Ainsi Parlait Zarathoustra

By Friedrich Nietzsche

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d'eux.

Car encore _une_ fois je veux retourner auprès des hommes: c'est _parmi
eux_ que je veux disparaître et, en mourant, je veux leur offrir le
plus riche de mes dons!

C'est du soleil que j'ai appris cela, quand il se couche, du soleil
trop riche: il répand alors dans la mer l'or de sa richesse
inépuisable, - en sorte que même les plus pauvres pêcheurs rament alors
avec des rames _dorées_! Car c'est cela que j'ai vu jadis et, tandis
que je regardais, mes larmes coulaient sans cesse. -

Pareil au soleil, Zarathoustra, lui aussi, veut disparaître: maintenant
il est assis là a attendre, entouré de vieilles tables brisées et de
nouvelles tables, - à demi-écrites.


4.


Regardez, voici une nouvelle table: mais où sont mes frères qui la
porteront avec moi dans la vallée et dans les coeurs de chair? -

Ainsi l'exige mon grand amour pour les plus éloignés: _ne ménage point
ton prochain!_ L'homme est quelque chose qui doit être surmonté.

On peut arriver à se surmonter par des chemins et des moyens nombreux:
c'est à _toi_ à y parvenir! Mais le bouffon seul pense: "On peut aussi
_sauter_ par-dessus l'homme."

Surmonte-toi toi-même, même dans ton prochain: il ne faut pas te
laisser donner un droit que tu es capable de conquérir!

Ce que tu fais, personne ne peut te le faire à son tour. Voici, il n'y
a pas de récompense.

Celui qui ne peut pas se commander à soi-même doit obéir. Et il y en a
qui _savent_ se commander, mais il s'en faut encore de beaucoup qu'ils
sachent aussi s'obéir!


5.


Telle est la manière des âmes nobles: elles ne veulent rien avoir _pour
rien_, et moins que toute autre chose, la vie.

Celui qui fait partie de la populace veut vivre pour rien; mais nous
autres, à qui la vie s'est donnée, - nous réfléchissons toujours à _ce_
que nous pourrions donner de mieux _en échange_!

Et en vérité, c'est une noble parole, celle qui dit: "Ce que la vie
_nous_ a promis _nous_ voulons le tenir - à la vie!"

On ne doit pas vouloir jouir, lorsque l'on ne donne pas à jouir. Et
l'on ne doit pas _vouloir_ jouir!

Car la jouissance et l'innocence sont les deux choses les plus
pudiques: aucune des deux ne veut être cherchée. Il faut les
_posséder_ - mais il vaut mieux encore _chercher_ la faute et la
douleur! -


6.


O mes frères, le précurseur est toujours sacrifié. Or nous sommes des
précurseurs.

Nous saignons tous au secret autel des sacrifices, nous brûlons et nous
rôtissons tous en l'honneur

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Text Comparison with Jenseits von Gut und Böse

