Ecce Homo Complete Works, Volume Seventeen

By Friedrich Nietzsche

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it is even imperative, to employ a
mystic formula for this purpose. I suppose I know better than any one
the prodigious feats of which Wagner was capable, the fifty worlds of
strange ecstasies to which no one else had wings to soar; and as I am
alive to-day and strong enough to turn even the most suspicious and
most dangerous things to my own advantage, and thus to grow stronger,
I declare Wagner to have been the greatest benefactor of my life. The
bond which unites us is the fact that we have suffered greater agony,
even at each other's hands, than most men are able to bear nowadays,
and this will always keep our names associated in the minds of men.
For, just as Wagner is merely a misunderstanding among Germans, so, in
truth, am I, and ever will be. Ye lack two centuries of psychological
and artistic discipline, my dear countrymen!... But ye can never
recover the time lost.



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To the most exceptional of my readers I should like to say just one
word about what I really exact from music. It must be cheerful and yet
profound, like an October afternoon. It must be original, exuberant,
and tender, and like a dainty, soft woman in roguishness and grace ... I
shall never admit that a German _can_ understand what music is. Those
musicians who are called German, the greatest and most famous foremost,
are all foreigners, either Slavs, Croats, Italians, Dutchmen--or Jews;
or else, like Heinrich Schütz, Bach, and Händel, they are Germans of
a strong race which is now extinct. For my own part, I have still
enough of the Pole left in me to let all other music go, if only I
can keep Chopin. For three reasons I would except Wagner's _Siegfried
Idyll,_ and perhaps also one or two things of Liszt, who excelled all
other musicians in the noble tone of his orchestration; and finally
everything that has been produced beyond the Alps_--this side_ of the
Alps.[3] I could not possibly dispense with Rossini, and still less
with my Southern soul in music, the work of my Venetian maestro, Pietro
Gasti. And when I say beyond the Alps, all I really mean is Venice.
If I try to find a new word for music, I can never find any other
than Venice. I know not how to draw any distinction between tears
and music. I do not know how to think either of joy, or of the south,
without a shudder of fear.

On the bridge I stood
Lately, in gloomy night.
Came a distant song:
In golden drops it

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Da wurde endlich meine Seele so voll von Freudigkeit, dass alle übrigen Dinge ihr Nichts mehr anthun konnten.
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ein Gefühl von Vogel-Freiheit, Vogel-Umblick, Vogel-Uebermuth, etwas Drittes, in dem sich Neugierde und zarte Verachtung gebunden haben.
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Vielleicht erkennen wir dann, dass das Ding an sich eines homerischen Gelächters werth ist: dass es so viel, ja Alles schien und eigentlich leer, nämlich bedeutungsleer ist.
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Ich will sagen: es ist voreilig und fast unsinnig, zu glauben, dass der Fortschritt nothwendig erfolgen müsse; aber wie könnte man leugnen, dass er möglich sei? Dagegen ist ein Fortschritt im Sinne und auf dem Wege der alten Cultur nicht einmal denkbar.
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Aber es genügt, auf die Folgen zu verweisen: denn schon jetzt beginnt sich zu zeigen, welche Ergebnisse ernsthaftester Art auf dem Boden der psychologischen Beobachtung aufwachsen.
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Die Täuschung des Handelnden über sich, die Annahme des freien Willens, gehört mit hinein in diesen auszurechnenden Mechanismus.
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Aber viel wichtiger ist eine Gattung gewaltsameren Zwanges, durch Magie und Zauberei.
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Der Sinn des religiösen Cultus' ist, die Natur zu menschlichem Vortheil zu bestimmen und zu bannen, also ihr eine Gesetzlichkeit einzuprägen, die sie von vornherein nicht hat; während in der jetzigen Zeit man die Gesetzlichkeit der Natur erkennen will, um sich in sie zu schicken.
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"Er mag sündigen, wie er wolle, er unterscheidet sich doch nicht wesentlich von mir: ich bin es, der in jedem Grade unwürdig und verächtlich ist," so sagt sich der Christ.
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Es ist uns beinahe noch so zu Muthe (zum Beispiel in einem griechischen Tempel wie der von Pästum), als ob eines Morgens ein Gott spielend aus solchen ungeheuren Lasten sein Wohnhaus gebaut habe: anderemale als ob eine Seele urplötzlich in einen Stein hineingezaubert sei und nun durch ihn reden wolle.
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So bekommt das Gemälde Etwas von dem hinreissenden Naturelement, welches den Gegenstand selber bedeutend macht.
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Wer des Vertrauens sicher ist, legt auf Vertraulichkeit wenig Werth.
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- Eine vornehme Seele wird sich gern zur Dankbarkeit verpflichtet fühlen und den Gelegenheiten, bei denen sie sich verpflichtet, nicht ängstlich aus dem Wege zu gehen; ebenso wird sie nachher gelassen in den Aeusserungen der Dankbarkeit sein; während niedere Seelen sich gegen alles Verpflichtet werden sträuben oder nachher in den Aeusserungen ihrer Dankbarkeit übertrieben und allzu sehr beflissen sind.
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- Wenn die Ehegatten nicht beisammen lebten, würden die guten Ehen häufiger sein.
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Besitz und Gerechtigkeit.
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Dabei ist vorauszusetzen, dass die regierenden Personen und Classen über den Nutzen, welchen ihnen die Religion gewährt, aufgeklärt werden und somit bis zu einem Grade sich ihr überlegen fühlen, insofern sie dieselbe als Mittel gebrauchen: wesshalb hier die Freigeisterei ihren Ursprung hat.
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Hat er seine Aufgabe erfüllt - die wie alles Menschliche viel Vernunft und Unvernunft im Schoosse trägt -,.
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