Human, All-Too-Human: A Book for Free Spirits, Part 1 Complete Works, Volume Six

By Friedrich Nietzsche

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us the essence
of the world would give us all the most disagreeable disillusionment.
Not the world as thing-in-itself, but the world as representation (as
error) is so full of meaning, so deep, so wonderful, bearing happiness
and unhappiness in its bosom. This result leads to a philosophy of the
logical denial of the world, which, however, can be combined with a
practical world-affirming just as well as with its opposite.


30.

BAD HABITS IN REASONING.--The usual false conclusions of mankind are
these: a thing exists, therefore it has a right to exist. Here there
is inference from the ability to live to its suitability; from its
suitability to its rightfulness. Then: an opinion brings happiness;
therefore it is the true opinion. Its effect is good; therefore it is
itself good and true. To the effect is here assigned the predicate
beneficent, good, in the sense of the useful, and the cause is then
furnished with the same predicate good, but here in the sense of the
logically valid. The inversion of the sentences would read thus: an
affair cannot be carried through, or maintained, therefore it is
wrong; an opinion causes pain or excites, therefore it is false. The
free spirit who learns only too often the faultiness of this mode
of reasoning, and has to suffer from its consequences, frequently
gives way to the temptation to draw the very opposite conclusions,
which, in general, are naturally just as false: an affair cannot be
carried through, therefore it is good; an opinion is distressing and
disturbing, therefore it is true.


31.

THE ILLOGICAL NECESSARY.--One of those things that may drive a thinker
into despair is the recognition of the fact that the illogical is
necessary for man, and that out of the illogical comes much that is
good. It is so firmly rooted in the passions, in language, in art,
in religion, and generally in everything that gives value to life,
that it cannot be withdrawn without thereby hopelessly injuring these
beautiful things. It is only the all-too-naïve people who can believe
that the nature of man can be changed into a purely logical one; but
if there were degrees of proximity to this goal, how many things would
not have to be lost on this course! Even the most rational man has need
of nature again from time to time, _i.e._ his _illogical fundamental
attitude_ towards all things.


32.

INJUSTICE NECESSARY.--All judgments on the value of life are
illogically developed, and therefore unjust. The inexactitude of
the judgment lies, firstly, in the manner in which the material is
presented, namely very imperfectly; secondly, in the manner in which
the conclusion is

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Ist es nicht besser, in die Hände eines Mörders zu gerathen, als in die Träume eines brünstigen Weibes? Und seht mir doch diese Männer an: ihr Auge sagt es - sie wissen nichts Besseres auf Erden, als bei einem Weibe zu liegen.
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Mancher wird nie süss, er fault im Sommer schon.
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Und insgleichen die Sünder und bösen Gewissen! Glaubt mir, meine Freunde: Gewissensbisse erziehn zum Beissen.
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Nackt sah ich Beide, den grössten und den kleinsten Menschen: - Allzuähnlich sind sie noch einander.
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Dass sie dem Leben zu Willen reden, ob sie gleich in ihrer Höhle sitzen, diese Gift-Spinnen, und abgekehrt vom Leben: das macht, sie wollen damit wehethun.
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` - Und ich antwortete: `Mir fehlt des Löwen Stimme zu allem Befehlen.
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- Düster gierig ich jüngst durch leichenfarbne Dämmerung, - düster und hart, mit gepressten Lippen.
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Mögen sie mich bemitleiden und bemitseufzen ob meiner Frostbeulen: "am Eis der Erkenntniss _erfriert_ er uns noch!" - so klagen sie.
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Was war es denn, was dich zuerst grunzen machte? Dass Niemand dir genug _geschmeichelt_ hat: - darum setztest du dich hin zu diesem Unrathe, dass du Grund hättest viel zu grunzen, - - dass du Grund hättest zu vieler _Rache_! Rache nämlich, du eitler Narr, ist all dein Schäumen, ich errieth dich wohl! Aber dein Narren-Wort thut _mir_ Schaden, selbst, wo du Recht hast! Und wenn Zarathustra's Wort sogar hundert Mal Recht _hätte_: du würdest mit meinem Wort immer - Unrecht _thun_!" Also sprach Zarathustra; und er blickte die grosse Stadt an, seufzte und schwieg lange.
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- Aber wer will in diess "Vielleicht" einsteigen? Niemand von euch will in den Todes-Nachen einsteigen! Wieso wollt ihr dann _Welt-Müde_ sein! Weltmüde! Und noch nicht einmal Erd-Entrückte wurdet ihr! Lüstern fand ich euch immer noch nach Erde, verliebt noch in die eigne Erd-Müdigkeit! Nicht umsonst hängt euch die Lippe herab: - ein kleiner Erden-Wunsch sitzt noch darauf! Und im Auge - schwimmt da nicht ein Wölkchen unvergessner Erden-Lust? Es giebt auf Erden viel gute Erfindungen, die einen nützlich, die andern angenehm: derentwegen ist die Erde zu lieben.
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Und wer da ruft: "Siehe hier ein Brunnen für viele Durstige, Ein Herz für viele Sehnsüchtige, Ein Wille für viele Werkzeuge": - um den sammelt sich ein _Volk_, das ist: viel Versuchende.
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"In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben: Gold sah ich in deinem Nacht-Auge blinken, - mein Herz stand still vor dieser Wollust: - einen goldenen Kahn sah ich blinken auf mächtigen Gewässern, einen sinkenden, trinkenden, wieder winkenden goldenen Schaukel-Kahn! Nach meinem Fusse, dem tanzwüthigen, warfst du einen Blick, einen lachenden fragenden schmelzenden Schaukel-Blick: Zwei Mal nur regtest du deine Klapper mit kleinen Händen - da schaukelte schon mein Fuss vor Tanz-Wuth.
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- "Die Wellen um deinen Berg, antwortete der Wahrsager, steigen und steigen, die Wellen grosser Noth und Trübsal: die werden bald auch deinen Nachen heben und dich davontragen.
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die Angst Zarathustra's, sondern horchte und horchte nach der Tiefe zu.
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"Sprich nicht von mir, du Wunderlicher! Lieblicher! sagte Zarathustra und wehrte seiner Zärtlichkeit, sprich mir erst von dir! Bist du nicht der freiwillige Bettler, der einst einen grossen Reichthum von sich warf, - - der sich seines Reichthums schämte und der Reichen, und zu den Ärmsten floh, dass er ihnen seine Fülle und sein Herz schenke? Aber sie.
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Schon liegt es wie ein Schatten auf mir.
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3.
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"Der Mensch muss besser und böser werden" - so lehre _ich_.
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Und nicht die Führer _aus_ der Gefahr gefallen euch am besten, sondern die euch von allen Wegen abführen, die Verführer.
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ja, wenn ihr mir, ihr schönen Freundinnen, Ganz glauben wollt: Sie hat es verloren! Es ist dahin! Auf ewig dahin! .