Beyond Good and Evil

By Friedrich Nietzsche

Page 138

who constantly experiences, sees,
hears, suspects, hopes, and dreams extraordinary things; who is struck
by his own thoughts as if they came from the outside, from above and
below, as a species of events and lightning-flashes PECULIAR TO HIM; who
is perhaps himself a storm pregnant with new lightnings; a portentous
man, around whom there is always rumbling and mumbling and gaping and
something uncanny going on. A philosopher: alas, a being who often
runs away from himself, is often afraid of himself--but whose curiosity
always makes him "come to himself" again.

293. A man who says: "I like that, I take it for my own, and mean to
guard and protect it from every one"; a man who can conduct a case,
carry out a resolution, remain true to an opinion, keep hold of a woman,
punish and overthrow insolence; a man who has his indignation and his
sword, and to whom the weak, the suffering, the oppressed, and even the
animals willingly submit and naturally belong; in short, a man who is a
MASTER by nature--when such a man has sympathy, well! THAT sympathy has
value! But of what account is the sympathy of those who suffer! Or of
those even who preach sympathy! There is nowadays, throughout almost the
whole of Europe, a sickly irritability and sensitiveness towards pain,
and also a repulsive irrestrainableness in complaining, an effeminizing,
which, with the aid of religion and philosophical nonsense, seeks
to deck itself out as something superior--there is a regular cult of
suffering. The UNMANLINESS of that which is called "sympathy" by such
groups of visionaries, is always, I believe, the first thing that
strikes the eye.--One must resolutely and radically taboo this latest
form of bad taste; and finally I wish people to put the good amulet,
"GAI SABER" ("gay science," in ordinary language), on heart and neck, as
a protection against it.

294. THE OLYMPIAN VICE.--Despite the philosopher who, as a genuine
Englishman, tried to bring laughter into bad repute in all thinking
minds--"Laughing is a bad infirmity of human nature, which every
thinking mind will strive to overcome" (Hobbes),--I would even
allow myself to rank philosophers according to the quality of their
laughing--up to those who are capable of GOLDEN laughter. And supposing
that Gods also philosophize, which I am strongly inclined to believe,
owing to many reasons--I have no doubt that they also know how to laugh
thereby in an overman-like and new fashion--and at the expense of all
serious things! Gods are fond of ridicule: it seems that they cannot
refrain from laughter even in holy matters.

295. The genius of the heart,

Last Page Next Page

Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

Page 4
Seht, ich lehre euch den Übermenschen: der ist diess Meer, in ihm kann eure grosse Verachtung untergehn.
Page 5
Ich liebe Den, welcher goldne Worte seinen Thaten voraus wirft und immer noch mehr hält, als er verspricht: denn er will seinen Untergang.
Page 26
Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer.
Page 34
Die Zukunft und das Fernste sei dir die Ursache deines Heute: in deinem Freunde sollst du den Übermenschen als deine Ursache lieben.
Page 49
" Der Mensch selber aber heisst dem Erkennenden: das Thier, das rothe Backen hat.
Page 53
Ach, auch deren Geschrei drang zu euren Ohren, ihr Tugendhaften: was ich _nicht_ bin, das, das ist mir Gott und Tugend! Und Andre giebt es, die kommen schwer und knarrend daher, gleich Wägen, die Steine abwärts fahren: die reden viel von Würde und Tugend, - ihren Hemmschuh heissen sie Tugend! Und Andre giebt es, die sind gleich Alltags-Uhren, die aufgezogen wurden; sie machen ihr Tiktak und wollen, dass man Tiktak - Tugend heisse.
Page 68
Aber gerade dem Helden ist das _Schöne_ aller Dinge Schwerstes.
Page 79
lief der Ton durch die langen Gänge, wenn sich des Thores Flügel hoben: unhold schrie dieser Vogel, ungern wollte er geweckt sein.
Page 91
Zwei Wege kommen hier zusammen: die gieng noch Niemand zu Ende.
Page 111
Sie verachtet auch alle wehselige Weisheit: denn, wahrlich, es giebt auch Weisheit, die im Dunklen blüht, eine Nachtschatten-Weisheit: als welche immer seufzt: "Alles ist eitel!" Das scheue Misstrauen gilt ihr gering, und Jeder, wer Schwüre statt Blicke und Hände will: auch alle allzu misstrauische Weisheit, - denn solche ist feiger Seelen Art.
Page 122
Oh meine Brüder, bin ich denn grausam? Aber ich sage: was fällt, das soll man auch noch stossen! Das Alles von Heute - das fällt, das verfällt: wer wollte es halten! Aber ich - ich _will_ es noch stossen! Kennt.
Page 129
"Ewig kehrt er wieder, der Mensch, dess du müde bist, der kleine Mensch" - so gähnte meine Traurigkeit und schleppte den Fuss und konnte nicht einschlafen.
Page 136
Wenn meine Tugend eines Tänzers Tugend ist, und ich oft mit beiden Füssen in gold-smaragdenes Entzücken sprang: Wenn meine Bosheit eine lachende Bosheit ist, heimisch unter Rosenhängen und Lilien-Hecken: - im Lachen nämlich ist alles Böse bei einander, aber heilig- und losgesprochen durch seine eigne Seligkeit: - Und wenn Das mein A und O ist, dass alles Schwere leicht, aller Leib Tänzer, aller Geist Vogel werde: und wahrlich, Das ist mein A und O! - Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring de Wiederkunft! Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! 7.
Page 137
Liegst du nicht in einem himmelblauen See von Glück?" - "Ihr Schalks-Narren, antwortete Zarathustra und lächelte, wie gut wähltet ihr das Gleichniss! Aber ihr wisst auch, dass mein Glück schwer ist und nicht wie eine flüssige Wasserwelle: es drängt mich und will nicht von mir und thut gleich geschmolzenem Peche.
Page 139
Und wie er schnell um sich blickte und aufstand, siehe, da stand der Wahrsager neben ihm, der selbe, den er einstmals an seinem Tische gespeist und getränkt hatte, der Verkündiger der grossen Müdigkeit, welcher lehrte: "Alles ist gleich, es lohnt sich Nichts, Welt ist ohne Sinn, Wissen würgt.
Page 142
Du glaubst nicht daran? Du schüttelst den Kopf? Wohlan! Wohlauf! Alter Bär! Aber auch ich - bin ein Wahrsager.
Page 160
Aber Der, welcher hinter ihm war, folgte ihm nach: so dass alsbald drei Laufende hinter einander her waren, nämlich voran der freiwillige Bettler, dann Zarathustra und zudritt und -hinterst sein Schatten.
Page 170
Vor dem Pöbel aber wollen wir nicht gleich sein.
Page 177
"Sei still! sagte er mit bescheidener Stimme, gute Lieder wollen gut wiederhallen; nach guten Liedern soll man lange schweigen.
Page 185
Lieber Gott also anbeten, in dieser Gestalt, als in gar keiner Gestalt! Denke über diesen Spruch nach, mein hoher Freund: du erräthst geschwind, in solchem Spruch steckt Weisheit.