Early Greek Philosophy & Other Essays Collected Works, Volume Two

By Friedrich Nietzsche

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delineates his ideal of woman. Penelope,
Antigone, Electra are his ideal types.

Plato's dictum that in the perfect State the family would cease to
exist, belongs to the most intimate things uttered about the relation
between women and the State. The Greek woman as mother had to vegetate
in obscurity, to lead a kind of Cranfordian existence for the greater
welfare of the body politic. Only in Greek antiquity did woman occupy
her proper position, and for this reason she was more honoured than she
has ever been since. Pythia was the mouthpiece, the symbol of Greek
unity.

ON MUSIC AND WORDS. Music is older, more fundamental than language.
Music is an expression of cosmic consciousness. Language is only a
gesture-symbolism.

It is true the music of every people was at first allied to lyric
poetry; "absolute music" always appeared much later. But that is due
to the double nature in the essence of language. The _tone_ of the
speaker expresses the basic pleasure- and displeasure-sensations of the
individual. These form the tonal subsoil common to all languages; they
are comprehensible everywhere. Language itself is a super-structure on
that subsoil; it is a gesture-symbolism for all the other conceptions
which man adds to that subsoil.

The endeavour to illustrate a poem by music is futile. The text of
an opera is therefore quite negligible. Modern opera in its music is
therefore often only a stimulant or a remembrancer for set, stereotyped
feelings. Great music, _i.e.,_ Dionysean music, makes us forget to
listen to the words.

HOMER'S CONTEST. The Greek genius acknowledged strife, struggle,
contest to be necessary in this life. Only through competition and
emulation will the Common-Wealth thrive. Yet there was no unbridled
ambition. Everyone's individual endeavours were subordinated to the
welfare of the community. The curse of present-day contest is that it
does not do the same.

In THE RELATION OF SCHOPENHAUER'S PHILOSOPHY TO A GERMAN CULTURE an
amusing and yet serious attack is made on the hollow would-be culture
of the German Philistines who after the Franco-Prussian war were
swollen with self-conceit, self-sufficiency, and were a great danger to
real Culture. Nietzsche points out Schopenhauer's great philosophy as
the only possible means of escaping the humdrum of Philistia with its
hypocrisy and intellectual ostrichisation.

The essay on GREEK PHILOSOPHY DURING THE TRAGIC AGE is a performance
of great interest to the scholar. It brims with ideas. The Hegelian
School, especially Zeller, has shown what an important place is held by
the earlier thinkers in the history of Greek thought and how necessary
a knowledge of their work is for all who wish to understand Plato and
Aristotle. _Diels'_ great book: "Die

