Ainsi Parlait Zarathoustra

By Friedrich Nietzsche

Page 227

origine des tables de valeurs
_différentes_.
Il y a une force morale prodigieuse, mais il n'y a plus de _but_, où
toute la force pourrait être utilisée.


3.


Tous les buts sont détruits. Il faut que les hommes s'en _assignent_
un. C'était une erreur de croire qu'ils en _possèdent_ un: ils se les
ont tout donnés. Mais les _conditions premières_ pour tous les buts
d'autrefois sont aujourd'hui détruites.
La science montre le cours à suivre, mais non pas le but: elle pose
cependant les conditions premières auxquelles le nouveau but devra
correspondre.


4.


La _profonde stérilité_ du dix-neuvième siècle.
Je n'ai jamais rencontré d'homme qui eût vraiment apporté un nouvel
idéal. C'est le caractère de la musique allemande qui m'a le plus
longtemps induit à _espérer_. Un _type plus_ fort, où nos forces
seraient liées synthétiquement - ce fut là ma croyance.
A première vue tout est décadence. Il faut diriger la destruction de
telle sorte qu'elle rende possible, aux plus forts, une nouvelle forme
de l'existence.


5.


La dissolution de la morale conduit, dans ses conséquences pratiques, à
l'individu atomique et aussi à la division de l'individu en
multiplicités - fluctuation absolue.
C'est pourquoi, plus que jamais, un but est nécessaire et un amour, un
_nouvel_ amour.


6.


"Aussi longtemps que votre morale était suspendue au-dessus de ma tête,
je respirais comme quelqu'un qui étouffe. Dès lors, il me fallut
étrangler ce serpent. Je voulais vivre, c'est pourquoi je devais
mourir."


7.


Tant que l'on devra encore agir, par conséquent tant que l'on
_commandera_, il n'y aura pas encore de synthèse (la _suppression_ de
l'homme moral). _Ne pas pouvoir faire autrement_. Les instincts et la
raison qui commande ne sauraient autrement aller au delà du but.
Jouir de soi-même dans l'action.


8.


Tous, ils ne veulent pas porter le fardeau de ce qui n'est pas
commandé; mais ils font ce qu'il y a de plus difficile, lorsque tu le
leur commandes.


9.


Surmonter le passé en nous-mêmes: combiner à nouveau les instincts et
les diriger tous ensembles vers un seul but: - cela est extrêmement
difficile! Il n'y a pas que les mauvais instincts qu'il faut
surmonter, - il faut aussi faire table rase de ce que l'on appelle les
bons instincts, afin de les sanctifier à nouveau!


10.


Il ne faut pas faire de _bonds_ dans la vertu! Mais il faut que chacun
suive un chemin différent! Pourtant chacun ne doit pas vouloir
parvenir au plus haut! Par contre, chacun peut servir de _pont_ et
_d'enseignement_ pour les autres!


11.


Pour la bonne volonté d'aider, de compatir, de se soumettre, de
renoncer aux attaques personnelles, les hommes insignifiants et
superficiels

