Ainsi Parlait Zarathoustra

By Friedrich Nietzsche

Page 195

présage qu'il y en a de meilleurs que nous en route, - car il est
lui-même en route vers toi, le dernier reste de Dieu parmi les hommes;
c'est-à-dire: tous les hommes du grand désir, du grand dégoût, de la
grande satiété, - tous ceux qui ne veulent vivre sans qu'ils puissent
de nouveau apprendre à _espérer_ apprendre de toi, ô Zarathoustra, le
_grand_ espoir!"

Ainsi parlait le roi de droite en saisissant la main de Zarathoustra
pour l'embrasser; mais Zarathoustra se défendit de sa vénération et se
recula effrayé, silencieux, et fuyant soudain comme dans le lointain.
Mais, après peu d'instants, il fut de nouveau de retour auprès de ses
hôtes et, les regardant avec des yeux clairs et scrutateurs, il dit:

"Hommes supérieurs, vous qui êtes mes hôtes, je vais vous parler
allemand et clairement. Ce n'est pas _vous_ que j'attendais dans ces
montagnes."

("Allemand et clairement?" Que Dieu ait pitié! dit alors à part lui le
roi de gauche; on voit qu'il ne connaît pas ces bons Allemands, ce sage
d'Orient! Mais il veut dire "allemand et grossièrement" - eh bien! Ce
n'est pas là ce qu'il y a de plus mauvais aujourd'hui!")

"Il se peut que vous soyez tous, les uns comme les autres, des hommes
supérieurs, continua Zarathoustra: pour moi cependant - vous n'êtes ni
assez grands ni assez forts.

Pour moi, je veux dire: pour la volonté inexorable qui se tait en moi,
qui se tait, mais qui ne se taira pas toujours. Et si vous êtes miens,
vous n'êtes cependant point mon bras droit.

Car celui qui comme vous marche sur des jambes malades et frêles, veut
avant tout être _ménagé_, qu'il le sache ou qu'il se le cache.

Mais moi je ne ménage pas mes bras et mes jambes, _je ne ménage pas mes
guerriers_ : comment pourriez-vous être bons pour faire _ma_ guerre?

Avec vous je gâcherais même mes victoires. Et plus d'un parmi vous
tomberait à la renverse au seul roulement de mes tambours.

Aussi bien n'êtes-vous pas assez beaux à mon gré, ni d'assez bonne
race. J'ai besoin de miroirs purs et lisses pour recevoir ma doctrine;
reflétée par votre surface, ma propre image serait déformée.

Sur vos épaules pèsent maint fardeau, maint souvenir: et maint kobold
méchant se tapit en vos recoins. En vous aussi il y a encore de la
populace cachée. Bien que bons et de bonne race, vous êtes tors et
difformes à maints égards, et il n'est pas de forgeron au monde qui pût
vous rajuster et vous redresser.