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Wenn sie überhaupt noch steht! Denn es giebt Spötter, welche behaupten, sie sei gefallen, alle Dogmatik liege zu Boden, mehr noch, alle Dogmatik liege in den letzten Zügen.
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Erstes Hauptstück: Von den Vorurtheilen der Philosophen.
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Allmählich hat sich mir herausgestellt, was jede grosse Philosophie bisher war: nämlich das Selbstbekenntnis ihres Urhebers und eine Art ungewollter und unvermerkter mémoires; insgleichen, dass die moralischen (oder unmoralischen) Absichten in jeder Philosophie den eigentlichen Lebenskeim ausmachten, aus dem jedesmal die ganze Pflanze gewachsen ist.
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Das Exoterische und das Esoterische, wie man ehedem unter Philosophen unterschied, bei Indern, wie bei Griechen, Persern und Muselmännern, kurz überall, wo man eine Rangordnung und nicht an Gleichheit und gleiche Rechte glaubte, - das hebt sich nicht sowohl dadurch von einander ab, dass der Exoteriker draussen steht und von aussen her, nicht von innen her, sieht, schätzt, misst, urtheilt: das Wesentlichere ist, dass er von Unten hinauf die Dinge sieht, - der Esoteriker aber von Oben herab! Es giebt Höhen der Seele, von wo aus gesehen selbst die Tragödie aufhört, tragisch zu wirken; und, alles Weh der Welt in Eins genommen, wer dürfte zu entscheiden wagen, ob sein Anblick nothwendig gerade zum.
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Oh Voltaire! Oh Humanität! Oh Blödsinn! Mit der "Wahrheit", mit dem Suchen der Wahrheit hat es etwas auf sich; und wenn der Mensch es dabei gar zu menschlich treibt - "il ne cherche le vrai que pour faire le bien" - ich wette, er findet nichts! 36.
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Betrachte, mit dem alten Testament zu Einem Buche zusammengeleimt zu haben, als "Bibel", als "das Buch an sich": das ist vielleicht die grösste Verwegenheit und "Sünde wider den Geist", welche das litterarische Europa auf dem Gewissen hat.
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Was von "Person" an ihm noch übrig ist, dünkt ihm zufällig, oft willkürlich, noch öfter störend: so sehr ist er sich selbst zum Durchgang und Wiederschein fremder Gestalten und Ereignisse geworden.
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Mit dem gleichen Rechte dürften sie sich Kritiker nennen lassen; und sicherlich werden es Menschen der Experimente sein.
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nehmen, wenn einem Volke, das am nationalen Nervenfieber und politischen Ehrgeize leidet, leiden will -, mancherlei Wolken und Störungen über den Geist ziehn, kurz, kleine Anfälle von Verdummung: zum Beispiel bei den Deutschen von Heute bald die antifranzösische Dummheit, bald die antijüdische, bald die antipolnische, bald die christlich-romantische, bald die Wagnerianische, bald die teutonische, bald die preussische (man sehe sich doch diese armen Historiker, diese Sybel und Treitzschke und ihre dick verbundenen Köpfe an -), und wie sie Alle heissen mögen, diese kleinen Benebelungen des deutschen Geistes und Gewissens.
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Europäer der Zukunft vorwegzunehmen: nur mit ihren Vordergründen, oder in schwächeren Stunden, etwa im Alter, gehörten sie zu den "Vaterländern", - sie ruhten sich nur von sich selber aus, wenn sie "Patrioten" wurden.
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Im ersten Falle, wenn die Herrschenden es sind, die den Begriff gut- bestimmen, sind es die erhobenen stolzen Zustände der Seele, welche als das Auszeichnende und die Rangordnung Bestimmende empfunden werden.
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Der Gegensatz kommt auf seine Spitze, wenn sich, gemäss der Sklavenmoral-Consequenz, zuletzt nun auch an den "Guten" dieser Moral ein Hauch von Geringschätzung hängt - sie mag leicht und wohlwollend sein -, weil der Gute innerhalb der Sklaven-Denkweise jedenfalls der ungefährliche Mensch sein muss: er ist gutmüthig, leicht zu betrügen, ein bischen dumm vielleicht, un bonhomme.
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Es genügt noch nicht, um sich einander zu verstehen, dass man die selben Worte gebraucht: man muss die selben Worte auch für die selbe Gattung innerer Erlebnisse gebrauchen, man muss zuletzt seine Erfahrung mit einander gemein haben.
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Ach, der Wissende des Herzens erräth, wie arm, dumm, hülflos, anmaaslich, fehlgreifend, leichter zerstörend als rettend auch die beste tiefste Liebe ist! - Es ist möglich, dass unter der heiligen Fabel und Verkleidung von Jesu Leben einer der schmerzlichsten Fälle vom Martyrium des Wissens um die Liebe verborgen liegt: das Martyrium des unschuldigsten und begehrendsten Herzens, das an keiner Menschen-Liebe je genug hatte, das Liebe, Geliebt-werden und Nichts ausserdem verlangte, mit Härte, mit Wahnsinn, mit furchtbaren Ausbrüchen gegen Die, welche ihm Liebe verweigerten; die Geschichte eines armen Ungesättigten und Unersättlichen in der Liebe, der die Hölle erfinden musste, um Die dorthin zu schicken, welche ihn nicht lieben wollten, - und der endlich, wissend geworden über menschliche Liebe, einen Gott erfinden musste, der ganz Liebe, ganz Lieben- können ist, - der sich der Menschen-Liebe erbarmt, weil sie gar so armselig, so unwissend ist! Wer so fühlt, wer dergestalt um die Liebe weiss -, sucht den Tod.
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- Woraus sich ergiebt, dass es zur feineren Menschlichkeit gehört, Ehrfurcht "vor der Maske" zu haben und nicht an falscher Stelle Psychologie und Neugierde zu treiben.
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Ich bin ihm gut: ich denke oft darüber nach, wie ich ihn noch vorwärts bringe und ihn stärker, böser und tiefer mache, als er ist.