Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen

By Friedrich Nietzsche

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kommen. - Ach, wohin
soll ich nun noch steigen mit meiner Sehnsucht! Von allen Bergen
schaue ich aus nach Vater- und Mutterländern.

Aber Heimat fand ich nirgends: unstät bin ich in allen Städten und ein
Aufbruch an allen Thoren.

Fremd sind mir und ein Spott die Gegenwärtigen, zu denen mich jüngst
das Herz trieb; und vertrieben bin ich aus Vater- und Mutterländern.

So liebe ich allein noch meiner _Kinder_Land_, das unentdeckte, im
fernsten Meere: nach ihm heisse ich meine Segel suchen und suchen.

An meinen Kindern will ich es gut machen, dass ich meiner Väter Kind
bin: und an aller Zukunft - _diese_ Gegenwart!

Also sprach Zarathustra.



Von der unbefleckten Erkenntniss

Als gestern der Mond aufgieng, wähnte ich, dass er eine Sonne gebären
wolle: so breit und trächtig lag er am Horizonte.

Aber ein Lügner war er mir mit seiner Schwangerschaft; und eher noch
will ich an den Mann im Monde glauben als an das Weib.

Freilich, wenig Mann ist er auch, dieser schüchterne Nachtschwärmer.
Wahrlich, mit schlechtem Gewissen wandelt er über die Dächer.

Denn er ist lüstern und eifersüchtig, der Mönch im Monde, lüstern nach
der Erde und nach allen Freuden der Liebenden.

Nein, ich mag ihn nicht, diesen Kater auf den Dächern! Widerlich sind
mir Alle, die um halbverschlossne Fenster schleichen!

Fromm und schweigsam wandelt er hin auf Sternen-Teppichen: - aber ich
mag alle leisetretenden Mannsfüsse nicht, an denen auch nicht ein
Sporen klirrt.

Jedes Redlichen Schritt redet; die Katze aber stiehlt sich über den
Boden weg. Siehe, katzenhaft kommt der Mond daher und unredlich. -

Dieses Gleichniss gebe ich euch empfindsamen Heuchlern, euch, den
"Rein-Erkennenden!" Euch heisse _ich_ - Lüsterne!

Auch ihr liebt die Erde und das Irdische: ich errieth euch wohl! -
aber Scham ist in eurer Liebe und schlechtes Gewissen, - dem Monde
gleicht ihr!

Zur Verachtung des Irdischen hat man euren Geist überredet, aber nicht
eure Eingeweide: _die_ aber sind das Stärkste an euch!

Und nun schämt sich euer Geist, dass er euren Eingeweiden zu willen
ist und geht vor seiner eignen Scham Schleich- und Lügenwege.

"Das wäre mir das Höchste - also redet euer verlogner Geist zu sich -
auf das Leben ohne Begierde zu schaun und nicht gleich dem Hunde mit
hängender Zunge:

Glücklich zu sein im Schauen, mit erstorbenem Willen, ohne Griff und
Gier der Selbstsucht - kalt und aschgrau am ganzen Leibe, aber mit
trunkenen Mondesaugen!"

"Das wäre mir das Liebste, - also verführt sich selber der Verführte
- die Erde zu lieben, wie der Mond sie liebt, und nur mit dem Auge
allein ihre Schönheit zu betasten.

Und das heisse mir aller Dinge _unbefleckte_ Erkenntniss, dass ich von
den Dingen Nichts will: ausser dass ich vor

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Text Comparison with Dityrambeja

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Pois katsojajoukot, pois aseita, kalpoja kantavat joukot, nyt sankarit sotia käyvät! Säilittä sotivat, kalvoitta kamppailevat, ei paisu julmina käsien jänteet, vihan vasamat silmissä yksin säihkyy, lyö aivoissa säkenöivät salamat oudot, yö synkkänä yllä ja alla lepää.
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Ei ees, ei taakse, yllä uhkaa yö ja eessä tasavallan joukot taajat! Soi kalske kaukainen ja tähtivyö taivasta niinkuin kalman sirppi kaartaa, nyt koston, vainon vaikein hetki lyö, maat oudot, kansat etäiset ja laajat on vallassamme kohta, loppuun työ nyt tehdään, vihan vimmalieskat saartaa sua Rooma, voimat kammottavat käyvät vastaasi, maahan sorru nyt tai voita! Jo taiston laineet käy, yön ilmaa viiltää hurjimmat peitset, raivon.
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Ei tyynny tahdon hyrskyävä virta, mi uutta uraa raunioihin raivaa maailman vanhan, joka jälleen kulkee kuin karkeloiden ikuisuuden työhön.
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) Pylväs maailman kaatunut, ihanin, suurin ihminen sortunut, säihkyvin helmi sammunut luomisen kirkkahan kruunun, sammunut, heittänyt purppurahehkun viimeisen, hellän maailman ylle, mi värjyen vaipuu mustien varjojen outohon yöhön.
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SYKSY.
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Yössä ruskeessa sillalla seisoin ma.