Ainsi Parlait Zarathoustra

By Friedrich Nietzsche

Page 188

juif, ni éternel.

Eh quoi! Faut-il donc que je sois toujours en route? toujours
instable, entraîné par le tourbillon de tous les vents? O terre, tu
devins pour moi trop ronde!

Je me suis posé déjà sur toutes les surface; pareil à de la poussière
fatiguée, je me suis endormi sur les glaces et les vitres. Tout me
prend de ma substance, nul ne me donne rien, je me fais mince, - peu
s'en faut que je ne sois comme une ombre.

Mais c'est toi, ô Zarathoustra, que j'ai le plus longtemps suivi et
poursuivi, et, quoique je me sois caché de toi, je n'en étais pas moins
ton ombre la plus fidèle: partout où tu te posais je me posais aussi.

A ta suite j'ai erré dans les mondes les plus lointains et les plus
froids, semblable à un fantôme qui se plait à courir sur les toits
blanchis par l'hiver et sur la neige.

A ta suite j'ai aspiré à tout ce qu'il y a de défendu, de mauvais et de
plus lointain: et s'il est en moi quelque vertu, c'est que je n'ai
jamais redouté aucune défense.

A ta suite j'ai bris ce que jamais mon coeur a adoré, j'ai renversé
toutes les bornes et toutes les images, courant après les désirs les
plus dangereux, - en vérité, j'ai passé une fois sur tous les crimes.

A ta suite j'ai perdu la foi en les mots, les valeurs consacrées et les
grands noms! Quand le diable change de peau, ne jette-t-il pas en même
temps son nom? Car ce nom aussi n'est qu'une peau. Le diable lui-même
n'est peut-être - qu'une peau.

"Rien n'est vrai, tout est permis" : ainsi disais-je pour me stimuler.
Je me suis jeté, coeur et tête, dans les eaux les plus glacées. Hélas!
combien de fois suis-je sorti d'une pareille aventure nu, rouge comme
une écrevisse!

Hélas! qu'ai je fait de toute bonté, de toute pudeur, et de toute fois
en les bons! Hélas! où est cette innocence mensongère que je possédais
jadis, l'innocence des bons et de leurs nobles mensonges!

Trop souvent, vraiment, j'ai suivi la vérité sur les talons: alors elle
me frappait au visage. Quelquefois je croyais mentir, et voici, c'est
alors seulement que je touchais - à la vérité.

Trop de choses sont à présent claires pour moi, c'est pourquoi rien ne
m'est plus. Rien ne vit plus de ce que j'aime, - comment saurais-je
m'aimer encore moi-même?....................

