Ecce Homo Complete Works, Volume Seventeen

By Friedrich Nietzsche

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time I was obsessed by an unspeakably sad
melody, the refrain of which I recognised in the affords, "dead through
immortality," ... In the summer, finding myself once more in the sacred
place where the first thought of _Zarathustra_ flashed like a light
across my mind, I conceived the second part. Ten days sufficed. Neither
for the second, the first, nor the third part, have I required a day
longer. In the ensuing winter, beneath the halcyon sky of Nice, which
then for the first time poured its light into my life, I found the
third _Zarathustra_--and came to the end of my task: the whole having
occupied me scarcely a year. Many hidden corners and heights in the
country round about Nice are hallowed for me by moments that I can
never forget. That decisive chapter, entitled "Old and New Tables,"
was composed during the arduous ascent from the station to Eza--that
wonderful Moorish village in the rocks. During those moments when my
creative energy flowed most plentifully, my muscular activity was
always greatest. The body is inspired: let us waive the question of
"soul." I might often have been seen dancing in those days, and I could
then walk for seven or eight hours on end over the hills without a
suggestion of fatigue. I slept well and laughed a good deal--I was
perfectly robust and patient.



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With the exception of these periods of industry lasting ten days, the
years I spent during the production of _Zarathustra,_ and thereafter,
were for me years of unparalleled distress. A man pays dearly for
being immortal: to this end he must die many times over during his
life. There is such a thing as what I call the rancour of greatness:
everything great, whether a work or a deed, once it is completed, turns
immediately against its author. The very fact that he is its author
makes him weak at this time. He can no longer endure his deed. He can
no longer look it full in the face. To have something at one's back
which one could never have willed, something to which the knot of human
destiny is attached--and to be forced thenceforward to bear it on one's
shoulders! Why, it almost crushes one! The rancour of greatness! A
somewhat different experience is the uncanny silence that reigns about
one. Solitude has seven skins which nothing can penetrate. One goes
among men; one greets friends: but these things are only new deserts,
the looks of those one meets no longer bear a greeting. At the best
one encounters a sort of revolt. This feeling of

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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" Spracht ihr schon so? Schriet ihr schon so? Ach, dass ich euch schon so schreien gehört hatte! Nicht eure Sünde - eure Genügsamkeit schreit gen Himmel, euer Geiz selbst in eurer Sünde schreit gen Himmel! Wo ist doch der Blitz, der euch mit seiner Zunge lecke? Wo ist der Wahnsinn, mit dem ihr geimpft werden müsstet? Seht, ich lehre euch den Übermenschen: der ist dieser Blitz, der ist dieser Wahnsinn! - Als Zarathustra so gesprochen hatte, schrie Einer aus dem Volke: "Wir hörten nun genug von dem Seiltänzer; nun lasst uns ihn auch sehen!" Und alles Volk lachte über Zarathustra.
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Ich bin nicht viel mehr als ein Thier, das man tanzen gelehrt hat, durch Schläge und schmale Bissen.
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Glaubt es mir, meine Brüder! Der Leib war's, der an der Erde verzweifelte, - der hörte den Bauch des Seins zu sich reden.
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Ein Gram und ein Grauen ist ihnen der Held.
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Und lieber zürnt noch, als dass ihr beschämt! Und wenn euch geflucht wird, so gefällt es mir nicht, dass ihr dann segnen wollt.
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Wahrlich, ich rathe euch: geht fort von mir und wehrt euch gegen Zarathustra! Und besser noch: schämt euch seiner! Vielleicht betrog er euch.
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Aus jeder ihrer Klagen tönt Rache, in jedem ihrer Lobsprüche ist ein Wehethun; und Richter-sein scheint ihnen Seligkeit.
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"Freilich, ihr heisst es Wille zur Zeugung oder Trieb zum Zwecke, zum Höheren, Ferneren, Vielfacheren: aber all diess ist Eins und Ein Geheimniss.
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Wahrlich, ich selber bin der erschreckte Vogel, der euch einmal nackt sah und ohne Farbe; und ich flog davon, als das Gerippe mir Liebe zuwinkte.
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Wo ist Schönheit? Wo ich mit allem Willen _wollen_muss_; wo ich lieben und untergehn will, dass ein Bild nicht nur Bild bleibe.
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Und oft fragte ich mit Kopfschütteln: Warum noch klappern, ihr Klapperschlangen? Wahrlich, es giebt auch für das Böse noch eine Zukunft! Und der heisseste Süden ist noch nicht entdeckt für den Menschen.
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Zufälle.
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Meine Hand riss die Schlange und riss: - umsonst! sie riss die Schlange nicht aus dem Schlunde.
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Ich bin höflich gegen sie wie gegen alles kleine Ärgerniss; gegen das Kleine stachlicht zu sein.
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Wer vom Pöbel ist, der will umsonst leben; wir Anderen aber, denen das Leben sich gab, - wir sinnen immer darüber, _was_ wir am besten _dagegen_ geben! Und wahrlich, diess ist eine vornehme Rede, welche spricht: "was _uns_ das Leben verspricht, das wollen _wir_ - dem Leben halten!" Man soll nicht geniessen wollen, wo man nicht zu geniessen giebt.
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" - Als Zarathustra aber oben auf der Höhe war, sandte er die Thiere heim, die ihn geleitet hatten, und fand, dass er nunmehr allein sei: - da lachte er aus ganzem Herzen, sah sich um und sprach also: Dass ich von Opfern sprach und Honig-Opfern, eine List war's nur meiner Rede und, wahrlich, eine nützliche Thorheit! Hier oben darf ich schon freier reden, als vor Einsiedler-Höhlen und Einsiedler-Hausthieren.
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"Was geht's dich an! sagte er und wollte weitergehn.
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Bei derselben aber wurde von nichts Anderem geredet als _vom_höheren_Menschen_.
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Sonderlich, wenn sie grosse Dinge wollen! Denn sie wecken Misstrauen gegen grosse Dinge, diese feinen Falschmünzer und Schauspieler: - - bis sie endlich falsch vor sich selber sind, schieläugig, übertünchter Wurmfrass, bemäntelt durch starke Worte, durch Aushänge-Tugenden, durch glänzende falsche Werke.
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Muss man denn gleich fluchen,.