Götzen-Dämmerung

By Friedrich Nietzsche

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des Schwergewichts. Man weiss
es überall bereits: in der Hauptsache - und das bleibt die Cultur -
kommen die Deutschen nicht mehr in Betracht. Man fragt: habt ihr auch
nur Einen für Europa mitzählenden Geist aufzuweisen? wie euer Goethe,
euer Hegel, euer Heinrich Heine, euer Schopenhauer mitzählte? - Dass
es nicht einen einzigen deutschen Philosophen mehr giebt, darüber ist
des Erstaunens kein Ende. -


5.

Dem ganzen höheren Erziehungswesen in Deutschland ist die Hauptsache
abhanden gekommen: Zweck sowohl als Mittel zum Zweck. Dass Erziehung,
Bildung selbst Zweck ist - und nicht das "Reich" -, dass es zu
diesem Zweck der Erzieherbedarf - und nicht der Gymnasiallehrer und
Universitäts-Gelehrten - man vergass das... Erzieher thun noth, die
selbst erzogen sind, überlegene, vornehme Geister, in jedem Augenblick
bewiesen, durch Wort und Schweigen bewiesen, reife, süss gewordene
Culturen, - nicht die gelehrten Rüpel, welche Gymnasium und
Universität der Jugend heute als "höhere Ammen" entgegenbringt. Die
Erzieherfehlen, die Ausnahmen der Ausnahmen abgerechnet, die erste
Vorbedingung der Erziehung: daher der Niedergang der deutschen Cultur.
- Eine jener allerseltensten Ausnahmen ist mein verehrungswürdiger
Freund Jakob Burckhardt in Basel: ihm zuerst verdankt Basel seinen
Vorrang von Humanität. - Was die "höheren Schulen" Deutschlands
thatsächlich erreichen, das ist eine brutale Abrichtung, um, mit
möglichst geringem Zeitverlust, eine Unzahl junger Männer für den
Staatsdienst nutzbar, ausnutzbar zu machen. "Höhere Erziehung" und
Unzahl - das widerspricht sich von vornherein. Jede höhere Erziehung
gehört nur der Ausnahme: man muss privilegirt sein, um ein Recht auf
ein so hohes Privilegium zu haben. Alle grossen, alle schönen Dinge
können nie Gemeingut sein: pulchrum est paucorum hominum. - Was
bedingt den Niedergang der deutschen Cultur? Dass "höhere Erziehung"
kein Vorrecht mehr ist - der Demokratismus der "allgemeinen", der
gemein gewordnen "Bildung"... Nicht zu vergessen, dass militärische
Privilegien den Zu-Viel-Besuch der höheren Schulen, das heisst ihren
Untergang, förmlich erzwingen. - Es steht Niemandem mehr frei, im
jetzigen Deutschland seinen Kindern eine vornehme Erziehung zu
geben: unsre "höheren" Schulen sind allesammt auf die zweideutigste
Mittelmässigkeit eingerichtet, mit Lehrern, mit Lehrplänen, mit
Lehrzielen. Und überall herrscht eine unanständige Hast, wie als ob
Etwas versäumt wäre, wenn der junge Mann Mit 23 Jahren noch nicht
"fertig" ist, noch nicht Antwort weiss auf die "Hauptfrage": welchen
Beruf? - Eine höhere Art Mensch, mit Verlaub gesagt, liebt nicht
"Berufe", genau deshalb, weil sie sich berufen weiss... Sie hat Zeit,
sie nimmt sich Zeit, sie denkt gar nicht daran, "fertig" zu werden,
- mit dreissig Jahren ist man, im Sinne hoher Cultur, ein Anfänger,
ein Kind. - Unsre überfüllten Gymnasien, unsre überhäuften, stupid
gemachten Gymnasiallehrer sind ein Skandal: um diese Zustände in
Schutz zu nehmen, wie es jüngst die Professoren von Heidelberg gethan
haben, dazu hat man vielleicht

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Text Comparison with Dionysos: Valikoima runoja

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Campo Santo di Staglieno.
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Ylt'ympäri mietteihin kaikki vaipuu -- ja kuuntelee -- -- Paahteessa keskipäivän, jolloin kesä enskerran vuorille nousee, poika, min uupuneet silmät kuumetta hehkuu.
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ja minut murtaa ja muisto jälleen leimahtaa silmässä ihmisten, -- _muisto minua kauniimmasta_: -- ma näen sen -- ja kuolen niin!" -- Tää syksy on: se -- vielä särkee sydämes! Sa pois pakene! CAMPO SANTO DI STAGLIENO Oi laps, mi suorit hennon karitsan untuvaa, kuin valo tähden-lennon silmistäs tuikahtaa, sa armain leikkikalu lähellä, kaukana, niin puhdas syämmes halu, _Amorosissima!_ Miks katkes kahle varhain? ken syäntäs haavoitti? Jos lemmit, lempi parhain ei sitä korvaisi.
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Jos jäisin luoksesi, mun piirittäisit hennoin pilvilinnoin.
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"Heidän tykönään oli näet yhtä hyvä kirkas itämainen ilma; siellä minä olin kauimpana poissa pilvisestä kosteasta alakuloisest Vanhasta-Europasta! "Siihen aikaan minä rakastin näitä Itämaantyttöjä ja toista sinistä taivaanvaltakuntaa, jonka ylitse ei yhtään pilveä eikä ajatusta riipu.
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Terve, terve valaskalalle tuolle, jos näin piti vierahansa se hyvänä! -- kai käsitätte tämän oppineen vihjauksen?.
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Pysy lujana, urhea sydämeni! Älä utele: miksi? -- 2.
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Mitä tahdot? Puhu! Mua ahdistat, painat -- Haa! lähell' olet jo liian! Mun kuulet hengittävän, mun sydäntäni kuuntelet, sa kade, lemmenkade! -- mille sitten? .
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Salamaksi mun tietoni.
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