Last Page Next Page

Text Comparison with Die Geburt der Tragödie: Versuch einer Selbstkritik

Page 12
Aus allen Enden der alten Welt - um die neuere hier bei Seite zu lassen - von Rom bis Babylon können wir die Existenz dionysischer Feste nachweisen, deren Typus sich, besten Falls, zu dem Typus der griechischen verhält, wie der bärtige Satyr, dem der Bock Namen und Attribute verlieh, zu Dionysus selbst.
Page 25
Ich denke nichts Ungereimtes zu behaupten, wenn ich sage, dass das Problem dieses Ursprungs bis jetzt noch nicht einmal ernsthaft aufgestellt, geschweige denn gelöst ist, so oft auch die zerflatternden Fetzen der antiken Ueberlieferung schon combinatorisch an einander genäht und wieder aus einander gerissen sind.
Page 28
Dass mit ihm die Tragödie beginnt, dass aus ihm die dionysische Weisheit der Tragödie spricht, ist ein hier uns eben so befremdendes Phänomen wie überhaupt die Entstehung der Tragödie aus dem Chore.
Page 32
der gesammten Bühnenwelt, des eigentlichen Dramas.
Page 33
ursprünglich ist die Tragödie nur "Chor" und nicht "Drama".
Page 36
Der titanische Künstler fand in sich den trotzigen Glauben, Menschen schaffen und olympische Götter wenigstens vernichten zu können: und dies durch seine höhere Weisheit, die er freilich durch ewiges Leiden zu büssen gezwungen war.
Page 42
Im Wesentlichen sah und hörte jetzt der Zuschauer seinen Doppelgänger auf der euripideischen Bühne und freute sich, dass jener so gut zu reden verstehe.
Page 45
Jenes ursprüngliche und allmächtige dionysische Element aus der Tragödie auszuscheiden und sie rein und neu auf undionysischer Kunst, Sitte und Weltbetrachtung aufzubauen - dies ist die jetzt in heller Beleuchtung sich uns enthüllende Tendenz des Euripides.
Page 47
Diese Erregungsmittel sind kühle paradoxe Gedanken - an Stelle der apollinischen Anschauungen - und feurige Affecte - an Stelle der dionysischen Entzückungen - und zwar höchst realistisch nachgemachte, keineswegs in den Aether der Kunst getauchte Gedanken und Affecte.
Page 51
Diese Stimme mahnt, wenn sie kommt, immer ab.
Page 53
war der Denker Plato auf einem Umwege ebendahin gelangt, wo er als Dichter stets heimisch gewesen war und von wo aus Sophokles und die ganze ältere Kunst feierlich gegen jenen Vorwurf protestirten.
Page 56
Auch der theoretische Mensch hat ein unendliches Genügen am Vorhandenen, wie der Künstler, und ist wie jener vor der praktischen Ethik des Pessimismus und vor seinen nur im Finsteren leuchtenden Lynkeusaugen, durch jenes Genügen geschützt.
Page 64
Bei dieser Gegenüberstellung verstehe ich unter dem Geiste der Wissenschaft jenen zuerst in der Person des Sokrates an's Licht gekommenen Glauben an die Ergründlichkeit der Natur und an die Universalheilkraft.
Page 65
eine derartig musikalisch imitirte Schlacht sich in Marschlärm, Signalklängen u.
Page 69
Während das im Schoosse der theoretischen Cultur schlummernde Unheil allmählich den modernen Menschen zu ängstigen beginnt, und er, unruhig, aus dem Schatze seiner Erfahrungen nach Mitteln greift, um die Gefahr abzuwenden, ohne selbst an diese Mittel recht zu glauben; während er also seine eigenen Consequenzen zu ahnen beginnt: haben grosse allgemein angelegte Naturen, mit einer unglaublichen Besonnenheit, das Rüstzeug der Wissenschaft selbst zu benützen gewusst, um die Grenzen und die Bedingtheit des Erkennens überhaupt darzulegen und damit den Anspruch der Wissenschaft auf universale Geltung und universale Zwecke entscheidend zu leugnen: bei welchem Nachweise zum ersten Male jene Wahnvorstellung als solche erkannt wurde, welche, an der Hand der Causalität, sich anmaasst, das innerste Wesen der Dinge ergründen zu können.
Page 73
Sollten wir wünschen, die beiden eben geschilderten, bei der Entstehung der Oper wirksamen Vorstellungen unter einen Begriff zu vereinigen, so würde uns nur übrig bleiben, von einer idyllischen Tendenz der Oper zu sprechen: wobei wir uns allein der Ausdrucksweise und Erklärung Schillers zu bedienen hätten.
Page 76
der deutschen Philosophie, wenn nicht auf eine neue Daseinsform, über deren Inhalt wir uns nur aus hellenischen Analogien ahnend unterrichten können? Denn diesen unausmessbaren Werth behält für uns, die wir an der Grenzscheide zweier verschiedener Daseinsformen stehen, das hellenische Vorbild, dass in ihm auch alle jene Uebergänge und Kämpfe zu einer classisch-belehrenden Form ausgeprägt sind: nur dass wir gleichsam in umgekehrter Ordnung die grossen Hauptepochen des hellenischen Wesens analogisch durcherleben und zum Beispiel jetzt aus dem alexandrinischen Zeitalter rückwärts zur Periode der Tragödie zu schreiten scheinen.
Page 78
Es giebt nicht Seinesgleichen.
Page 84
Er fühlt die Handlungen des Helden als gerechtfertigt und ist doch noch mehr erhoben, wenn diese Handlungen den Urheber vernichten.
Page 87
Die Bilder des Mythus müssen die unbemerkt allgegenwärtigen dämonischen Wächter sein, unter deren Hut die junge Seele heranwächst, an deren Zeichen der Mann sich sein Leben und seine Kämpfe deutet: und selbst der Staat kennt keine mächtigeren ungeschriebnen Gesetze als das mythische Fundament, das seinen Zusammenhang mit der Religion, sein Herauswachsen aus mythischen Vorstellungen verbürgt.