, and
that all others who at their own risk try to be so deserve to be met
with Homeric laughter by all competent men as a reward for every
sentence they have ever had printed;--for it is truly a spectacle meet
for the gods to see a literary Hephaistos limping forward who would
pretend to help us to something. To educate men to earnest and
inexorable habits and views, in this respect, should be the highest
aim of all mental training, whereas the general _laisser aller_ of the
'fine personality' can be nothing else than the hall-mark of
barbarism. From what I have said, however, it must be clear that, at
least in the teaching of German, no thought is given to culture;
something quite different is in view,--namely, the production of the
afore-mentioned 'free personality.' And so long as German public
schools prepare the road for outrageous and irresponsible scribbling,
so long as they do not regard the immediate and practical discipline
of speaking and writing as their most holy duty, so long as they treat
the mother-tongue as if it were only a necessary evil or a dead body,
I shall not regard these institutions as belonging to real culture.

"In regard to the language, what is surely least noticeable is any
trace of the influence of _classical examples_: that is why, on the
strength of this consideration alone, the so-called 'classical
education' which is supposed to be provided by our public school,
strikes me as something exceedingly doubtful and

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Keine Erfahrung zum Beispiel über einen Menschen, stünde er uns auch noch so nah, kann vollständig sein, so dass wir ein logisches Recht zu einer Gesammtabschätzung desselben hätten; alle Schätzungen sind voreilig und müssen es sein.
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Zweites Hauptstück.
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Man nimmt, ohne solche practische Belehrung, dieses Schaffen und Formen für leichter als es ist, man fühlt das Gelungene und Reizvolle nicht scharf genug heraus.
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Aus der Thatsache jenes Unmuthes glaubt Schopenhauer eine Freiheit beweisen zu können, welche der Mensch irgendwie gehabt haben müsse, zwar nicht in Bezug auf die Handlungen, aber in Bezug auf das Wesen: Freiheit also, so oder so zu sein, nicht so oder so zu handeln.
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92.
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Wie das Herkommen entstanden ist, das ist dabei gleichgültig, jedenfalls ohne Rücksicht auf gut und böse oder irgend einen immanenten kategorischen Imperativ, sondern vor Allem zum Zweck der Erhaltung einer Gemeinde, eines Volkes; jeder abergläubische Brauch, der auf Grund eines falsch gedeuteten Zufalls entstanden ist, erzwingt ein Herkommen, welchem zu folgen sittlich ist; sich.
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Lust und socialer Instinct.
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Sind Lust, Egoismus, Eitelkeit nothwendig zur Erzeugung der moralischen Phänomene und ihrer höchsten Blüthe, des Sinnes für Wahrheit und Gerechtigkeit der Erkenntniss, war der Irrthum und die Verirrung der Phantasie das einzige Mittel, durch welches die Menschheit sich allmählich zu diesem Grade von Selbsterleuchtung und Selbsterlösung zu erheben vermochte - wer dürfte jene Mittel geringschätzen? Wer dürfte traurig sein, wenn er das Ziel, zu dem jene Wege führen, gewahr wird? Alles auf dem Gebiete der Moral ist geworden, wandelbar, schwankend, Alles ist im Flusse, es ist wahr: - aber Alles ist auch im Strome: nach Einem Ziele hin.
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Alle Erkrankungen, der Tod selbst ist Resultat magischer Einwirkungen.
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So steigt der Mensch auf gefährlichen Wegen in die höchsten Gebirge, um über seine Aengstlichkeit und seine schlotternden Kniee Hohn zu lachen; so bekennt sich der Philosoph zu Ansichten der Askese, Demuth und Heiligkeit, in deren Glanze sein eigenes Bild auf das ärgste verhässlicht wird.
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Das Genie und das Nichtige.
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In der Nachbarschaft des Wahnsinns.
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Und ebenso wirft jener Genius Irrthümer, Laster, Hoffnungen, Wahnbilder und andere Dinge von schlechterem wie von edlerem Metalle hinein, denn die Statue der Menschheit muss herauskommen und.
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jungen Menschen, welche in keiner Beziehung dazu reif sind, von Lehrern, welche durch jedes Wort, oft durch ihr Erscheinen schon einen Mehlthau über einen guten Autor legen.
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Die historischen Studien bilden die Befähigung zu diesem Malerthum aus, denn sie fordern uns fortwährend auf, bei Anlass eines Stückes Geschichte, eines Volkes - oder Menschenlebens uns einen ganz bestimmten Horizont von Gedanken, eine bestimmte Stärke von Empfindungen, das Vorwalten dieser, das Zurücktreten jener vorzustellen.
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- Es wird Wenige geben, welche, wenn sie um Stoff zur Unterhaltung verlegen sind, nicht die geheimeren Angelegenheiten ihrer Freunde preisgeben.
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- Auf die Anerkennung einer fernen Zukunft hoffen, hat nur Sinn, wenn man die Annahme macht, dass die Menschheit wesentlich unverändert bleibe und dass alles Grosse nicht für Eine, sondern für alle Zeiten als gross empfunden werden müsse.
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Giebt es Menschen, welche nicht tödtlich zu verletzen sind, wenn sie erführen, was ihre vertrautesten Freunde im Grunde von ihnen wissen? - Indem wir uns selbst erkennen und unser Wesen selber als eine wandelnde Sphäre der Meinungen und Stimmungen ansehen und somit ein Wenig geringschätzen lernen, bringen wir uns wieder in's Gleichgewicht mit den Uebrigen.
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Die Voraussetzung jedes Gläubigen jeder Richtung war, nicht widerlegt werden zu können; erwiesen sich die Gegengründe als sehr stark, so blieb ihm immer noch übrig, die Vernunft überhaupt zu verlästern und vielleicht gar das "credo quia absurdum est" als Fahne des äussersten Fanatismus aufzupflanzen.
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Im Ganzen sind die wissenschaftlichen Methoden mindestens ein ebenso wichtiges Ergebniss der Forschung als irgend ein sonstiges Resultat: denn auf der Einsicht in die Methode beruht der wissenschaftliche Geist, und alle Resultate der Wissenschaft könnten, wenn jene Methoden verloren giengen, ein erneutes Ueberhandnehmen des Aberglaubens und des Unsinns nicht verhindern.