Beyond Good and Evil

By Friedrich Nietzsche

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this "belong" also belong to the fiction?
Is it not at length permitted to be a little ironical towards the
subject, just as towards the predicate and object? Might not the
philosopher elevate himself above faith in grammar? All respect
to governesses, but is it not time that philosophy should renounce
governess-faith?

35. O Voltaire! O humanity! O idiocy! There is something ticklish in
"the truth," and in the SEARCH for the truth; and if man goes about it
too humanely--"il ne cherche le vrai que pour faire le bien"--I wager he
finds nothing!

36. Supposing that nothing else is "given" as real but our world of
desires and passions, that we cannot sink or rise to any other "reality"
but just that of our impulses--for thinking is only a relation of these
impulses to one another:--are we not permitted to make the attempt and
to ask the question whether this which is "given" does not SUFFICE, by
means of our counterparts, for the understanding even of the so-called
mechanical (or "material") world? I do not mean as an illusion, a
"semblance," a "representation" (in the Berkeleyan and Schopenhauerian
sense), but as possessing the same degree of reality as our emotions
themselves--as a more primitive form of the world of emotions, in
which everything still lies locked in a mighty unity, which afterwards
branches off and develops itself in organic processes (naturally also,
refines and debilitates)--as a kind of instinctive life in which all
organic functions, including self-regulation, assimilation, nutrition,
secretion, and change of matter, are still synthetically united with
one another--as a PRIMARY FORM of life?--In the end, it is not only
permitted to make this attempt, it is commanded by the conscience of
LOGICAL METHOD. Not to assume several kinds of causality, so long as
the attempt to get along with a single one has not been pushed to its
furthest extent (to absurdity, if I may be allowed to say so): that is
a morality of method which one may not repudiate nowadays--it follows
"from its definition," as mathematicians say. The question is ultimately
whether we really recognize the will as OPERATING, whether we believe in
the causality of the will; if we do so--and fundamentally our belief IN
THIS is just our belief in causality itself--we MUST make the attempt
to posit hypothetically the causality of the will as the only causality.
"Will" can naturally only operate on "will"--and not on "matter" (not
on "nerves," for instance): in short, the hypothesis must be
hazarded, whether will does not operate on will wherever "effects"
are recognized--and whether all mechanical action, inasmuch as a power
operates therein, is

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Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

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Unter.
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Es hilft nichts: man muss die Gefühle der Hingebung, der Aufopferung für den Nächsten, die ganze Selbstentäusserungs-Moral erbarmungslos zur Rede stellen und vor Gericht führen: ebenso wie die Ästhetik der "interesselosen Anschauung", unter welcher sich die Entmännlichung der Kunst verführerisch genug heute ein gutes Gewissen zu schaffen sucht.
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Vielleicht war Alles, woran das Auge des Geistes seinen Scharfsinn und Tiefsinn geübt hat, eben nur ein Anlass zu seiner Übung, eine Sache des Spiels, Etwas für Kinder und Kindsköpfe.
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Die Neigung, sich herabzusetzen, sich bestehlen, belügen und ausbeuten zu lassen, könnte die Scham eines Gottes unter Menschen sein.
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176.
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In Betreff eines Weibes zum Beispiel gilt dem Bescheideneren schon die Verfügung über den Leib und der Geschlechtsgenuss als ausreichendes und genugthuendes Anzeichen des Habens, des Besitzens; ein Anderer, mit seinem argwöhnischeren und anspruchsvolleren Durste nach Besitz, sieht das "Fragezeichen", das nur Scheinbare eines solchen Habens, und will feinere Proben, vor Allem, um zu wissen, ob das Weib nicht nur ihm sich giebt, sondern.
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Moral ist heute in Europa Heerdenthier-Moral: - also nur, wie wir die Dinge verstehn, Eine Art von menschlicher Moral, neben der, vor der, nach der viele andere, vor Allem höhere Moralen möglich sind oder sein sollten.
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) Überhaupt in's Grosse gerechnet,.
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230.
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gewollt und grossgezüchtet wird, ist billig genug, auch begreiflich genug; was sich schwerer begreift, ist, dass ebendamit - das Weib entartet.
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Der antike Mensch las, wenn er las - es geschah selten genug - sich selbst etwas vor, und zwar mit lauter Stimme; man wunderte sich, wenn jemand leise las und fragte sich insgeheim nach Gründen.
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Mit aller Vorsicht entgegenkommen, mit Auswahl; ungefähr so wie der englische Adel es thut.
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Gesetzt, man kennt Einiges von den Eltern, so ist ein Schluss auf das Kind erlaubt: irgend eine widrige Unenthaltsamkeit, irgend ein Winkel-Neid, eine plumpe Sich-Rechtgeberei - wie diese Drei zusammen zu allen Zeiten den eigentlichen Pöbel-Typus ausgemacht haben - dergleichen muss auf das Kind so sicher übergehn, wie verderbtes Blut; und mit Hülfe der besten Erziehung und Bildung wird man eben nur erreichen, über eine solche Vererbung zu täuschen.
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In allen Seelen hat eine gleiche Anzahl oft wiederkehrender Erlebnisse die Oberhand gewonnen über seltner kommende: auf sie hin versteht man sich, schnell und immer schneller - die Geschichte der Sprache ist die Geschichte eines Abkürzungs-Prozesses -; auf dies schnelle Verstehen hin verbindet man sich, enger und immer enger.
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Wir Menschen sind - menschlicher.
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Und meinen Honig - wer hat ihn geschmeckt?.