Vous n'êtes que des

Last Page Next Page

Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

Page 14
- So viel zur Zurückweisung von Locke's Oberflächlichkeit in Bezug auf die Herkunft der Ideen.
Page 15
Man vergebe es mir als einem alten Philologen, der von der Bosheit nicht lassen kann, auf schlechte Interpretations-Künste den Finger zu legen - aber jene "Gesetzmässigkeit der Natur", von der ihr Physiker so stolz redet, wie als ob - - besteht nur Dank eurer Ausdeutung und schlechten "Philologie", - sie ist kein Thatbestand, kein "Text", vielmehr nur eine naiv-humanitäre Zurechtmachung und Sinnverdrehung, mit der ihr den demokratischen Instinkten der modernen Seele sattsam entgegenkommt! "Überall Gleichheit vor dem Gesetz, - die Natur hat es darin nicht anders und nicht besser als wir": ein artiger Hintergedanke, in dem noch einmal die pöbelmännische Feindschaft gegen alles Bevorrechtete und Selbstherrliche, insgleichen ein zweiter und feinerer Atheismus verkleidet liegt.
Page 27
Mancher versteht sich darauf, das eigne Gedächtniss zu trüben.
Page 32
Die "Aufklärung" empört: der Sklave nämlich will Unbedingtes, er versteht nur das Tyrannische, auch in der Moral, er liebt wie er hasst, ohne Nuance, bis in die Tiefe, bis zum Schmerz, bis zur Krankheit, - sein vieles verborgenes Leiden empört sich gegen den vornehmen Geschmack, der das Leiden zu leugnen scheint.
Page 33
Wo nur auf Erden bisher die religiöse Neurose aufgetreten ist, finden wir sie verknüpft mit drei gefährlichen Diät-Verordnungen: Einsamkeit, Fasten und geschlechtlicher Enthaltsamkeit, - doch ohne dass hier mit Sicherheit zu entscheiden wäre, was da Ursache, was Wirkung sei, und ob hier überhaupt ein Verhältniss von Ursache und Wirkung vorliege.
Page 41
Wie verhalten sich nun die genannten beiden grössten Religionen zu diesem Überschuss der misslungenen Fälle? Sie suchen zu erhalten, im Leben festzuhalten, was sich nur irgend halten lässt, ja sie nehmen grundsätzlich für sie Partei, als Religionen für Leidende, sie geben allen Denen Recht, welche am Leben wie an einer Krankheit leiden, und möchten es durchsetzen, dass jede andre Empfindung des Lebens als falsch gelte und unmöglich werde.
Page 62
Die Gesammt-Entartung des Menschen, hinab bis zu dem, was heute den socialistischen Tölpeln und Flachköpfen als ihr "Mensch der Zukunft" erscheint, - als ihr Ideal! - diese Entartung und Verkleinerung des Menschen zum vollkommenen Heerdenthiere (oder, wie sie sagen, zum Menschen der "freien Gesellschaft"), diese Verthierung des Menschen zum Zwergthiere der gleichen Rechte und Ansprüche ist möglich, es ist kein Zweifel! Wer diese Möglichkeit einmal bis zu Ende gedacht hat, kennt einen Ekel mehr, als die übrigen Menschen, - und vielleicht auch eine neue Aufgabe!.
Page 63
Die Unabhängigkeits-Erklärung des wissenschaftlichen Menschen, seine Emancipation von der Philosophie, ist eine der feineren Nachwirkungen des demokratischen Wesens und Unwesens: die Selbstverherrlichung und Selbstüberhebung des Gelehrten steht heute überall in voller Blüthe und in ihrem besten Frühlinge, - womit noch nicht gesagt sein soll, dass in diesem Falle Eigenlob lieblich röche.
Page 70
209.
Page 77
Es ist die Musik in unserm Gewissen, der Tanz in unserm Geiste, zu dem alle Puritaner-Litanei, alle Moral-Predigt und Biedermännerei nicht klingen will.
Page 82
Redlichkeit, gesetzt, dass dies unsre Tugend ist, von der wir nicht loskönnen, wir freien Geister - nun, wir wollen.
Page 88
Ist es nicht vom schlechtesten Geschmacke, wenn das Weib sich dergestalt anschickt, wissenschaftlich zu werden? Bisher war glücklicher Weise das Aufklären Männer-Sache, Männer-Gabe - man blieb damit "unter sich"; und man darf sich zuletzt, bei Allem, was Weiber über "das Weib" schreiben, ein gutes Misstrauen vorbehalten, ob das Weib über sich selbst eigentlich Aufklärung will - und wollen kann Wenn ein Weib damit nicht einen neuen Putz für sich sucht - ich denke doch, das Sich-Putzen gehört zum Ewig-Weiblichen? - nun, so will es vor sich Furcht erregen: - es will damit vielleicht Herrschaft.
Page 91
Dies geschieht heute: täuschen wir uns nicht darüber! Wo nur der industrielle Geist über den militärischen und aristokratischen Geist gesiegt hat, strebt jetzt das Weib nach der wirthschaftlichen und rechtlichen Selbständigkeit eines Commis: "das Weib als Commis" steht an der Pforte der sich bildenden modernen Gesellschaft.
Page 93
Und indem ich über diese Möglichkeit ausschweife, begegnet mir's, dass ich Ohrenzeuge eines Gesprächs von zwei alten "Patrioten" werde, - sie hörten beide offenbar schlecht und sprachen darum um so lauter.
Page 97
.
Page 108
- Damit man mich, mit diesen letzten Worten, nicht missverstehe, will ich einige kräftige Reime zu Hülfe nehmen, welche auch weniger feinen Ohren es verrathen werden, was ich will, - was ich gegen den "letzten Wagner" und seine Parsifal-Musik will.
Page 113
Nach der Sklaven-Moral erregt also der "Böse" Furcht; nach der Herren Moral ist es gerade der "Gute", der Furcht erregt und erregen will, während der "schlechte" Mensch als der verächtliche empfunden wird.
Page 119
Noch bei jeder Freundschaft oder Liebschaft macht man diese Probe: Nichts derart hat Dauer, sobald man dahinter kommt, dass Einer von Beiden bei gleichen Worten anders fühlt, meint, wittert, wünscht, fürchtet, als der Andere.
Page 126
Der Einsiedler glaubt nicht daran, dass jemals ein Philosoph - gesetzt, dass ein Philosoph immer vorerst ein Einsiedler war - seine eigentlichen und letzten Meinungen in Büchern ausgedrückt habe: schreibt man nicht gerade Bücher, um zu verbergen, was man bei sich birgt? - ja er wird zweifeln, ob ein Philosoph "letzte und eigentliche" Meinungen überhaupt haben könne, ob bei ihm nicht hinter jeder Höhle noch eine tiefere Höhle liege, liegen müsse - eine umfänglichere fremdere reichere Welt über einer Oberfläche, ein Abgrund hinter jedem Grunde, unter jeder "Begründung".
Page 131
- Da _seid_ ihr, Freunde! - Weh, doch _ich_ bin's nicht, Zu dem ihr wolltet? Ihr zögert, staunt - ach, dass ihr lieber grolltet! Ich - bin's nicht mehr? Vertauscht Hand, Schritt, Gesicht? Und was ich bin, euch Freunden - bin ich's nicht? Ein Andrer ward ich? Und mir selber fremd? Mir selbst entsprungen? Ein Ringer, der zu oft sich selbst bezwungen? Zu oft sich gegen eigne Kraft gestemmt, Durch eignen Sieg verwundet und gehemmt? Ich suchte, wo der Wind am schärfsten weht? Ich lernte wohnen, Wo Niemand wohnt, in öden Eisbär-Zonen, Verlernte Mensch und Gott, Fluch und Gebet? Ward zum Gespenst, das über Gletscher geht? - Ihr alten Freunde! Seht! Nun blickt ihr bleich, Voll Lieb' und Grausen! Nein, geht! Zürnt nicht! Hier - könntet _ihr_ nicht hausen: Hier zwischen fernstem Eis- und Felsenreich - Hier muss man Jäger sein und gemsengleich.