Human, All-Too-Human: A Book for Free Spirits, Part 1 Complete Works, Volume Six

By Friedrich Nietzsche

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active, that is, the restless,
been of _more_ importance. One of the necessary corrections, therefore,
which must be undertaken in the character of humanity is to strengthen
the contemplative element on a large scale. But every individual who
is quiet and steady in heart and head already has the right to believe
that he possesses not only a good temperament, but also a generally
useful virtue, and even fulfils a higher mission by the preservation of
this virtue.


286.

To WHAT EXTENT THE ACTIVE MAN IS LAZY.--I believe that every one must
have his own opinion about everything concerning which opinions are
possible, because he himself is a peculiar, unique thing, which assumes
towards all other things a new and never hitherto existing attitude.
But idleness, which lies at the bottom of the active man's soul,
prevents him from drawing water out of his own well. Freedom of opinion
is like health; both are individual, and no good general conception can
be set up of either of them. That which is necessary for the health of
one individual is the cause of disease in another, and many means and
ways to the freedom of the spirit are for more highly developed natures
the ways and means to confinement.


287.

_CENSOR VITÆ_--Alternations of love and hatred for a long period
distinguish the inward condition of a man who desires to be free in his
judgment of life; he does not forget, and bears everything a grudge,
for good and evil. At last, when the whole tablet of his soul is
written full of experiences, he will not hate and despise existence,
neither will he love it, but will regard it sometimes with a joyful,
sometimes with a sorrowful eye, and, like nature, will be now in a
summer and now in an autumn mood.


288.

THE SECONDARY RESULT.--Whoever earnestly desires to be free will
therewith and without any compulsion lose all inclination for faults
and vices; he will also be more rarely overcome by anger and vexation.
His will desires nothing more urgently than to discern, and the means
to do this,--that is, the permanent condition in which he is best able
to discern.


289.

THE VALUE OF DISEASE.--The man who is bed-ridden often perceives that
he is usually ill of his position, business, or society, and through
them has lost all self-possession. He gains this piece of knowledge
from the idleness to which his illness condemns him.


290.

SENSITIVENESS IN THE COUNTRY.--If there are no firm, quiet lines on
the horizon of his life, a species of mountain and forest line, man's
inmost will itself becomes restless, inattentive, and covetous, as is
the nature of

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Grausame Menschen als zurückgeblieben.
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- Man kann Handlungen versprechen, aber keine Empfindungen; denn diese sind unwillkürlich.
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Dieser Glaube an das Belieben erregt den Hass, die Rachlust, die Tücke, die ganze Verschlechterung der Phantasie, während wir einem Thiere viel weniger zürnen, weil wir diess als unverantwortlich betrachten.
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Diese Kunststücke der Theologie, welche freilich im Christenthum, als der Religion eines gelehrten, mit Philosophie durchtränkten Zeitalters, sehr früh schon geübt wurden, haben auf jenen Aberglauben vom sensus allegoricus hingeleitet, noch mehr aber die Gewohnheit der Philosophen (namentlich er Halbwesen, der dichterischen Philosophen und der philosophirenden Künstler), alle die Empfindungen, welche sie in sich vorfanden, als Grundwesen des Menschen überhaupt zu behandeln und somit auch ihren eigenen religiösen Empfindungen einen bedeutenden Einfluss auf den Gedankenbau ihrer Systeme zu gestatten.
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- Hat man begriffen, "wie die Sünde in die Welt gekommen" ist, nämlich durch Irrthümer der Vernunft, vermöge deren die Menschen unter einander, ja der einzelne Mensch sich selbst für viel schwärzer und böser nimmt, als es thatsächlich der Fall ist, so wird die ganze Empfindung sehr erleichtert, und Menschen und Welt erscheinen mitunter in einer Glorie von Harmlosigkeit, dass es Einem von Grund aus wohl dabei wird.
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- Ebenfalls habe ich abgesehen von den indischen Heiligen, welche auf einer Zwischenstufe zwischen dem christlichen Heiligen und dem griechischen Philosophen stehen und insofern keinen.
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Es ist uns beinahe noch so zu Muthe (zum Beispiel in einem griechischen Tempel wie der von Pästum), als ob eines Morgens ein Gott spielend aus solchen ungeheuren Lasten sein Wohnhaus gebaut habe: anderemale als ob eine Seele urplötzlich in einen Stein hineingezaubert sei und nun durch ihn reden wolle.
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- Jeder grossen Erscheinung folgt die Entartung nach, namentlich im Bereiche der Kunst.
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Das Genie thut auch Nichts, als dass es erst Steine setzen, dann bauen lernt, dass es immer nach Stoff sucht und immer an ihm herumformt.
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An der Vergangenheit der Cultur leiden.
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- Ueberhaupt gilt der Satz, dass Tyrannen meistens ermordet werden und dass ihre Nachkommenschaft kurz lebt, auch von den Tyrannen des Geistes.
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Sie werden unter einer solchen Einwirkung einmal alle männlichen Tugenden und Stärken angenommen haben, dabei allerdings auch deren Schwächen und Laster mit in den Kauf nehmen müssen: so viel, wie gesagt, kann man erzwingen.
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Lust an der Selbstbestimmung, und auch ein kleiner Stolz mag damit verbunden sein, zu schweigen, wenn zu Viele oder überhaupt nur Viele reden.
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Zeigt sich nun, dass ein solcher starker Wille etwas der Masse sehr Angenehmes bewirkt, statt auf die Wünsche seiner Begehrlichkeit zu hören, so bewundert man noch einmal und wünscht sich selber Glück.
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Desshalb giebt es für alle Die, welche immer kalt sind oder sich so stellen, das günstige Vorurtheil, dass es besonders vertrauenswerthe zuverlässige Menschen seien: man verwechselt sie mit Denen, welche langsam Feuer fangen und es lange festhalten.
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Sie gleichen einer Musik, welche aus lauter langgezogenen harmonischen Accorden besteht, ohne dass je auch nur der Ansatz zu einer gegliederten bewegten Melodie sich zeigte.