Beyond Good and Evil

By Friedrich Nietzsche

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as the soul-superstition, which, in the form of subject- and
ego-superstition, has not yet ceased doing mischief): perhaps some
play upon words, a deception on the part of grammar, or an
audacious generalization of very restricted, very personal, very
human--all-too-human facts. The philosophy of the dogmatists, it is to
be hoped, was only a promise for thousands of years afterwards, as was
astrology in still earlier times, in the service of which probably more
labour, gold, acuteness, and patience have been spent than on any
actual science hitherto: we owe to it, and to its "super-terrestrial"
pretensions in Asia and Egypt, the grand style of architecture. It seems
that in order to inscribe themselves upon the heart of humanity with
everlasting claims, all great things have first to wander about the
earth as enormous and awe-inspiring caricatures: dogmatic philosophy has
been a caricature of this kind--for instance, the Vedanta doctrine in
Asia, and Platonism in Europe. Let us not be ungrateful to it, although
it must certainly be confessed that the worst, the most tiresome,
and the most dangerous of errors hitherto has been a dogmatist
error--namely, Plato's invention of Pure Spirit and the Good in Itself.
But now when it has been surmounted, when Europe, rid of this nightmare,
can again draw breath freely and at least enjoy a healthier--sleep,
we, WHOSE DUTY IS WAKEFULNESS ITSELF, are the heirs of all the strength
which the struggle against this error has fostered. It amounted to
the very inversion of truth, and the denial of the PERSPECTIVE--the
fundamental condition--of life, to speak of Spirit and the Good as Plato
spoke of them; indeed one might ask, as a physician: "How did such a
malady attack that finest product of antiquity, Plato? Had the wicked
Socrates really corrupted him? Was Socrates after all a corrupter of
youths, and deserved his hemlock?" But the struggle against Plato,
or--to speak plainer, and for the "people"--the struggle against
the ecclesiastical oppression of millenniums of Christianity (FOR
CHRISTIANITY IS PLATONISM FOR THE "PEOPLE"), produced in Europe
a magnificent tension of soul, such as had not existed anywhere
previously; with such a tensely strained bow one can now aim at the
furthest goals. As a matter of fact, the European feels this tension as
a state of distress, and twice attempts have been made in grand style to
unbend the bow: once by means of Jesuitism, and the second time by means
of democratic enlightenment--which, with the aid of liberty of the press
and newspaper-reading, might, in fact, bring it about that the spirit
would not so easily find itself in "distress"! (The Germans invented
gunpowder--all

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Text Comparison with Menschliches, Allzumenschliches: Ein Buch Fuer Freie Geister

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Denn es ist, nach historischer Wahrscheinlichkeit, sehr gut möglich, dass die Menschen einmal in dieser Beziehung im Ganzen und Allgemeinen skeptisch werden; da lautet also die Frage: wie wird sich dann die menschliche Gesellschaft, unter dem Einfluss einer solchen Gesinnung, gestalten? Vielleicht ist der wissenschaftliche Beweis irgend einer metaphysischen Welt schon so schwierig, dass die Menschheit ein Misstrauen gegen ihn nicht mehr los wird.
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- Das Schiff der Menschheit, meint man, hat einen immer stärkeren Tiefgang, je mehr es belastet wird; man glaubt, je tiefer der Mensch denkt, je zarter er fühlt, je höher er sich schätzt, je weiter seine Entfernung von den anderen Thieren wird, - je mehr er als das Genie unter den Thieren erscheint, - um so näher werde er dem wirklichen Wesen der Welt und deren Erkenntniss kommen: diess thut er auch wirklich durch die Wissenschaft, aber er meint diess noch mehr durch seine Religionen und Künste zu thun.
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Der Irrthum über das Leben zum Leben nothwendig.
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Es ist eine mildere Form der Rache.
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68.
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zu Anfang die Rücksicht auf den allgemeinen Nutzen es war, derentwegen man alle unpersönlichen Handlungen lobte und auszeichnete.
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Richtet nicht.
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Zwischen den sorgsam erschlossenen Wahrheiten und solchen" geahnten" Dingen bleibt unüberbrückbar die Kluft, dass jene dem Intellect, diese dem Bedürfniss verdankt werden.
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Wer hilft ihm in dieser Gefahr, welche durch den Hinblick auf eine unermessliche Zeitdauer der Strafe an Grässlichkeit alle anderen Schrecknisse der Vorstellung überbietet? 133.
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Kunst der hässlichen Seele.
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Aber die Furcht und das Mitleid sind nicht in diesem Sinne Bedürfnisse bestimmter Organe, welche erleichtert werden wollen.
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- Der Witz des Gefangenen, mit.
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Desshalb muss eine höhere Cultur dem Menschen ein Doppelgehirn, gleichsam zwei Hirnkammern geben, einmal um Wissenschaft, sodann um Nicht-Wissenschaft zu empfinden: neben einander liegend, ohne Verwirrung, trennbar, abschliessbar; es ist diess eine Forderung der Gesundheit.
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Bei den Griechen geht es schnell vorwärts, aber eben so schnell abwärts; die Bewegung der ganzen Maschine ist so gesteigert, dass ein einziger Stein, in ihre Räder geworfen, sie zerspringen macht.
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- Zu Gunsten aller Ehrenhändel und Duelle ist zu sagen, dass, wenn Einer ein so reizbares Gefühl hat, nicht leben zu wollen, wenn Der und Der das und das über ihn sagt oder denkt, er ein Recht hat, die Sache auf den Tod des Einen oder des Andern ankommen zu lassen.
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Eine gute Gattin, welche Freundin, Gehülfin, Gebärerin, Mutter, Familienhaupt, Verwalterin sein soll, ja vielleicht abgesondert von dem Manne ihrem eigenen Geschäft und Amte vorzustehen hat, kann nicht zugleich Concubine sein: es hiesse im Allgemeinen zu viel von ihr verlangen.
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- Das Recept zu dem, was die Masse einen grossen Mann nennt, ist leicht gegeben.
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Der richtige Beruf.
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Macht' ich's gut, so woll'n wir schweigen; Macht' ich's schlimm -, so woll'n wir lachen Und es immer schlimmer machen, Schlimmer machen, schlimmer lachen, Bis wir in die Grube steigen.