"Vivre selon mon bon plaisir, ou ne pas vivre du tout": c'est là ce que
je veux,

Last Page Next Page

Text Comparison with Die Geburt der Tragödie: Versuch einer Selbstkritik

Page 2
.
Page 12
Bedenklicher und sogar unmöglich wurde dieser Widerstand, als endlich aus der tiefsten Wurzel des Hellenischen heraus sich ähnliche Triebe Bahnbrachen: jetzt beschränkte sich das Wirken des delphischen Gottes darauf, dem gewaltigen Gegner durch eine zur rechten Zeit abgeschlossene Versöhnung die vernichtenden Waffen aus der Hand zu nehmen.
Page 18
Das Uebermaass enthüllte sich als Wahrheit, der Widerspruch, die aus Schmerzen geborene Wonne sprach von sich aus dem Herzen der Natur heraus.
Page 19
Wir nahen uns jetzt dem eigentlichen Ziele unsrer Untersuchung, die auf die Erkenntniss des dionysisch-apollinischen Genius und seines Kunstwerkes, wenigstens auf das ahnungsvolle Verständniss jenes Einheitsmysteriums gerichtet ist.
Page 21
In Wahrheit ist Archilochus, der leidenschaftlich entbrannte liebende und hassende Mensch nur eine Vision des Genius, der bereits nicht mehr Archilochus, sondern Weltgenius ist und der seinen Urschmerz in jenem Gleichnisse vom Menschen Archilochus symbolisch ausspricht: während jener subjectiv wollende und begehrende Mensch Archilochus überhaupt nie und nimmer Dichter sein kann.
Page 31
Und zwar tritt dieses Phänomen epidemisch auf: eine ganze Schaar fühlt sich in dieser Weise verzaubert.
Page 32
sind, und behalten ihren bürgerlichen Namen: der dithyrambische Chor ist ein Chor von Verwandelten, bei denen ihre bürgerliche Vergangenheit, ihre sociale Stellung völlig vergessen ist: sie sind die zeitlosen, ausserhalb aller Gesellschaftssphären lebenden Diener ihres Gottes geworden.
Page 40
Nach diesem letzten Aufglänzen fällt er zusammen, seine Blätter werden welk, und bald haschen die spöttischen Luciane des Alterthums nach den von allen Winden fortgetragnen, entfärbten und verwüsteten Blumen.
Page 46
Dionysus war bereits von der tragischen Bühne verscheucht und zwar durch eine aus Euripides redende dämonische Macht.
Page 49
Euripides unternahm es, wie es auch Plato unternommen hat, das Gegenstück des "unverständigen" Dichters der Welt zu zeigen; sein aesthetischer Grundsatz "alles muss bewusst sein, um schön zu sein", ist, wie ich sagte, der Parallelsatz zu dem sokratischen "alles muss bewusst sein, um gut zu sein".
Page 52
Wie Plato, rechnete er sie zu den schmeichlerischen Künsten, die nur das Angenehme, nicht das Nützliche darstellen und verlangte deshalb bei seinen Jüngern Enthaltsamkeit und strenge Absonderung von solchen unphilosophischen Reizungen; mit solchem Erfolge, dass der jugendliche Tragödiendichter Plato zu allererst seine Dichtungen verbrannte, um Schüler des Sokrates werden zu können.
Page 53
Sokrates, der dialektische Held im platonischen Drama, erinnert uns an die verwandte Natur des euripideischen Helden, der durch Grund und Gegengrund seine Handlungen vertheidigen muss und dadurch so oft in Gefahr geräth, unser tragisches Mitleiden einzubüssen: denn wer vermöchte das optimistische Element im Wesen der Dialektik zu verkennen, das in jedem Schlusse sein Jubelfest feiert und allein in kühler Helle und Bewusstheit athmen kann: das optimistische Element, das, einmal in die Tragödie eingedrungen, ihre dionysischen Regionen allmählich überwuchern und sie nothwendig zur Selbstvernichtung treiben muss - bis zum Todessprunge in's bürgerliche Schauspiel.
Page 54
Endlich im Gefängniss versteht er sich, um sein Gewissen gänzlich zu entlasten, auch dazu, jene.
Page 60
Die Musik ist demnach, wenn als Ausdruck der Welt angesehen eine im höchsten Grad allgemeine Sprache, die sich sogar zur Allgemeinheit der Begriffe ungefähr verhält wie diese zu den einzelnen Dingen.
Page 75
Erinnern wir uns sodann, wie dem aus gleichen Quellen strömenden Geiste der deutschen Philosophie, durch Kant und Schopenhauer, es ermöglicht war, die zufriedne Daseinslust der wissenschaftlichen Sokratik, durch den Nachweis ihrer Grenzen, zu vernichten, wie durch diesen Nachweis eine unendlich tiefere und ernstere Betrachtung der ethischen Fragen und der Kunst eingeleitet wurde, die wir geradezu als die in Begriffe gefasste dionysische Weisheit bezeichnen können: wohin weist uns das Mysterium dieser Einheit zwischen der deutschen Musik und.
Page 80
Habe ich dieser schwierigen Vorstellung mit den letzten Sätzen vielleicht nur einen vorläufigen, für Wenige sofort verständlichen Ausdruck zu geben vermocht, so darf ich gerade an dieser Stelle nicht ablassen, meine Freunde zu einem nochmaligen Versuche anzureizen und sie zu bitten, an einem einzelnen Beispiele unsrer gemeinsamen Erfahrung sich für die Erkenntniss des allgemeinen Satzes vorzubereiten.
Page 88
So tief, muthig und seelenvoll, so überschwänglich gut und zart tönte dieser Choral Luther's, als der erste dionysische Lockruf, der aus dichtverwachsenem Gebüsch, im Nahen des Frühlings, hervordringt.
Page 89
der wahren, d.
Page 90
Man übertrage sich nun dieses Phänomen des aesthetischen Zuschauers in einen analogen Prozess im tragischen Künstler, und man wird die Genesis des tragischen Mythus verstanden haben.
Page 93
Wo sich die dionysischen Mächte so ungestüm erheben, wie wir dies erleben, da muss auch bereits Apollo, in eine Wolke gehüllt, zu uns herniedergestiegen sein; dessen üppigste Schönheitswirkungen wohl eine nächste Generation schauen wird.