Beyond Good and Evil

By Friedrich Nietzsche

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listen
to the following:--I have never yet met a German who was favourably
inclined to the Jews; and however decided the repudiation of actual
anti-Semitism may be on the part of all prudent and political men, this
prudence and policy is not perhaps directed against the nature of the
sentiment itself, but only against its dangerous excess, and especially
against the distasteful and infamous expression of this excess of
sentiment;--on this point we must not deceive ourselves. That Germany
has amply SUFFICIENT Jews, that the German stomach, the German blood,
has difficulty (and will long have difficulty) in disposing only of this
quantity of "Jew"--as the Italian, the Frenchman, and the Englishman
have done by means of a stronger digestion:--that is the unmistakable
declaration and language of a general instinct, to which one must listen
and according to which one must act. "Let no more Jews come in! And shut
the doors, especially towards the East (also towards Austria)!"--thus
commands the instinct of a people whose nature is still feeble and
uncertain, so that it could be easily wiped out, easily extinguished, by
a stronger race. The Jews, however, are beyond all doubt the strongest,
toughest, and purest race at present living in Europe, they know how
to succeed even under the worst conditions (in fact better than under
favourable ones), by means of virtues of some sort, which one would like
nowadays to label as vices--owing above all to a resolute faith which
does not need to be ashamed before "modern ideas", they alter only,
WHEN they do alter, in the same way that the Russian Empire makes
its conquest--as an empire that has plenty of time and is not of
yesterday--namely, according to the principle, "as slowly as possible"!
A thinker who has the future of Europe at heart, will, in all his
perspectives concerning the future, calculate upon the Jews, as he
will calculate upon the Russians, as above all the surest and likeliest
factors in the great play and battle of forces. That which is at present
called a "nation" in Europe, and is really rather a RES FACTA than NATA
(indeed, sometimes confusingly similar to a RES FICTA ET PICTA), is in
every case something evolving, young, easily displaced, and not yet
a race, much less such a race AERE PERENNUS, as the Jews are such
"nations" should most carefully avoid all hot-headed rivalry and
hostility! It is certain that the Jews, if they desired--or if they
were driven to it, as the anti-Semites seem to wish--COULD now have the
ascendancy, nay, literally the supremacy, over Europe, that they are NOT
working and

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Text Comparison with Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

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Als Zarathustra diess zu seinem Herzen gesagt hatte, lud er den Leichnam auf seinem Rücken und machte sich auf den Weg.
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Nicht mehr vermag es das, was es am liebsten wilI: - über sich hinaus zu schaffen.
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Gleichwüchsig war er seiner That, als er sie that: aber ihr.
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Und seht mir doch, meine Freunde! Hier, wo der Tarantel Höhle ist, heben sich eines alten Tempels Trümmer aufwärts, - seht mir doch mit erleuchteten Augen hin! Wahrlich, wer hier einst seine Gedanken in Stein nach Oben thürmte, um das Geheimniss alles Lebens wusste er gleich dem Weisesten! Dass Kampf und Ungleiches auch noch in der Schönheit sei und Krieg um Macht und Übermacht: das lehrt er uns hier im deutlichsten Gleichniss.
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Vergebt mir meine Traurigkeit! Abend ward es: vergebt mir, dass es Abend ward!" Also sprach Zarathustra.
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Ich bin zu heiss und verbrannt von eigenen Gedanken: oft will es mir den Athem nehmen.
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` - Und ich antwortete: `Was trug nicht schon das Fell meiner Demuth! Am Fusse wohne ich meiner Höhe: wie hoch meine Gipfel sind? Niemand sagte es mir noch.
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Seine zweiten Gesellen aber - die werden sich seine _Gläubigen_ heissen: ein lebendiger Schwarm, viel Liebe, viel Thorheit, viel unbärtige Verehrung.
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Alles fällt in's Wasser, Nichts fällt mehr in tiefe Brunnen.
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Sie verachtet auch alle wehselige Weisheit: denn, wahrlich, es giebt auch Weisheit, die im Dunklen blüht, eine Nachtschatten-Weisheit: als welche immer seufzt: "Alles ist eitel!" Das scheue Misstrauen gilt ihr gering, und Jeder, wer Schwüre statt Blicke und Hände will: auch alle allzu misstrauische Weisheit, - denn solche ist feiger Seelen Art.
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Alles aber kauen und verdauen - das ist eine rechte Schweine-Art! Immer I-a sagen - das lernte allein der Esel, und wer seines Geistes ist! - Das tiefe Gelb und das heisse Roth: so will es _mein_ Geschmack, - der mischt Blut zu allen Farben.
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Und wenn auch der Gesunde Lieder will, will er andre Lieder doch als der Genesende.
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sich nicht von Grund aus liebt? Und dass ich dir gut bin und oft zu gut, Das weisst du: und der Grund ist, dass ich auf deine Weisheit eifersüchtig bin.
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Wenn ich dem Meere hold bin und Allem, was Meeres-Art ist, und am holdesten noch, wenn es mir zornig widerspricht: Wenn jene suchende Lust in mir ist, die nach Unentdecktem die Segel treibt, wenn eine Seefahrer-Lust in meiner Lust ist: Wenn je mein Frohlocken rief: "die Küste schwand, - nun fiel mir die letzte Kette ab - - das Grenzenlose braust um mich, weit hinaus glänzt mir Raum und Zeit, wohlan! wohlauf! altes Herz!" - Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring de Wiederkunft! Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! 6.
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Als er aber dermaassen dasass, mit einem Stecken in der Hand, und den Schatten seiner Gestalt auf der Erde abzeichnete, nachdenkend und, wahrlich! nicht über sich und seinen Schatten - da erschrak er mit Einem Male und fuhr zusammen: denn er sahe neben seinem Schatten noch einen andern Schatten.
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Dass _du_ einst sprachst, oh Zarathustra: `Geist ist das Leben, das selber in's Leben schneidet,` das führte und verführte mich zu deiner Lehre.
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" "Vergieb mir, antwortete der Schatten, dass ich's bin; und wenn ich dir nicht gefalle, wohlan, oh Zarathustra! darin lobe ich dich und deinen guten Geschmack.
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Ich Zweifler aber ziehe es In Zweifel, dafür aber komme ich Aus Europa, Das zweifelsüchtiger ist als alle Ältlichen Eheweibchen.
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Oh Zarathustra, du Verborgener, du Vernichter ohne Zorn, du gefährlicher Heiliger, - du bist ein Schelm!" 2.
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Mit Einem Male aber wandte er schnell den Kopf, denn er schien Etwas zu hören: da legte er den Finger an den Mund und sprach: "Kommt!" Und alsbald wurde es rings still und heimlich; aus der Tiefe aber kam langsam der Klang einer Glocke herauf.