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Mitschaffende sucht Zarathustra, Miterntende und Mitfeiernde sucht Zarathustra: was hat er mit Heerden und Hirten und Leichnamen zu schaffen! Und du, mein erster Gefährte, gehab dich wohl! Gut begrub ich dich in deinem hohlen Baume, gut barg ich dich vor den Wölfen.
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Schreibe mit Blut: und du wirst erfahren, dass Blut Geist ist.
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Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern in ihr Wasser.
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Ich lehre euch den Freund, in dem die Welt fertig dasteht, eine Schale des Guten, - den schaffenden Freund, der immer eine fertige Welt zu verschenken hat.
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Darum mag er das Weib; bitter ist auch noch das süsseste Weib.
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Die Unweisen freilich, das Volk, - die sind gleich dem Flusse, auf dem ein Nachen weiter schwimmt: und im Nachen sitzen feierlich und vermummt die Werthschätzungen.
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Noch lernte er das Lachen nicht und die Schönheit.
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Ja, zum Lachen seid ihr mir, ihr Gegenwärtigen! Und sonderlich, wenn ihr euch über euch selber wundert! Und wehe mir, wenn ich nicht lachen könnte über eure Verwunderung, und alles Widrige aus euren Näpfen hinunter trinken müsste! So aber will ich's mit euch leichter nehmen, da ich _Schweres_ zu tragen habe; und was thut's mir, wenn sich Käfer und Flügelwürmer noch auf mein Bündel setzen! Wahrlich, es soll mir darob nicht schwerer werden! Und nicht aus euch, ihr Gegenwärtigen, soll mir die grosse Müdigkeit.
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Sie sind kalt und suchen sich Wärme bei gebrannten Wassern; sie sind erhitzt und suchen Kühle bei gefrorenen Geistern; sie sind Alle siech und süchtig an öffentlichen Meinungen.
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Hier und dort ist Nichts zu bessern, Nichts zu bösern.
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Für seinen Eigener ist nämlich alles Eigene gut versteckt; und von allen Schatzgruben wird die eigne am spätesten ausgegraben, - also schafft es der Geist der Schwere.
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Ich lehrte sie all _mein_ Dichten und Trachten: in Eins zu dichten und zusammen zu tragen, was Bruchstück ist am Menschen und Räthsel und grauser Zufall, - - als Dichter, Räthselrather und Erlöser des Zufalls lehrte ich sie an der Zukunft schaffen, und Alles, das _war_ -, schaffend zu erlösen.
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"Im Grund steht Alles still" -: _dagegen_ aber predigt der Thauwind! Der Thauwind, ein Stier, der kein pflügender Stier ist, - ein wüthender Stier, ein Zerstörer, der mit zornigen Hörnern Eis bricht! Eis aber - - _bricht_Stege_! Oh meine Brüder, ist _jetzt_ nicht Alles _im_Flusse_? Sind nicht alle Geländer und Stege in's Wasser gefallen? Wer _hielte_ sich noch an "Gut" und "Böse"? "Wehe uns! Heil uns! Der Thauwind weht!" - Also predigt mir, oh meine Brüder, durch alle Gassen! 9.
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Und ihr, - ihr machtet schon ein Leier-Lied daraus? Nun aber liege ich da, müde noch von diesem Beissen und Wegspein, krank noch von der eigenen Erlösung.
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Wer muss einst kommen und darf nicht vorübergehn? Unser grosser Hazar, das ist unser grosses fernes Menschen-Reich, das Zarathustra-Reich von tausend Jahren - - Wie ferne mag solches "Ferne" sein? was geht's mich an! Aber darum steht es mir doch nicht minder fest -, mit beiden Füssen stehe ich sicher auf diesem Grunde, - auf einem ewigen Grunde, auf hartem Urgesteine, auf diesem höchsten härtesten Urgebirge, zu dem alle Winde kommen als zur Wetterscheide, fragend nach Wo? und Woher? und Wohinaus? Hier lache, lache meine helle heile Bosheit! Von hohen Bergen wirf hinab dein glitzerndes Spott-Gelächter! Ködere mit deinem Glitzern mir die schönsten Menschen-Fische! Und was in allen Meeren _mir_ zugehört, mein An-und-für-mich in allen Dingen - _Das_ fische mir heraus, _Das_ führe zu mir herauf: dess warte ich, der boshaftigste aller Fischfänger.
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Der gute Krieg ist's, der jede Sache heiligt.
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Und frage meine Thiere um Rath, meinen Adler und meine Schlange: die sollen dir suchen helfen.
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Je höher von Art, je seltener geräth ein Ding.
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Möge Gott es bessern! Amen! Diese schönste Luft trinkend, Mit Nüstern geschwellt gleich Bechern, Ohne Zukunft, ohne Erinnerungen, So sitze ich hier, ihr Allerliebsten Freundinnen, Und sehe der Palme zu, Wie sie, einer Tänzerin gleich, Sich biegt und schmiegt und in der Hüfte wiegt, - man thut es mit, sieht man lange zu! Einer Tänzerin gleich, die, wie mir scheinen will, Zu lange schon, gefährlich lange Immer, immer nur auf Einem Beine stand? - da vergass sie darob, wie mir scheinen will, Das andre Bein? Vergebens wenigstens Suchte ich das vermisste Zwillings-Kleinod - nämlich das andre Bein - In der heiligen Nähe Ihres allerliebsten, allerzierlichsten Fächer- und Flatter- und Flitterröckchens.
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" Allgemach aber, während ihn die höheren Menschen in den Armen hielten, kam er ein Wenig zu sich selber zurück und wehrte mit den Händen dem Gedränge der Verehrenden und Besorgten; doch sprach er nicht.